Nachtrag:
Telefonbücher: Export und Synchronisation der Kontakte.
“Referenz-Source” für 250 Kontakte
Für meine realen Kontakte bewährte sich seit Jahren, alle Änderungen von Adressen und Telefonnummern immer zurück zu den Google-Kontakten in der Cloud zu synchronisieren. Wenn ich in den Kontakten des Android-Handys eine Korrektur vornehme, dann erfolgt diese Synchronisierung automatisch. Das ist für mich die Referenz für die Handhabung von Adresslisten.
Die Google-Kontakte nutzte ich auch als “Referenz-Source” für die “Spiel-Kontakte”. Vorerst füllte ich diese Kontakte mit etwa 250 Namen, Vornamen, und je 3 Telefonnummern (1 x Privat / 1 x Geschäftlich / 1 x Mobil). Namen und Vornamen in normaler Länge, die meisten Telefonnummern gruppiert wie bei Schweizer Nummern, und einige auch als ausländiche Nummern. Alle Telefonnummern sind einmalig. Für alle Namen waren auch die Adressen eingetragen, die wiederholten sich aber. Einige wenige Kontakte waren real, damit ich auch effektive Anrufe beurteilen konnte.
Kopieren der Kontakte in das “Zentrale Telefonbuch” der IB
Für das Synchronisieren der Kontakt-Telefonnummern in der IB bietet Swisscom nur eine Einbahn-Lösung. Auf einem Smartphone muss die Internetbox-App von Swisscom installiert werden. Mit dieser App können die Kontaktdaten des Smartphones in das “Zentrale Telefonbuch” der IB exportiert werden.
Die 250 Kontakte, siehe oben, synchronisierte ich auf mein Sony Android Smartphone.
Zusätzlich zu diesen Kontakten wollte die Internetbox-App ohne Rückfrage weitere 5 Kontakte einschleusen. Diese “Bloatware” (Directories, Customer Care, Cust Int, Recharge, Self Service) zwickte ich aus den erwünschten Kontakten heraus.
Auch nach der Abwahl der Störenfriede hatte die App noch keine Lust, die verbleibenden 250 Kontakte zur IB zu übertragen. Um den Export starten zu können, musste ich zusätzlich 5 Kontakte de-selektieren. Die App zeigt bei leerem IB Telefonbuch an, dass nur 245 Kontakte “frei” sind. Wollte ich mehr als diese 245 Kontakte exportieren, dann meldete die App in einem Pop-Up: “Das Internet-Box Adressbuch unterstützt 245 Kontakte”.
Direkt im Telefonbuch der IB konnte ich zu den 245 Kontakten 5 weitere Kontakte einfügen. Erst dann meldet auch die IB, dass das Telefonbuch voll ist.
Und über das Gigaset SL450HX konnte ich zu den 250 Kontakten im “Zentralen Telefonbuch” der IB nochmals 5 weitere Kontakte zufügen.
Den Sinn dieser divergierenden Grenzen müsste man mir wohl erst noch erklären. Wer soll verwirrt werden?
In der Internetbox-App werden die zu exportierenden Kontakte in einer Liste dargestellt, welche nach den Vornamen sortiert ist. Die Liste kann nicht auf die Sortierung nach den Namen umgestellt werden!
In den Kontakten meines Smartphones sind alle Telefonnummern immer inklusive internationale Vorwahl gespeichert, damit ich mit dem Smartphone auch im Ausland telefonieren kann. Die Internetbox-App exportiert die internationale Vorwahl ohne Rückfrage auch für die Nummern mit Schweizer Vorwahl zum zentralen Telefonbuch der IB+. Bei Festnetz-Telefonen erkenne ich keinen Sinn darin, den Nummern mit Schweizer Vorwahl immer die +41 / 0041 voranzustellen!
Abgesehen von den in unnötiger Länge übertragenen Telefonnummern erledigte die Internetbox-App die Transfers wie erwartet. Aber nur dann, wenn in den Android-Kontakten wie oben beschrieben maximal 3 Telefonnummern vorhanden waren (1 x Privat / 1 x Geschäftlich / 1 x Mobil). Und auch nur dann, wenn in den Kategorien “Festnetz” / “Benutzerdefiniert” dazu nicht noch weitere Telefonnummern vorhanden waren.
Bei Beispielen aus der “realen Welt” transferiert die Internetbox-App die Telefonnummern leider nicht immer wie erwartet zum Zentralen Telefonbuch der IB+.
In den Android-Kontakten auf dem Smartphone können durchaus mehrere Telefonnummern der gleichen Kategorie vorhanden sein. Beispiel für eine solche Nummern-Kombination: 2 x Privat / 1 x Mobil. Wenn die Internetbox-App diese Telefonnummern ins Zentrale Telefonbuch der IB+ transferiert hat, dann zeigt die IB+ die zweite der “Privat”-Nummern aus den Android-Kontakten als “Zuhause” Telefonnummer an, sowie die “Mobile” Nummer. In der Internetbox-App wird das “Internet-Box-Adressbuch” ebenfalls angezeigt, dort wird aber die erste der “Privat”-Nummern aus den Android-Kontakten als “Zuhause” Telefonnummer angezeigt. Auch das Montreux HD Telefon zeigt die erste der “Privat”-Nummern. Und wenn man auf dem SL450HX das “Zentrale Telefonbuch” anzeigt, dann werden dort für den betreffenden Kontakt zwei “Zuhause” Telefonnummern und eine “Mobile” Nummer angezeigt!
In der Internetbox plus wird nur je ein Kontakt der Kategorien Privat / Geschäftlich / Mobil angezeigt. Da macht es keinen Sinn, dass die Internetbox-App jeweils mehr als eine Telefonnummer exportiert!
Ein weiteres Beispiel für eine Nummern-Kombination eines Android-Kontakts auf dem Smartphone:
1 x Privat / 1 x Geschäftlich, und dazu 1 x “Hauptnummer”: Wenn die Internetbox-App diese Telefonnummern ins Zentrale Telefonbuch der IB+ transferiert hat, dann zeigt die IB+ wie erwartet eine “Zuhause”-, sowie eine “Büro”-Telefonnummer an. Ohne Rückfrage ersetzte die Internetbox-App die fehlende “Mobile”-Nummer des Android-Kontakts durch den Eintrag bei der “Hauptnummer”. Die IB+ zeigt diese Telefonnummer nun als “Mobil”-Nummer an. Ich frage mich, welchen Sinn diese intransparente Ersatz-Strategie macht.
Das letzte Beispiel für eine Nummern-Kombination eines Android-Kontakts auf dem Smartphone: 1 x Privat / 1 x Geschäftlich / 1 x Mobile, und dazu 1 x “Hauptnummer”: Die Internetbox-App quittiert den angeblichen Transfer dieser Telefonnummern ins Zentrale Telefonbuch mit dem Pop-up “Kontakte erfolgreich exportiert!” Aber der gesamte Kontakt wird nicht zur IB transferiert! Möglicherweise wurde die oben erwähnte Ersatz-Strategie allzu filigran codiert.
Im Zentralen Telefonbuch fehlt eine Anzeige über die Anzahl der vorhandenen Kontakte. Um einen Hinweis auf allfällige “Verluste” beim Transfer zu bekommen, müsste man die Kontakte in der IB mühsam abzählen. Oder man kontrolliert bei jedem Transfer, wieviele Kontakte von der App vorher / nachher als “frei” angezeigt werden.
Export von korrupten Vornamen: In der Internetbox plus werden die Kontakte anhand von Vorname und Name identifiziert. Um Kontaktnamen eindeutig zu bezeichnen, werden beim Nachnamen und auch beim Vornamen gelegentlich mehrere Namensteile eingetragen. Ist in einem Android-Kontakt als Vorname zum Beispiel eingetragen: “John BE”, dann wird der betreffende Kontakt auf den ersten Blick richtig zur IB übertragen. Versucht man aber, auf dem Gigaset SL450HX diesen Kontakt aus dem “Zentralen Telefonbuch” zu lesen, dann wird dort der Vorname nicht korrekt dargestellt. Selektiert man in der Internetbox plus beim betreffenden Kontakt die Option “Kontakt bearbeiten”, dann findet sich dort eine weitere fehlerhafte Anzeige-Variante.
“Zentrales Telefonbuch” im Web-interface der Internetbox plus: Wenn ich bei einem Kontakt eine Änderung vornehme und mit “Speichern” abschliesse, dann springt die Anzeige immer zurück zum ersten Kontakt im Telefonbuch. Unbrauchbar für den Unterhalt des Telefonbuchs!
“Synchronisierung”: Der Export von Kontakten von den Android-Kontakten zum “Zentralen Telefonbuch” der IB ist nur eine Einbahn-Lösung. Bevor ein Android-Kontakt exportiert wird, kontrolliert die Internetbox-App, ob der betreffende Kontaktname bereits in der IB vorhanden ist. Falls ja, und wenn die Telefonnummern unterschiedlich sind, dann fragt die App zurück, ob der betreffende Kontakt in der IB überschrieben werden soll. Die korrekte Synchronisierung kann nur “von Hand” vorgenommen werden.
Synchronisation zwischen Google Kontakten und lokalem Telefonbuch
Mit der Synchronisations-Software Gigaset QuickSync können Kontaktdaten zwischen den Google Kontakten und dem lokalen Telefonbuch synchronisiert werden. Wer nicht die Cloud für die Synchronisation benutzen will, der könnte alternativ die lokalen Kontakte zum Beispiel auch mit Outlook-Kontakten synchronisieren.
In den Google Kontakten hatte ich 250 Kontakte bereitgestellt, siehe oben. Gigaset QuickSync ist zumindest für die Kontakt-Synchronisierung der Telefonnummern in den Kategorien Privat / Büro / Mobil einfach zu bedienen. Im Tab “Kontakte” in den Einstellungen wird festgelegt, in welcher Richtung die Synchronisation erfolgen soll. Für jeden Kontakt kann auch einzeln kontrolliert werden, welche Telefonnummern im PC / im Telefon vorhanden ist. Danach kann gezielt ausgewählt werden, was synchronisiert werden soll.
Auch in den Google-Kontakten können mehrere Telefonnummern der gleichen Kategorie vorhanden sein. Beispiel für eine solche Nummern-Kombination: 2 x Privat / 1 x Mobil. Gigaset QuickSync synchronisiert dabei zusätzlich zur “Mobile” Nummer nur die erste der “Privat”-Nummern aus den Google-Kontakten. Im lokalen Telefonbuch des SL450HX wird diese Telefonnummer als “Zuhause” bezeichnet.
Zusätzliche Definitions-Felder im lokalen Telefonbuch:
- Im Feld Jahrestag lässt sich ein Geburtstag mit einer Zeitangabe eintragen, der dann über die Kalenderfunktion am betreffenden Tag zur vorgegebenen Zeit einen Alarm auslöst.
- Im Feld “CLIP-Melodie (VIP)” kann eine Melodie selektiert werden, welche bei einem Anruf an eine Telfonnummer des betreffenden Kontakts als zusätzlicher Rufton ertönt.
- Im Feld “Clip-Bild” kann ein Bild selektiert werden, welches bei einem Anruf an eine Telefonnummer des betreffenden Kontakts im Display angezeigt wird.
- Das Feld für eine E Mail-Adresse hat keine Funktion in der Konfiguration mit der IB.
Für die Synchronisation und für das Backup der “Clip-Bilder” und der “CLIP-Melodien (VIP)” bietet Gigaset mit Gigaset QuickSync kein überzeugendes Handling. Zum Beispiel werden die Kontakt-Bilder, welche in den Google Kontakten abgelegt waren, von QuickSync beim Transfer ins Telefon mit den Kontakt-Namen versehen und dann in den sogenannten Media-Pool kopiert. Im lokalen Telefonbuch des SL450HX muss danach die Zuweisung der Kontaktbilder zum passenden Kontakt neu definiert werden (im Feld “Clip-Bild”).
Im lokalen Telefonbuch des SL450HX wird die Option “Liste senden” angezeigt. Damit sollte es möglich sein, das Telefonbuch zu weiteren Telefonen zu kopieren. Wie gut funktioniert das, wenn auch Clip-Bilder und CLIP-Melodien definiert sind? Vielleicht berichtet jemand, der mehrere SL450HX betreibt.
Firmware-Versionen:
Internetbox plus: 07.10.06/07.00.61/893 (wurde auch auf "Werkseinstellungen"zurückgesetzt)
Android Smarphone Sony: Android 5.1.1 Internetbox-App Version 6.0.1
Gigaset SL450HX: 116.061.00
Walter