Media Converter -> Ethernet SFP Modul für Internet Box Standard

Hallo zusammen

Wir haben seit kurzem einen Glasfaseranschluss. Leider ist die Dose in einem Abstellraum und wir möchten die Internet Box gerne im Wohnzimmer aufstellen. Da wir überall in der Wohnung Ethernet (Kat.5e) verlegt haben bietet es sich ja an einen Media Converter einzusetzen:

FTTH Dose — Media Converter (TPLink MC220L) — Ethernet — Internet Box (mit Ethernet SFP Modul)

Die Internet Box verfügt für Glasfaseranschlüsse ja als WAN Interface über einen SFP Slot. Nun würde ich gerne wissen, welches Modul resp. welcher Herstellerstandard (MSA Standard, etc.) mit der Internet Box kompatibel ist. Folgendes Modul würden wir gerne einsetzen:

https://www.flexoptix.net/en/sfp-copper-transceiver-1-gigabit-cat-5-rj-45-100m-autoneg-serdes.html?compatibility=18362

Besten Dank!

CC: @Anonym

@ivesleutenegger du kannst das ganz normale Fiberverbindungskit von Swisscom nutzen.

@ivesleutenegger so wie du es gepostet hast funktioniert es nicht.

so funktioniert es bestimmt:

OTO-Dose Port2-> Fiberkit von SC-> MC220L (TP-Link)-> Ethernetkabel (1Gbit (min Kat5e))-> MC220L (TP-Link)-> Fiberkit von SC-> SFP-Port Internet-Box.

Siehe Seite 8 Manual

Meiner Meinung ist es günstiger parallel ein Fiberkabel (fertig konfektioniert) einzuziehen (Verlängerungskabel Kostenpunkt (4.- Chf/m).

Spezifikation vom Fiber-Kabel hier

P.S. Das ist das richtige Modul, wenn Du so ein Swisscom Fiber-Kit brauchst PM (Privat Mail) an mich.

Das Swisscom Fiber-Kit kann ein Privat-Kunde nicht bestellen.

  • rokx hat auf diesen Beitrag geantwortet.

    @ivesleutenegger der SFP-Port von der Internetbox funktioniert nur mit einem Fibermodul soweit ich weiss.

    Versuch macht Klug.

    10 Monate später

    @user109 schrieb:

    P.S. Das ist das richtige Modul, wenn Du so ein Swisscom Fiber-Kit brauchst PM (Privat Mail) an mich.

    Das Swisscom Fiber-Kit kann ein Privat-Kunde nicht bestellen.


    Ich bin auf diesen etwas älteren Post gestossen. Vielleicht findet er auch in Zukunft noch weitere Leser. Deshalb möchte ich dazu die folgenden (korrigierenden) Bemerkungen machen:

    Die Beschreibung für das im Post von user109 erwähnte SFP von Flexoptix lautet gemäss dem angegebenen Link: “1G SFP BIDI LX LC 10 km, TX1310 / RX1550 nm, Singlemode”. Dieses SFP empfängt (RX) also auf einer Wellenlänge von 1550 nm und kann deshalb an einem Glasfaseranschluss (1000Base-BX10, Kundenseite, Konverter/Router) von Swisscom (für Privatkunden; die entsprechenden Möglichkeiten für Geschäftskunden sind mir nicht bekannt) nicht verwendet werden (Grund: falsche Empfangs-Wellenlänge).
    Siehe auch diesen Post.


    user109 schrieb:

    ivesleutenegger so wie du es gepostet hast funktioniert es nicht.

    so funktioniert es bestimmt:

    OTO-Dose Port2-> Fiberkit von SC-> MC220L (TP-Link)-> Ethernetkabel (1Gbit (min Kat5e))-> MC220L (TP-Link)-> Fiberkit von SC-> SFP-Port Internet-Box.

    Siehe Seite 8 Manual


    Hinweis: Ich habe schon kürzlich einen Kommentar zu einem Punkt dieses schon etwas älteren Posts abgegeben. Dabei fielen mir noch zwei weitere Punkte auf. Diese möchte ich nun hier kommentieren.

    @ivesleutenegger:

    Das Schema in Deinem Post entspricht dem Swisscom-Vorschlag “Glasfaseranschluss und Verteilerschrank (Selbstinstallation für technisch versierte Kunden)”. Einige Bemerkungen zu diesem Vorschlag sind hier zu finden.

    user109:

    Ich glaube, Deine Skizze ist nicht vollständig und kann daher so nicht funktionieren.
    Die angegebene Seite 8 des MC220L-Manuals beschreibt den Fall mit zwei Medien-Konverter TP-Link MC220L und einem Glasfaserkabel zwischen den beiden MC220L. Du erwähnst zweimal “Fiberkit von SC”. Falls die beiden MC220L mit einem LAN-Kabel verbunden sein sollen, würde es hingegen total drei SFP-Glasfaser-Module brauchen.

    Der Aufbau mit zwei Medien-Konverter ist nicht ganz trivial. Ich habe versucht einen möglichen Aufbau im folgenden Schema aufzuzeigen (die Auflösung des gezeigten JPG-Bildes ist ziemlich niedrig, über diesen Link kann ein PDF-File mit besserer Qualität heruntergeladen werden):

    Schema mit 2 Medien-Konverter

    Schema mit 2 Medien-Konverter

    Ich habe das Schema nicht praktisch getestet, es ist nur eine Gedankensizze. Für das angegebene Schema sind zwei SFP’s vom Typ 1000Base-BX10-U und ein SFP vom Typ 1000Base-BX10-D nötig.

    Im Schema sind zwei Varianten für die “Verbindung” zwischen der Internet-Box und dem entsprechenden Medien-Konverter MC220L angegeben. Wichtig ist, dass dort jeweils ein SFP 1000Base-BX10-D zusammen mit einem SFP 1000Base-BX10-U eingesetzt wird. Zusatzbemerkung: Hier ist man natürlich nicht an die Sende-/Empfangs-Wellenlängen des FTTH von Swisscom gebunden (d.h. eine Kombination aus SFP’s mit z.B. “1550 nm RX/1310 nm TX” und “1550 nm TX/1310 nm RX” würde auch gehen).

    Beispiele für ein SFP Modul vom Typ 1000Base-BX10-U:

    • Siligence, SGA 441SFPO-1Gb, 1.25G T1310nm/R1490nm 10 km DDM, OST-1000BX-S34-10DI
      Dieses SFP wird zurzeit von Swisscom mit der Internet-Box 2 ausgeliefert, es funktioniert daher natürlich in der Internet-Box 2 (sowie IB Standard, IB Plus) und gemäss Tests auch im Medien-Konverter MC220L.
    • Aufgrund der auf www.flexoptix.net angegebenen Daten könnte auch das folgende SFP im Schema funktionieren (allerdings ist mir bezüglich dessen Kompatibilität mit Internet-Box und Medien-Konverter MC220L nichts weiteres bekannt):
      1G SFP BIDI LX LC 10 km, TX1310 / RX1490 nm, Singlemode
      Bemerkung: Bei der Bestellung eines Flexoptix-SFP-Moduls kann/soll man eine Konfigurationsmethode auswählen. Ich weiss nicht, ob diese Wahl für einen Einsatz in der Internet-Box oder dem MC220L relevant ist. Vermutung für eine sinnvolle Konfiguration (Kompatibilität): Cisco Systems, GLC-BX-U.

    Beispiel für ein SFP-Modul vom Typ 1000Base-BX10-D:

    • Aufgrund der auf www.flexoptix.net angegebenen Daten könnte das folgende SFP im Schema funktionieren (allerdings ist mir bezüglich dessen Kompatibilität mit Internet-Box und Medien-Konverter MC220L nichts weiteres bekannt):
      1G SFP BIDI LX LC 10 km, TX1490 / RX1310 nm, Singlemode
      Bemerkung: Siehe oben. Vermutung für eine sinnvolle Konfiguration (Kompatibilität): Cisco Systems, GLC-BX-D.

    Noch eine mögliche Komplikation, die vor einer Realisierung dieses Aufbaus vorsichtshalber überprüft werden sollte: Die Länge des Glasfaserkabels zwischen Internet-Box und Medien-Konverter MC220L ist hier sehr kurz (d.h. es verursacht nur eine tiefe Dämpfung). Die Sendeleistung der involvierten SFP’s darf die maximale Empfangsleistung des entsprechenden Partner-SFP’s (gemäss Spezifikation) nicht überschreiten (Gefahr von Overload, allenfalls Beschädigung der Optik), andernfalls muss zusätzlich ein Glasfaser-Dämpfungsglied verwendet werden.

    7 Tage später

    Hallo

    CAT5e ist veraltet und ein Flaschenhals für einen Glasfaseranschluss.

    Man kann jetzt darüber philosphieren, ob jemand jemals diese Bandbreite braucht.

    Fakt ist, dass keine Netzwerk 2017 noch CAT5e (Fast-Ethernet) verlegt. Bzw. Hausinstallationen mit <= CAT5e werden gegen CAT6a (vereinzelt sogar CAT7) getauscht.

    Grüsse

    RAL9004


    @RAL9004 schrieb:

    … CAT5e ist veraltet und ein Flaschenhals für einen Glasfaseranschluss….


    Das ist nur zum Teil richtig.

    Die Bezeichnung Cat 5e ist gemäss der entsprechenden Norm tatsächlich veraltet: “… Die Einführung von 1000BASE-T (Gigabit-Ethernet) und die damit verbundene Signalübertragung über alle acht Adern, statt wie bisher bei 10BASE-T und 100BASE-T nur über vier Adern, machte es erforderlich, dass zusätzliche Werte wie… etc. berücksichtigt werden. Komponenten, die die neuen Anforderungen erfüllten und damit Gigabit-Ethernet-tauglich waren, wurden bis zur Überarbeitung der Normen ISO11801 und EN50173 als Cat 5e gekennzeichnet. Cat 5e-Kabel sind abwärtskompatibel zu herkömmlichen Cat 5-Kabeln. Mit der Neufassung der Normen 2002/2003 verschwand Cat 5e als Bezeichnung und wird seitdem wieder nur Cat 5 genannt. Installationen, die vor 2002 durchgeführt wurden und der damaligen Cat 5 entsprachen, müssen dementsprechend nicht unbedingt Gigabit-Ethernet-tauglich sein und die Kabel sollten vor Nutzung mit speziellen Messgeräten dahingehend geprüft werden.”

    Aber es ist vollkommen klar, dass eine Cat 5e Verkabelung (gemäss der ursprünglichen Norm) und eine Cat 5 Verkabelung (gemäss der Norm nach 2003) voll Gigabit-Ethernet-tauglich (und damit nicht nur Fast-Ethernet-tauglich) sind. D.h. eine derartige Verkabelung ist zurzeit kein Flaschenhals für einen Glasfaseranschluss (mit 1 GBit/s). Voraussetzung ist natürlich, dass alle vier Twisted-Pairs (d.h. alle acht Adern) des Kabels gemäss der Norm auf die Pins der RJ45-Stecker/Buchsen geschaltet sind (d.h. keine “gesplittete Installation”).

    Wenn jemand heute eine Hausverkabelung plant, mag es durchaus sinnvoll sein, eine Cat x Verkabelung mit x > 5 zu wählen (um auch für die Zukunft mit 10 GBit/s etc. gerüstet zu sein). Aber eine bestehende (funktionierende) Cat 5 Verkabelung (gemäss Norm nach 2003) würde ich jetzt nicht auswechseln.

    • hed gefällt das.

    Zitat rokx:

    Ich bin auf diesen etwas älteren Post gestossen. Vielleicht findet er auch in Zukunft noch weitere Leser. Deshalb möchte ich dazu die folgenden (korrigierenden) Bemerkungen machen:

    Die Beschreibung für das im Post von user109 erwähnte SFP von Flexoptix lautet gemäss dem angegebenen Link: “1G SFP BIDI LX LC 10 km, TX1310 / RX1550 nm, Singlemode”. Dieses SFP empfängt (RX) also auf einer Wellenlänge von 1550 nm und kann deshalb an einem Glasfaseranschluss (1000Base-BX10, Kundenseite, Konverter/Router) von Swisscom (für Privatkunden; die entsprechenden Möglichkeiten für Geschäftskunden sind mir nicht bekannt) nicht verwendet werden (Grund: falsche Empfangs-Wellenlänge).
    Siehe auch diesen Post.

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    @rokx die Wellenlängen haben sich geändert. Bei 100 Mbit/s sind Sie gewesen:

    SFP (TX/RX=1310/1550nm, SM, DDM, 15 dB, 20km, LC/PC-Stecker).

    und 2015 hat dies noch gestimmt.

    Siehe Beitrag:

    https://community.swisscom.ch/t5/Archiv-Internet/FTTH-Centro-Grande-Router-mit-Cisco-Router-ersetzen-Just-4-Fun/m-p/169532

    Offen gesagt würde mir die Kupferkabelkategorie bei diesem abenteuerlichen Konglomerat aus Konvertern und Adaptern noch am wenigsten Kummer machen…

    Have you tried turning it off and on again?

    @rokx

    Nach aktueller Definition spricht man nur noch von CAT5 und meint CAT5e.

    Quelle:

    https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm

    Siehe Abschnitt “Twisted-Pair-Kabel der Category 5 / Kategorie 5 (Class D)”

    Die Feinheiten die Du betreffend Gigabit Ethernet und CAT5e ansprichst, kenne ich u.a. auch aus dem Wikipedia Artikel

    https://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel#Kategorie.C2.A05.2F5e

    Eine gesplittete Hausverkabelung ist für mich seit ca. 2015 inakzeptabel. D.h. ein konzeptioneller Fehler. Ich kaufe auch kein Auto mit einem 6 Zylinder Motor und lasse 3 Zylinder ausgeschalten.

    Nur damit ich an einem Ausgang zwei RJ45 Anschlüsse in der Wand habe, soll ich mit Fast Ethernet leben? Im Zeitalter von UHD, etc. Meistens muss man ohnehin einen dritten oder vierten Ethernet haben. D.h. ein Switch ist nicht verzichtbar.

    Grüsse

    RAL9004

    Gesplittete Hausverkabelungen sind aus meiner Sicht schon seit mehr als 10 Jahren ein No-Go, aber auch im Jahr 2017 werden sie noch immer fleissig gebaut und dem ahnungslosen Hauskäufer sogar als Vorteil angepriesen (doppelte Anzahl Dosen…).

    Anyway, nebst dem max. Speed von “nur” 100 Mbps kann die Splitt-Technology noch heimtückischere Probleme erzeugen, die man nicht auf den ersten Blick erkennt.

    Hängt z.B. eine TV-Box welche ja nur 100 Mbps Port hat via Splitt-Installation an einer IB mit Gbps Ports, so funktioniert u.U. d.h. im Worst-Case die automatische Aushandlung von Speed und Duplex nicht richtig und es pendelt sich bei einer noch tieferen Geschwindigkeit oder als Half-Duplex-Verbindung ein, was zu sichtbaren Störungen auf dem TV führen kann.