rolfr Damit ich die WLAN Box und das Netzteil ideal platzieren kann, bräuchte ich ein 1m Verlängerungskabel
Das ist ein Schwachstromverlängerungskabel mit relativ dünnen Leitern und 2.0 Meter lang. Transportiert werden da 12V/max. 2,5A (vom Netzteil). Wenn ich annehme, dass die beiden Litzen max. 0,25 mm2 haben, kommen beim Stecker noch 11.29 V DC an. Würde man dieses Kabel z.B. um 5 m erweitern (mit denselben Querschnitten) sind das insgesamt 7.0 m', das heisst, da kämen gerade noch 9.52 Volt raus. Ob das dann noch reicht, einen problemlosen Betrieb der WLAN-BOX 5 hinzukriegen ist fraglich.
Wollte man den Spannungsabfall so wie am Ende des 2 m' langen Kabels haben, müsste die Verlängerung ca. 2x 2.5 mm2 Querschnitt haben und es kämen dann noch 11.11V DC raus, was reichen sollte.
Anstelle dieses dicken Kabels von 5 m, nimmt man dann doch besser ein normales 230V Verlängerungskabel von 7 oder auch mehr Metern. Mit Litzen von 0,75 mm2 beträgt der Spanungsverlust nur 0.36%, was vom Netzteil problemlos kompensiert wird. Auch gibt es so keine Bastelei.
Fazit: Nicht das Schwachstromkabel mit basteln verlängern sondern ein normales 230V Netzkabel verwenden und das Netzteil dann irgendwo hinter oder in der Nähe der WLAN Box 5 verstecken. So wird die WB5 auch zuverlässig funktionieren.
Leider wissen viele Menschen über Kabelquerschnitte für Schwachstrom und Gleichstrom zu wenig. Das wird halt in der Schule nicht unterrichtet, obwohl da ein Grundwissen viel zur Sicherheit von Mensch und Gut beitragen würde. Viele Brände hätten damit schon vermieden werden können.
Schwachstrom braucht stärkere Querschnitte und wenn man diese nicht berechnen will, kann es gefährlich werden. So kann eine nicht sehr lange 0,14 mm2 Doppellitze, die bis 20V und 4-6A liefern soll, bei einem Kurzschluss schnell sehr heiss werden, die Kunststoffisolierung zu schmoren beginnen und wenn dann noch brennbares Material darauf liegt, die Feuerwehr zum Einsatz kommen. Diesen Effekt des heissen Drahtes nutzt man z.B. zum Schneiden von Styropor usw. in entsprechenden Geräten.
Ich habe viele hundert Meter Schwachstromkabel unter meiner Modellbahnanlage verbaut und bei allen Kabeln habe ich die Querschnitte mit der Android-App "Electrodoc Pro" genau berechnet. Darum sind auch bei Kurzschluss keine Kabel verschmort, weil die schnellen Kurzschlusssicherungen in den Boostern dank den dicken Leitungen sofort abschalten. Bei dünnen Litzen würden sie nicht mehr abschalten, weil sie mit dem Aufheizen der Drähte kein Problem haben, weil dazu die 6A reichen und kein Kurzschluss erkannt wird.
N.B: Ich war in meinem Berufsleben weder Elektriker/Elektroniker noch IT-Fachmann sondern auf einem ganz anderen Gebiet tätig (Architektur/Projektleitung). Das "elektrische/elektronische" habe ich mir in den letzten 60 Jahren selbst angeeignet, weil es mich immer sehr interessiert hat (auch IT). Mein erstes elektronisches Projekt war ein aus Bausätzen selbst zusammengelötetes Stereo-Mischpult im Jahr 1972, mit welchem ich einige noch heute gut klingende Tonaufnahmen von Konzerten gemacht habe (da staune ich selbst immer wieder, was man damals mit einem Mischpult und einem grossen Sony-Kassettendeck (Hochzeitsgeschenk vom Götti) bereits erreichen konnte).