Router ROUTER und nochmals RoUtEr :D

Tag wohl die Damen und Herren, sehr geehrte Community und Swisscom Cracks🙂)

Ich hab ein kleines Problem.

Ich möchte gerne meine Netzinfrastruktur ausbauen, aber der Swisscom Router liefert mir einfach nicht genug Leistung/Power/Müüs.
Mit anderen Worten, ich finde die Swisscom Router nicht schlecht aber die Konfigurationsmöglichkeiten sind eben einfach eingeschränkt in der Hinsicht für Poweruser, sowie die Kapazität um wirklich Switches anzubinden, für viele Geräte die Mehr als 1GBit/s Durchsatz benötigen.

Nun zu meiner eigentlichen Frage.
Ich bin auf der Suche nach einem Router mit VLAN Unterstützung sowie Kompatibilität zum Swisscom Netz bzw. Anschluss für das XGS-PON.
Der Router sollte auch mindesten einen 10Gbit WAN-Port haben, ob SFP oder nicht spielt keine Rolle ich würde einfach gerne intern meinen 10Gbit Switch anbinden können.
WLAN ist für mich Ausdrücklich keine Alternative, da ich meine wichtigsten Geräte immer am LAN haben möchte mit Ausnahme der Geräte die nur WLAN unterstützen.
Ganz toll wäre wenn das ding IEEE 802.3ad LACP unterstützt, damit meine DS923+ endlich einen Vollwertigen Netzwerk-Bond erhält und so richtig die Sau rauslassen kann.

Preislich wenn möglich nicht gleich die abartigsten Enterprise-Modelle eher was für kleine Informatik-Auszubildende.

Nochmals kurz Zusammengefasst was der Router braucht:

  • XGS PON
  • 10Gbit WAN (RJ45 wäre top, SFP ist auch okay)
  • VLAN fähig
  • LACP
  • Preislich maximal 500 Franken, aber wirklich maximal das ist ist oberste Schmerzgrenze ^^

Ich hab auch schon in die Kompatibilitätsliste geschaut, als ich jedoch gemerkt habe, dass dieses Dokument nicht Kopierbar ist, bzw. der Text daraus, wollte ich mir die Folter gar nicht antun und jedes einzelne Modell abtippen um die Spezifikationen anzuschauen. Das PDF durch eine OCR software zu jagen war mir dann auch zu harzig…

Kennt ihr vielleicht einen Router der meinen Anforderungen entspricht oder nahe kommt?

Thx im voraus für die Feedbacks.

Also erstmal würde ich für einen schnellen und stabilen! Internetzugang die IB4 nehmen.

An deren 10GB-Port kannst du dann einen Router anschliessen, was das Herz begehrt. Ich kenne mich da mit deinen Anforderungen nicht so aus, aber z.B. Kollege @user109 würde dir vermutlich etwas vom Mikrotik empfehlen, mal schauen, obs da was gibt in deinem Budget….

https://mikrotik.com/products/group/ethernet-routers

….keep on rockin' 🤘🏼🤘🏼🤘🏼

Hi @Yoda420

10Gbit WAN (RJ45 wäre top, SFP ist auch okay)

Also hast du schon eine Bridge? XGS-PON ist ja Glas und RJ45 Kupfer, da muss irgendwo noch eine Optik dazwischen sein 😉.

Wenn du mit dem Durchsatz der IB zufrieden bist, ist das einfachste wie von @POGO 1104 empfohlen einfach einen Router/FW hinter diese zu setzen und mittels DMZ Mode allen inbound Traffic daran weiterzusenden.

Vorteile:

- Beim Basteln kannst du auch temporär vor deiner Infrastruktur testen, ob etwas funktioniert oder nicht (praktisch beim Troubleshooten)

- Wenn etwas nicht funktioniert, musst du nicht zuerst den Support überzeugen, dass es nicht deine Infra ist.

- Du kannst (falls vorhanden) beim Einrichten vom IGMP-Proxy für blue-tv rage-quitten und die TV-Boxen einfach in ein “Internetbox-VLAN” werfen.

- Die BBCS-equipment list kann dir egal sein und Swisscom darf sich um deinen CPE kümmern.

Nachteile:

- Double-NAT (Dank DMZ-Modus aber nur halb so schlimm)

- Eine Kiste mehr, die immer mitläuft und Strom braucht

- Du hast keine Kontrolle über dein CPE (Du weisst ja, wie viel man dort einstellen kann 😉)

Einige hier nutzen anstelle einer IB ein Nokia XS-010X-Q als Bridge vor dem eigenen Router. Dann kannst du nehmen, was du willst, die BBCS Proved Equipment List ist, was die Auswahl für XGS-PON betrifft nämlich eher dürftig.

Nun zum Router (z.B. für hinter der Nokia Bridge oder einer IB):

- MikroTik kann quasi alles. Dir sollte aber auch nach dem googeln von Winbox nicht schlecht werden - die UX ist eher gewöhnungsbedürftig. Der Vorteil bei MikroTik ist, dass viele der Geräte nicht nur routen, sondern auch switchen können, was für dein NAS Bedürfnis von Vorteil ist (du willst nicht 20 Gbit/s durch die CPU des Routers hauen - auch wenn ich bezweifle, dass dein NAS überhaupt so viel liefern kann.)

- Alternativ könnte dir evtl. auch eine pf/Opnsense Marke Eigenbau passen, da brauchst du aber garantiert einen zusätzlichen Switch. Evtl. könnte da der R86S Pro interessant sein - habe ich aber leider bisher nicht angefasst, da ich hier immer noch mit VDSL2 herumdümple.

LG

r00t

4b 65 69 6e 65 20 4d 61 63 68 74 20 64 65 72 20 6c 65 67 61 63 79 20 49 50 21

Erstmal danke @POGO 1104 für das schnelle Feedback.
In Anbetracht dass ich ja eine IB3 hab, bin ich dankbar für alle Erfahrungsberichte mit der neuen IB4.
Wenn die IB4 wirklich besser läuft als die 3er dann wäre es ein Upgrade Wert, denn die MikroTik Router kenne ich gut.
Die Bedienung per Konsole ist auch kein Problem und die Mikrotik Router bieten wirklich alles was ich bräuchte um zu basteln. Sowas wie ein MikroTik RB5009 wäre ganz toll.

Danke auch an dich @r00t für das schnelle Feedback.
Ich dachte zuerst an etwas in Richtung Integrated Service Router mit SFP Modul auf XGS-PON aber anscheinend geht das gar nicht oder habe ich da was falsch verstanden?

Bei der IB3 reicht mir der Durchsatz eigentlich schon in Hinsicht auf meinen Big-Tower.
Mein Aorus Z590 Pro AX Board hat genau einen 2.5Gbit Port und damit reize ich momentan die IB3 voll aus (Jedenfalls die RJ45 Ports der IB3).
Nur dass ich dann die Netzwerkkarte vom NAS nicht voll ausreizen kann, Theoretisch kann er 12 GB mit 3 Netzwerkadaptern jeweils 2×1GB und 1×10Gb wobei das nur mit NVME Lese-/Schreibcache sowie genug RAM funktioniert (Cache hab ich bereits 512GB Samsung Drive sollte reichen, RAM ist unterwegs). Da würde dann eure Idee mit der IB4 zum Zuge kommen oder mit einer Bridge.

DMZ wollte ich schon lange mal eine machen aber ich check noch nicht ganz wieso die IB3 dann alle Ports öffnet dann müsste ich am NAS doch extra nochmal die Firewall anstellen obwohl die doch schon an der IB3 läuft und eigentlich hab ich die DMZ ja dringend nötig, da mein NAS offen am Netz per DDNS und Portweiterleitung erreichbar ist.
Wenn auch nur die nötigen Ports aktiviert, strebe ich den wohligen Schutz einer DMZ an🙂)))
Selbstverständlich habe ich alle Ports geändert und keine Standard Ports genommen, sondern die dynamischen im Bereich ab 49K. Trotzdem bleibt immer ein unwohles Gefühl.
Vor allem wenn Polnische IP-Adressen versuchen via SSH Protokoll auf den NAS zuzugreifen…

Du hast erwähnt das einige ein: Nokia XS-010X-Q verwenden.
Ich habe nun nach ausgiebigem recherchieren gelesen, dass das Zyxel PM7300 auch auf der BBCS-Equipment-List steht. Das wäre also auch eine Möglichkeit.
Aber sowas wie ein Router mit einem direkten SFP+ Modul ans Swisscom Fiber netz gibt es also nicht wirklich?
Ich hätte mir sowas vorgestellt wie den MikroTik RB5009UPr+S+IN (mikrotik-store.eu) und dann eben direkt an die Glas-Buchse aber eben wenn die Swisscom sagt es wird nicht supportet, wäre es mir das Risiko noch wert.
Aber wenn das sowieso nicht kompatibel ist, dann binde ich den MikroTik einfach nach einer IB4 an, dann kann ich mir die Recherche über die SFP Module langsam ersparen🙂) Das mit dem Router und Switch ist eigentlich auch eine Anforderung deswegen will ich ungerne einfach eine “Router-Bridge” nutzen, sondern eigentlich einen switch fähigen Router direkt an die Swisscom Leitung anschliessen.

Hi @Yoda420

Ich dachte zuerst an etwas in Richtung Integrated Service Router mit SFP Modul auf XGS-PON aber anscheinend geht das gar nicht oder habe ich da was falsch verstanden?

Zitat Swisscom:

Please note: Only routers and modules certified by Swisscom can be connected to the new 10 Gbit/s technology (XGS-PON).

Die Liste kennst du ja bereits 😉. Und ich hätte bis jetzt kein SFP+ Modul gesehen, welches ohne den Hinweis “currently supported only <insert swisscomkiste>” auf XGS-PON zugelassen ist. @user109 bitte schreien, falls ich da jetzt gerade Mist erzählt habe.

Bei der IB3 reicht mir der Durchsatz eigentlich schon in Hinsicht auf meinen Big-Tower.
Mein Aorus Z590 Pro AX Board hat genau einen 2.5Gbit Port und damit reize ich momentan die IB3 voll aus.
Nur dass ich dann die Netzwerkkarte vom NAS nicht voll ausreizen kann, Theoretisch kann er 12 GB mit 3 Netzwerkadaptern jeweils 2×1GB und 1×10Gb wobei das nur mit NVME Lese-/Schreibcache sowie genug RAM funktioniert (Cache hab ich bereits 512GB Samsung Drive sollte reichen, RAM ist unterwegs). Da würde dann eure Idee mit der IB4 zum Zuge kommen oder mit einer Bridge.

Uh - also hast du einen Workload seitens WAN der mehr schaffen würde? Wenn es dir nur darum geht, den LAN-Speed zu erhöhen, dann bist du auf der Suche nach einem 10G Switch, an den du die Clients anschliesst. Dann geht der Traffic vom NAS zum PC direkt über den Switch, ohne Router (muss ja nichts geroutet werden)

DMZ wollte ich schon lange mal eine machen aber ich check noch nicht ganz wieso die IB3 dann alle Ports öffnet dann müsste ich am NAS doch extra nochmal die Firewall anstellen obwohl die doch schon an der IB3 läuft und eigentlich hab ich die DMZ ja dringend nötig, da mein NAS offen am Netz per DDNS und Portweiterleitung erreichbar ist.
Wenn auch nur die nötigen Ports aktiviert, strebe ich den wohligen Schutz einer DMZ an🙂)))
Selbstverständlich habe ich alle Ports geändert und keine Standard Ports genommen, sondern die dynamischen im Bereich ab 49K. Trotzdem bleibt immer ein unwohles Gefühl.
Vor allem wenn Polnische IP-Adressen versuchen via SSH Protokoll auf den NAS zuzugreifen…

ACHTUNG: der “DMZ” Modus isoliert dein Gerät nicht. Das Einzige, was der macht, ist jeglichen incoming Traffic, welcher nicht seine NAT-Table hittet an das definierte Gerät weiterleiten. Ich würde ihn eher als “Exposed Host” oder “Bastion Host im LAN” bezeichnen. Mit DMZ im Sinne von “Abschottung vom LAN” hat das (leider) nichts zu tun.

Dieser “bridge-mode-für-arme” ist geeignet für eine Firewall hinter der IB, damit du Portforwardings usw. nur einmal machen musst - aber völlig ungeeignet für ein NAS. Fürs NAS bitte nur die Ports öffnen, die du unbedingt brauchst. Ich persönlich nutze nur eine Portweiterleitung - nämlich die zu meinem WireGuard Server. So kannst du die potenzielle Angriffsfläche stark einschränken.

Du hast erwähnt das einige ein: Nokia XS-010X-Q verwenden.
Ich habe nun nach ausgiebigem recherchieren gelesen, dass das Zyxel PM7300 auch auf der BBCS-Equipment-List steht. Das wäre also auch eine Möglichkeit.
Aber sowas wie ein Router mit einem direkten SFP+ Modul ans Swisscom Fiber netz gibt es also nicht wirklich?

Also technisch gesehen ist ja jede IB und Fritzbox ein Router - also doch 😉. Aber du kannst nicht einfach ein SFP+ Modul in einen beliebigen Router schieben, das ist so.

Ich hätte mir sowas vorgestellt wie den MikroTik RB5009UPr+S+IN (mikrotik-store.eu) und dann eben direkt an die Glas-Buchse aber eben wenn die Swisscom sagt es wird nicht supportet, wäre es mir das Risiko noch wert.

Aber wenn das sowieso nicht kompatibel ist, dann binde ich den MikroTik einfach nach einer IB4 an, dann kann ich mir die Recherche über die SFP Module langsam ersparen🙂)

Ich denke, das ist die ideale Basis für dein Basteln - falls dir die IB nicht genügen sollte, hast du übrigens 14 Tage Rückgaberecht und kannst eine andere Lösung suchen. Und dann kannst du als erstes ja eine richtige DMZ für dein NAS konfigurieren 😉.

LG

r00t

4b 65 69 6e 65 20 4d 61 63 68 74 20 64 65 72 20 6c 65 67 61 63 79 20 49 50 21

Tolle Diskussion. Wertvolle Infos. Keine unnötigen Dogmen. 🥇

@Yoda420 Berichte uns unbedingt von deinen Erfahrungen mit deiner konkreten Umsetzung. 👍

-Andiroid

👽


@Yoda420 schrieb:

Erstmal danke @POGO 1104 für das schnelle Feedback.
In Anbetracht dass ich ja eine IB3 hab, bin ich dankbar für alle Erfahrungsberichte mit der neuen IB4.


Die IB4 ist eigentlich eine aufgebohrte IB3, nur dass sie einen eingebauten XGS-PON SFP hat, und dass sie einen 10GB LAN-Port hat. Softwaremässig gibts keine Unterschiede zwischen IB3 und IB4.

Aber so wie ich ober zwischen den Zeilen lese, reicht dir bei der IB3 der 2.5GB Port, dann kannst du gut bei der IB3 bleiben.

Nur wenn du WAN-seitig mehr als 2.5GBit “durchschieben” möchtest, brauchst du die IB4 und natürlich das Internet L Abo (und natürlich draussen im WWW einen Server, der mehr als 2.5GB/s Transferrate hat….)

….keep on rockin' 🤘🏼🤘🏼🤘🏼

@Yoda420 Mikrotik hat glaube ich ein SFP mit XGS-Pon, aber wird nicht von dem OLT (Huawei) in der Zentrale Swisscom nicht unterstützt.

Da die Daten von allen Teilnehmern am OLT geshared werden muss die SHA 256 Verschlüssellung funktionieren, sonst hast Du Probleme mit allen Anschlussteilnehmern am OLT.

Jede Teilnehmer Session ist SHA 256 Verschlüssellt.

Deshalb ist es wichtig das die Teile Zertifiziert sind vom BBBCS.

Ich würde Dir eine Nokia Bridge empfehlen zu verwenden.

Access pur ohne Gedöns.

Ich habe ein CRS326-24S+2Q+RM Zuhause mit Synology RS1619xs+ mit 2x Glas 10 Gbit/s Anbindung.

Bin sehr zufrieden mit dem Switch sehr flexibel einsetzbar entweder Cooper 10Gbit/s oder 10Gbit/s Fiber oder als Router. Dualboot fähig.

Mit AWS Knoten in Zürich schaffe ich mit dem NAS max. 1 Gbit/s.

Wenn ich mir für einige Tonnen pro Monat ein Direktaccess auf AWS einrichten lassen würde, wäre der Datendurchsatz auch bei 10 Gbit/s.

Hi @r00t.

Die Liste kennst du ja bereits 😉. Und ich hätte bis jetzt kein SFP+ Modul gesehen, welches ohne den Hinweis “currently supported only <insert swisscomkiste>” auf XGS-PON zugelassen ist. @user109 bitte schreien, falls ich da jetzt gerade Mist erzählt habe.


Ja die Liste bietet leider keine solche möglichkeit, ich müsste also wirklich die IB4 holen, wenn ich den 10GBit WAN-Port haben möchte.

Uh - also hast du einen Workload seitens WAN der mehr schaffen würde? Wenn es dir nur darum geht, den LAN-Speed zu erhöhen, dann bist du auf der Suche nach einem 10G Switch, an den du die Clients anschliesst. Dann geht der Traffic vom NAS zum PC direkt über den Switch, ohne Router (muss ja nichts geroutet werden)


Stimmt, jetzt fällt mir gerade auf dass ich ja gar kein Gerät besitze, dass von extern wirklich für einen Workload von 10GBit/s fähig wäre. Mein Lenovo Laptop läuft in der Regel Per WLAN und das brauche ich auch immer für die Berufsschule. Das ist momentan das Gerät welches von aussen her auf den NAS, den meisten Workload erzeugt.
Wenn das WLAN es zulässt dann kann ich meine System Image Backups mit ca. 500 MBit/s auf den NAS schaufeln und das ist Lichtjahre entfernt von 10GBit/s.
Und der Rest meiner Familie nutzt sowieso nur den NAS als Ablagebox, da würde schon 1GBit reichen.
Von aussen greifen höchstens ein Paar Smartphones zu…

Danke @r00t für den wertvollen Input, ich wäre wahrscheinlich selbst nicht drauf gekommen. 😄

Intern sieht das ganze dann wieder anders aus.
Da wird definitiv ein Switch benötigt, wäre es denn auch möglich nur mit einem Switch VLANs zu managen oder muss das ausdrücklich auch der Router können, damit es auch nach aussen funktioniert.

Also reicht mir vielleicht wirklich ein 10GBit Switch.

ACHTUNG: der “DMZ” Modus isoliert dein Gerät nicht. Das Einzige, was der macht, ist jeglichen incoming Traffic, welcher nicht seine NAT-Table hittet an das definierte Gerät weiterleiten. Ich würde ihn eher als “Exposed Host” oder “Bastion Host im LAN” bezeichnen. Mit DMZ im Sinne von “Abschottung vom LAN” hat das (leider) nichts zu tun.

Dieser “bridge-mode-für-arme” ist geeignet für eine Firewall hinter der IB, damit du Portforwardings usw. nur einmal machen musst - aber völlig ungeeignet für ein NAS. Fürs NAS bitte nur die Ports öffnen, die du unbedingt brauchst. Ich persönlich nutze nur eine Portweiterleitung - nämlich die zu meinem WireGuard Server. So kannst du die potenzielle Angriffsfläche stark einschränken.


Gott sei Dank hab ich das nie aktiviert sondern mache immer eine individuelle Portweiterleitung. 😎

Meinst du den Wireguard VPN? Ich bin ja ans offene Netz mit dem NAS, wegen dem extrem niedrigen Datendurchsatz mit dem VPN der IB4.

Also technisch gesehen ist ja jede IB und Fritzbox ein Router - also doch 😉. Aber du kannst nicht einfach ein SFP+ Modul in einen beliebigen Router schieben, das ist so.


Ja ich habe gehofft dass es da ne möglichkeit gäbe direkt so einen schicken Mikrotik anzubinden aber naja vielleicht kommt das ja irgendwann einmal. 🙏


@andiroid schrieb:

Tolle Diskussion. Wertvolle Infos. Keine unnötigen Dogmen. 🥇

@Yoda420 Berichte uns unbedingt von deinen Erfahrungen mit deiner konkreten Umsetzung. 👍

-Andiroid

👽


Absolut tolle Feedbacks und super Input. Ich werde auf jeden fall mein Setup dann Testen und die Ergebnisse und Erfahrungen hier im Thread teilen.


@POGO 1104 schrieb:


@Yoda420 schrieb:

Erstmal danke @POGO 1104 für das schnelle Feedback.
In Anbetracht dass ich ja eine IB3 hab, bin ich dankbar für alle Erfahrungsberichte mit der neuen IB4.


Die IB4 ist eigentlich eine aufgebohrte IB3, nur dass sie einen eingebauten XGS-PON SFP hat, und dass sie einen 10GB LAN-Port hat. Softwaremässig gibts keine Unterschiede zwischen IB3 und IB4.

Aber so wie ich ober zwischen den Zeilen lese, reicht dir bei der IB3 der 2.5GB Port, dann kannst du gut bei der IB3 bleiben.

Nur wenn du WAN-seitig mehr als 2.5GBit “durchschieben” möchtest, brauchst du die IB4 und natürlich das Internet L Abo (und natürlich draussen im WWW einen Server, der mehr als 2.5GB/s Transferrate hat….)


Bis jetzt brauch ich von aussen her höchstens ein halbes Gigabit… Wird nur mein Laptop auf den NAS gesichert und der Netzwerkadapter von meinem Lenovo L13 ist Lichtjahre von 10GBits entfernt. Ich merke immer mehr dass ich gar keinen 10GBit WAN Port brauche da ja von aussen her gar nicht mehr als 1Gbit ins Interne Netzwerk kommt.


@Yoda420 Mikrotik hat glaube ich ein SFP mit XGS-Pon, aber wird nicht von dem OLT (Huawei) in der Zentrale Swisscom nicht unterstützt.

Da die Daten von allen Teilnehmern am OLT geshared werden muss die SHA 256 Verschlüssellung funktionieren, sonst hast Du Probleme mit allen Anschlussteilnehmern am OLT.

Jede Teilnehmer Session ist SHA 256 Verschlüssellt.

Deshalb ist es wichtig das die Teile Zertifiziert sind vom BBBCS.


Genial aber wie funktioniert das mit der Adressierung woher weiss der ISP welchen Router er ansteuern muss wenn wir uns ja auch die IPs teilen, Passiert das mit der MAC Adresse Theoretisch ist mann ja dann in einem Netz vom ISP mit der externen IP? Fragen über Fragen… 😅

Ich würde Dir eine Nokia Bridge empfehlen zu verwenden.

Access pur ohne Gedöns.

Ich habe ein CRS326-24S+2Q+RM Zuhause mit Synology RS1619xs+ mit 2x Glas 10 Gbit/s Anbindung.

Bin sehr zufrieden mit dem Switch sehr flexibel einsetzbar entweder Cooper 10Gbit/s oder 10Gbit/s Fiber oder als Router. Dualboot fähig.


Genau an sowas habe ich gedacht: CRS326-24S+2Q+RM nur eben zuerst in Richtung Router.
Ich habe aber nun realisiert dass ich wirklich nur den Switch benötige um immerhin im Internen Netz den vollen Speed zu erreichen. Von aussen her sichere ich ja nur meinen Laptop per WLAN, da sind 10GBits schon etwas überdimensioniert.


Mit AWS Knoten ins Zürich schaffe ich mit dem NAS max. 1 Gbit/s.

Wenn ich mir für einige Tonnen ein Direktaccess auf AWS einrichten lassen würde, wäre der Datendurchsatz auch bei 10 Gbit/s.


Mannnooo, mannnnn, ich brauch also nicht mal ein 10Gbit Glasfaser Abo.
Ich möchte eher im internen Netz, wirklich den vollen Speed nutzen mit meinem Windows Test Server und meinem Workstation-Tower.

@user109 @POGO 1104 @andiroid @r00t

Danke Leute für die wertvollen Feedbacks.

Ich werde mir wahrscheinlich vorerst einen MikroTik Router/Switch holen und dann sehen ob ich überhaupt den 10GBit-Port der IB4 benötige. Ich gehe aber aufgrund der Faktenlage davon aus dass ich die IB4/Fremdrouter definitiv nicht benötigen werde.

LG
Yoda

@Yoda420 wenn Du wissen willst wie XGS-PON funktioniert gibt es ein 200 seitiges Dokument von der ITU, weiss aber nicht mehr wo hier in diesem Forum.

Ich hab’s gefunden siehe Link unten:

https://community.swisscom.ch/t5/Internet-allgemein/XGS-PON-Glasfaser-Wie-funktioniert-die-Rationierung/td-p/772106

Nur so viel:

IP’s werden nicht geshared, ich glaube das die ONT (XGS-PON Clients) eine ID am Splitter (Wellenlängen- multiplex) haben und an Hand von ID und SHA 256 Verschlüsselung die Session zu einander am OLT (Server (Internetmaschine)) zu geordnet werden können. Keine Session hat Vorrang, sondern die werden im Sessions Time Schlitzverfahren nach Backbone Bandbreite abgearbeitet. Die OLT sind mit Maximal 2× 10 Gbit/s angebunden.

Es werden dort maximal 64 Teilnehmer Pro Port angeschlossen.

Eine Portkarte hat so 16 Ports.

Wie Du siehst ist XGS-PON eine sehr hochkomplexe Technologie, deshalb muss auch alles zueinander passen.

Auch wenn der Freddy (Fiber7(Nerd ISP)) 40 Gbit/s anbietet, wirst Du kaum eine Anbindung im Web finden die das unterstützen tut.

Der Speed-Test Server zeigt Dir immer schön brav den gebuchten Speed an, nur was kann ich damit Anfangen???

Ist genauso als würdest Du mit dem Lambo in einer 30-Zohne Fahren und dich Bewundern alle, was für ein tolles Auto Du hast und Du freust dich das Du es hast. Einen Praktischen nutzen hast Du aber nicht.

Es sei denn man macht den Ischias Griff für einige Tonnen pro Monat.

Ein typisches Henne Ei Problem.

Als 1 Gbit/s Fiber eingeführt wurde, gab es auch kaum Anbindungen die schneller waren als 200 Mbit/s.

Hi @user109

@Yoda420 wenn Du wissen willst wie XGS-PON funktioniert gibt es ein 200 seitiges Dokument von der ITU, weiss aber nicht mehr wo hier in diesem Forum.

Ich hab’s gefunden siehe Link unten:

https://community.swisscom.ch/t5/Internet-allgemein/XGS-PON-Glasfaser-Wie-funktioniert-die-Rationierung/td-p/772106


Vielen Dank für das raussuchen des Papers.
Werde ich mir dankbar anschauen, nimmt mich echt wunder wie das funktioniert.


Nur so viel:

IP’s werden nicht geshared, ich glaube das die ONT (XGS-PON Clients) eine ID am Splitter (Wellenlängen- multiplex) haben und an Hand von ID und SHA 256 Verschlüsselung die Session zu einander am OLT (Server (Internetmaschine)) zu geordnet werden können. Keine Session hat Vorrang, sondern die werden im Sessions Time Schlitzverfahren nach Backbone Bandbreite abgearbeitet. Die OLT sind mit Maximal 2× 10 Gbit/s angebunden.

Es werden dort maximal 64 Teilnehmer Pro Port angeschlossen.

Eine Portkarte hat so 16 Ports.

Wie Du siehst ist XGS-PON eine sehr hochkomplexe Technologie, deshalb muss auch alles zueinander passen.

Ja ich wahr wohl komplett auf dem Holzweg mit meiner Annahme, ich wusste gar nicht, dass da dermassen eine Komplexität dahinter steckt.
Gut ist ja auch kein Wunder wenn man bedenkt was da an Daten hin und her geschoben werden müssen, bei der Anzahl Teilnehmer im Netzwerk…


Auch wenn der Freddy (Fiber7(Nerd ISP)) 40 Gbit/s anbietet, wirst Du kaum eine Anbindung im Web finden die das unterstützen tut.

Der Speed-Test Server zeigt Dir immer schön brav den gebuchten Speed an, nur was kann ich damit Anfangen???

Ist genauso als würdest Du mit dem Lambo in einer 30-Zohne Fahren und dich Bewundern alle, was für ein tolles Auto Du hast und Du freust dich das Du es hast. Einen Praktischen nutzen hast Du aber nicht.

Das ist genau meine Zielsetzung, mein Netzwerk so auszubauen das es optimiert ist, das Beispiel mit dem Lambo, entspricht absolut meiner Situation.
Ich habe mein 10GB Fiber Abo.
Das Abo ist toll, fühlt sich auch gut an und beim Speedtest erscheint genau der erwartete Durchsatz, von Praktischer Anwendung der abonnierten Kapazität jedoch ist hier keine Rede.

Es sei denn man macht den Ischias Griff für einige Tonnen pro Monat.

Ein typisches Henne Ei Problem.

Als 1 Gbit/s Fiber eingeführt wurde, gab es auch kaum Anbindungen die schneller waren als 200 Mbit/s.


Der Ischiasgriff ist mir dann doch zu gross dimensioniert, für mein Heimanwendungsszenario… 😉
Aber die Vorstellung ist schon sehr verlockend. Mit dem Ischiasgriff meinst du doch bestimmt den Fixen Anschluss oder? ^^

In diesem Sinne besten Dank für den Input und dir noch eine ganz angenehme Woche. 😊

LG
Yoda

@user109

Was zum Geier ist denn Direct Connect von AWS?
Das klingt als ob der gesamte traffic dann vom ISP direkt an den Kunden geroutet wird… Heillige Maroni wieder Dokumentationen wälzen🙌

@Yoda420 da musst Du dich schon mit dem AWS Dienst auseinandersetzen.

(Ich habe den verlinkten Kurs gemacht, echt super erklärt).

oder Gratis über Youtube.

AWS ist kein ISP sondern ein Cloud Dienst von Amazon.

Standleitung ISP-> AWS-Zone.

Mit dem S3 Service kannst Du Backup’s in die AWS Cloud laden.

Nur mit einer direkten Leitung zum AWS Rechenzentrum kannst Du die garantieren Access Geschwindigkeiten erreichen.

Bei einer Internetverbindung kann keiner sagen wie deine Verbindung aufgebaut wird über welche AS (Router) und wo sie stehen und welche Bandbreite sie zur Verfügung stellen.

Deshalb ist eine Standleitung die beste Methode für geringe Latenz und garantierte Bandbreite und Sicherheit.

Deswegen ist sie auch so exorbitant teuer.

Reicht dafür Dein monatliches Taschengeld 🤣? Alla Ischias Griff.😂