@AxelH schrieb:
Frage 1: Wo finde ich dieses jederzeitige Widerspruchsrecht? Antwort: Im Kundencenter
Frage 2: Ist es dann auch persistent? Antwort: ja, bis es der Kunde gegebenenfalls im Kundencenter revidiert
Frage 3: Handelt es sich allenfalls um folgenden Punkt im Kundencenter? Antwort: ja
Frage 4: Wenn es sich um diese Einstellung handelt, wieso steht da kein Hinweis bezüglich der Verwendung zu Marketingzwecken? Antwort: es werden keine kostenpflichtigen Marketingaktionen aufgrund der erhobenen Daten durchgeführt.
Frage 5: In den Besonderen Bedingungen ist die Rede von technischer Unterstützung. Hier werden aber unter anderem Daten über das LAN übertragen. Support für Geräte im LAN (Heimnetz) wird nur über einen kostenpflichtigen Zusatzservice angeboten und gehört nicht zum Grundangebot. Ist das so korrekt? Antwort: Nein, die Handlungsempfehlungen um die Situation zu verbessern sind kostenlos.
Frage 6: Falls der Support kostenpflichtig ist, warum wird bei deaktivieren der Option kein Hinweis eingeblendet, das man sich in diesem Fall nur eine Analyse des allfälligen kostenpflichtigen Zusatzsupportes deaktiviert? Geht so Richtung Angstmacherei? Antwort: Siehe Antwort 5
Frage 7: Wurde eine demographisch Korrekte Umfrage bei den Kunden gemacht ob sie sich dieser Funktion bewusst sind und überhaupt wissen was Swisscom da macht und was dies bedeutet? Antwort: Wir haben unsere Kunden befragt und die absolute Mehrheit möchte in Fällen von Heinnetzproblemen darüber informiert werden und Empfehlungen ausgesprochen bekommen um ihre Situation zu verbessern.
Frage 8: In welcher Form wird ein Auskunftsbegehren dieser Daten geliefert? Antwort: Bitte wenden sie sich dazu an unsere offizielle Stelle um Ihr Auskunftsbegehren einzureichen.
Ich hoffe hiermit kompetent geantwortet zu haben.
Viele Grüsse
Axel
Hallo @AxelH
Vielen Dank das du deine Kompetenz gefunden hast und hier noch auf die Fragen eingegangen bist!
Ich nehme diese zur Kenntnis auch wenn nicht alle in dem Umfang beantwortet wurden die ich mir erwünscht habe. Ich weiss das man dann auch irgendwo an einem Punkt ist wo man diese nicht mehr beantworten kann, darf oder will.
Ich habe noch folgende Fragen die ich aber gerne noch beantwortet hätte, da sie mich Wunder nehmen.
Frage 1: Widerspruchsrecht Kachel. Wird mit dieser Einstellung ein Logging und Übermittlung auf dem Router deaktiviert oder werden im Backend die empfangenen Daten einfach nicht in der Datenbank gespeichert?
Frage 2: In den besonderen Bedingungen steht das dies auch bei Business Kunden gelte?
Frage 3: Ich habe ein SME Kundencenter. Bis heute kann ich keine Datenschutzeinstellungen auf meinem Account online vornehmen. Wie sieht es da mit also dem Widerspruch aus?
Frage 4: Technisch. In den besonderen Bedingungen werden ins besonderen die x Box Geräte genannt, welche das LAN mappen. Ist das technisch also nur auf diese Endgeräte beschränkt? Wird dazu also Watch on von Soft at home verwendet? Kann es sein das der Lieferant im Ausland damit auch solche Daten erhält?
Hintergrund:
Mich nehmen diese Fragen alle Wunder weil ich es für aussergewöhnlich halte, das ein Provider auf diese Daten Zugriff hat. Ich verstehe das Argument der Kundenhilfe.
Ich finde aber das es eine Grenze zwischen WAN und LAN geben soll. Der Provider sollte ohne ausdrückliche Zustimmung, also OPT IN diese Daten nicht erfassen. Das ist meine Meinung welche vermutlich rechtlich noch nie geklärt wurde.
Was auch heikel ist, dass man mit dem vermutlichen Verkauf von eigenen Netzwerkkomponenten die man aus den ermittelten Daten gewinnt, eine Marktbeeinflussung macht. Möglicherweise, nicht wahrscheinlich, dass so was die Weko interessieren dürfte.
Ich entnehme den Antworten die ich erhalten durfte, dass Swisscom zwar Umfragen macht, sich aber daraus ein Recht entnimmt darauf zu reagieren wie es ihr gefällt. Wir wissen wie man Fragen stellen kann, dass man Antworten erhält die man möchte.
Es wäre meine Erwartung gewesen, dass man als seriösen Provider zwar durchaus den Kundenwunsch der Heimnetzanalyse anbieten darf, dies aber als opt in und mit klarer Information geschehen sollte. Und nicht als opt out irgendwo in besonderen Bedingungen oder Kacheln versteckt die man 2 mal anklicken muss.
Es ist mir auch klar das viele die wenig IT Kompetenz haben die Gefahren als auch Chancen die aus so einer Analyse entstehen, nicht sehen oder verstehen.
Darum sehe ich mich schon irgendwie verpflichtet mal zwischendurch Stopp zu sagen. So das jeder wieder mal überlegen kann ob man sich in die richtige Richtung entwickelt oder ob es da Punkte gibt die für eine Untersuchungskommission allenfalls interessant wäre. Wie weit darf ein Provider gehen? Soll er soweit gehen dürfen ohne opt in?
Ich habe meine Linie und sage nein. Das zu entscheiden haben aber andere, die eventuell bisher noch gar nichts von dieser Sache wussten.