gian WINGO ist ein eingeschränktes Günstig-Angebot von Swisscom. So sehen die Internetboxen zwar gleich aus, haben aber eine eigene Firmware, die weniger Funktionen hat. Genau deshalb ist WINGO auch günstiger als Swisscom. Ich würde mich verar….t vorkommen, wenn WINGO dasselbe bieten würde wie Swisscom.
Einverstanden, WINGO bietet dem Kunden ein reines Internet- Angebot ohne Extras.
Swisscom (Blue Internet) bietet dem Kunden ein Internet- Angebot mit umfassenden Zusatz- Dienstleistungen an (z.B. kostenlose Bluewin- E-Mail Adressse, 10 GB myCoud Speicher, MyScurity App inkl. Passwortmanager usw.) sowie modernerer Hardware (Internet Box 5 ist z.B. bereits Wi-Fi 7 fähig, die von Wingo ist eine Internet Box 4 mit anderer Firmware). Weiter unterscheidet sich Wingo gegenüber Swisscom mit den verfügbaren Vertriebskanälen (bei Wingo erledigt der Kunde alles online selber), sowie den Kontakt- Kanälen (keine physischen Shops als Anlaufstelle, Hotline nicht kostenlos und auch nicht, wie bei Swisscom, 7×24 verfügbar).
Aus meiner Sicht, sind genau das die Unterschiede. Auf die Grundinfrastruktur darf das aber keinen Einfluss haben!
Ich sehe dies etwa ähnlich wie im Bahnverkehr: Das schweizerische Normalspurnetz ist im Besitz verschiedener Bahnunternehmen, während der grösste Teil den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gehört, gibt es auch Strecken, welche der BLS, der SOB oder anderen kleineren Gesellschaften gehören.
Während der Netzeigentümer für den Bau und Unterhalt verantwortlich ist, kann es sein, dass die Strecke von einer anderen Gesellschaft, oder sogar von mehreren befahren wird. So gibt es z.B. Strecken deren Infrastruktur zwar den SBB gehört, aber der Fahrbetrieb auf einem spezifischen Streckenabschnitt jedoch ausschliesslich durch die BLS stattfindet.
Ist nun auf diesem Streckenabschnitt ein Gleisschaden oder sonst was zu beklagen, kann die SBB auch nicht sagen: Auf dieser Strecke ist es halt ein Günstig- Angebot, wie reparieren es, aber nur halbherzig.
So ist es auch bei der Telekommunikations- Infrastruktur, die Stabilität des Netzes muss gewährleistet sein, egal welcher Anbieter gerade die Leitungen nutzt.
Klar, Wingo ist ein Günstig-Angebot mit Einschränkungen ggü. dem Swisscom- Angebot, aber die Grundfunktion muss in jedem Fall gewährleistet sein.
So sehe ich das, denn auch mit Wingo verdient Swisscom Geld. Da man in gewissen Bereichen Kosten einsparen kann (Marketing, Support etc.), sind auch die Selbstkosten geringer, weshalb man auf dem Markt tiefe Preise anbieten kann, welche teil sogar unter denen der klassischen Günstig- Anbieter wie z.B. Sunrise liegen.
Aber in meinem Fall sehe ich, wo der Fehler liegt: “Zu viele Köche verderben den Brei” (Kunde -> Telebox, danach Teleboy -> iWay und danach iWay -> Swisscom). Am alten Wohnort hatte ich das Glück, eine “saubere” Leistung zu haben und habe den Support gar nie gebraucht.