Gleudu
Den Einfluss der Anzahl Clients in Deinem Netz auf die Stabilität der Swisscom Hard- und Firmware solltest Du nicht unterschätzen.
Denn neben dem theoretischen Limit des DHCP-Servers einer Swisscom Internet-Box von maximal 253 frei verteilbaren IP-Adressen gibt es noch einige andere nicht offiziell offen kommunizierte technische Limiten, welche zu Engpässen und eventuell auch zu Systemabstürzen abhängig von der Anzahl Clients führen könnten.
Eine wichtige Rolle dabei spielen auch die in der Swisscom Hardware verwendeten Broadcom-Consumer-SOC‘s, welche dann schon rein Hardware-bedingt, die WLAN-Treiber auf maximal 32 oder 64 parallele WLAN-Clients pro WLAN-Radio beschränken.
Eine der Folgen davon ist, dass z. B. auf dem 2.4 GHz WLAN-Band einer IB5 Pro oder einer WLAN-Box 5 nur maximal 64 WLAN-Clients überhaupt bedient werden können.
Was genau beim 65. Client auf einem WLAN-Band dann passiert, weiss ich nicht, denn vielleicht kriegt er einfach gar keine Verbindung mehr, oder vielleicht forciert das auch einen Absturz, ebenso wenig ist klar inwieweit da das neue MLO-Feature von WiFi 7 (parallele Anmeldung von Geräten gleichzeitig an 2 WLAN-Bändern) diese maximalen Client-Zahlen auch noch beeinflussen könnten.
Meine Empfehlung wäre:
Falls sich ein Stabilitätsproblem im Netz einer Internet-Box, welches mehr als 50 Clients umfasst, nicht klar zuordnen und innert nützlicher Frist auch lösen lässt, sollte man zumindest das WLAN-Thema ausserhalb der Swisscom-Hardware lösen.
Bezogen auf die nicht grosszügigen Limiten der Broadcom-WLAN-Treiber, welche bei sehr vielen IoT-Geräten doch noch recht schnell zum Problem werden können, sind z. B. Qualcomm-SOC‘s, wie sie unter anderem in der UniFi-Hardware verbaut werden, eine sehr gute Alternative, denn deren WLAN-Fähigkeit wird sogar mit der Anzahl von möglichen Clients von >= 300 aktiv beworben.