da hast du natürlich recht
btw. känft Google da schon lange mit dran…
etc.
Aber da hat sich auc h noch nicht viel getran. Selbst Google kann da nicht scheinbar nicht viel bewegen.
Das, was Swisscom machen möchte ist im Prinzip das Gleiche. Nur fehlt wahrscheinlich die Schnittstelle zu Google?
@marcus@ schrieb:
[…] Das, was Swisscom machen möchte ist im Prinzip das Gleiche. Nur fehlt wahrscheinlich die Schnittstelle zu Google?
Im Gegensatz zu WhatsApp & Co. ist RCS ein Mobilfunkstandard, der von allen Beteiligten gleichermassen eingehalten werden muss, dh. es braucht keine Schnittstelle zwischen Swisscom und Google oder sonst irgendjemand - alle sprechen dieselbe Sprache. Eigentlich ja toll. Das Problem daran ist die bewusst nicht implementierte E2E-Verschlüsselung. Nicht nur Amnesty International findet das bedenklich. Würde dem Kundenbedürfnis nach vertraulicher Kommunikation Rechnung getragen, könnte ich vielleicht sogar zu einem der glühendsten Anhänger von RCS werden. Ansonsten wünsche ich mir mit tiefster Inbrunst, dass die Technik zum üblen Rohrkrepierer wird. Die Vorgeschichte des Standards lässt letzteres ja durchaus möglich erscheinen.
Have you tried turning it off and on again?
T-Mobile USA und Sprint bieten es auch an: https://www.engadget.com/2018/06/30/t-mobile-universal-rcs-support/
Mal ganz ehrlich was interessiert einen normal Kunden?
Er vergleicht es zwangsläufig mit dem bestehenden, allem voran mit WhatsAPP.
Vorteil von RSC, es ist ein Standard und es braucht keine App jeder kann erreicht werden. Nur leider ist dies nur theoretisch, denn Apple hat es nicht im standart und benötigt dann wieder ein App. Zudem machen nicht alle Mobilanbieter mit.
Fazit es sind bei der markherrschenden Stellung von Whatsapp weniger mit RSC erreichbar als mit Whatsapp.
Nachteil von RSC es ist nicht verschlüsselt, ich denke das ist dann beriets der Tod. Wer wird dann schon wechseln der bereits eine App hat die verschlüselt ist und wirklich fast jeder auf seinem Handy hat. Weiterer Nachteil die Möglichkeiten von RSC hinken hinter dem von WhatApp bietet weit hinterher.
Nun ist bekannt, dass es für einen Wechsel auf etwas anderes wesentlich mehr braucht als für das halten bestehender User. Damit kann sich jeder selbst die Chanchen abschätzen.
Hallo @SamuelD
Wann wird dann RCS bei Swisscom eingeführt? Herbst oder eher Winter 2018? Ich hoffe ihr seid schon fleissig am testen.
Hier noch meine 2 Cents zu den Kritikpunkten Verschlüsselung und iOS:
Verschlüsselung:
Natürlich ist es schade, dass es keine End-to-End Verschlüsselung gibt. Das Thema ist aber stark überbewertet. Wie oben erwähnt sind die Daten zwischen Device und Provider verschlüsselt. Wer von den Usern hat von der fehlenden End-to-End Verschlüsselung einen Nachteil? Wenn wir ehrlich sind praktisch niemand! Ihr seid für den Staat weniger interessant als ihr glaubt. Zudem waren WhatsApp Nachrichten jahrelang nicht End-to-End verschlüsselt und praktisch alle haben trotzdem fleissig Nachrichten hin und her gesendet. Nun, Personen welche für sich die End-to-End Verschlüsselung extrem, wirklich extrem hoch gewichten sind nicht zu überzeugen, das ist mir klar. Ich frage mich einfach, ob dann eine Dienstleistung des Facebook-Konzern die richtige Lösung ist.
iOS:
Apple wird RCS unterstützen aus mehreren Gründen:
1. Sie haben nicht in allen Ländern einen relativ hohen Marktanteil.
2. Wenn RCS auf praktisch allen Android-Geräten etabliert ist unterhalten die Telcos das relativ teure SMS System als Fall Back System praktisch exklusiv für Apple.
3. Es ist nicht Apple vs. andere Smartphone Hersteller sondern Apple+Google+Microsoft vs. Facebook.
4. In den USA wird SMS deutlich häufiger genutzt als WhatsApp.
5. Apple hat nie gesagt, dass sie RCS nicht unterstützen werden. Wenn wir ehrlich sind, sind sie aber auch nicht unter Druck RCS jetzt schon einzuführen. Ich schätze Ende 2019 oder anfangs 2020 was aber in der Smartphone-Welt Ewigkeiten sind.
6. Apple hat dutzende andere und bessere Moats als iMessage und kann ja immer noch mit dem “Vorteil” werben, dass zwischen Apple Devices die Nachrichten End-to-End verschlüsselt sind.
Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Beitrag gegen 1 Million Community-Regeln verstossen haben sollte. Ich bin Novice.
LG Rex
Hallo Rextado, zu einer potentiellen Einführung von RCS können wir derzeit leider keine Auskunft geben. Wir informieren sobald wir mehr wissen. Liebe Grüsse, Nina
Apropos WhatsApp und aus dem Hause Facebook.
Verschlüsselung. So erfreulich der WhatsApp-Verschlüsselungs-Vorstoß grundsätzlich ist, sollte man nicht vergessen, dass es noch immer um eine Chat-App aus dem Hause Facebook geht, die mittlerweile wieder kostenlos und seit jeher werbefrei ist. Die Betreiber haben also sehr wohl ein Interesse an den Nutzerdaten.
Konkret liest WhatsApp die Nummern Ihrer Kontakte auf dem Telefon und fügt sie automatisch zur WhatsApp-Kontaktliste hinzu. Zudem müssen der App bei der Installation weitrechende Rechte auf dem Smartphone erteilt werden.
Die Verschlüsselung, die WhatsApp nun einsetzt, gilt als sicher - sie stammt von Open Whisper Systems, der Firma, die auch die von NSA-Whistleblower Edward Snowden empfohlene Chat-App Signal verantwortet.
Anders als Signal ist WhatsApp aber keine Open-Source-Software. Das bedeutet: Nicht jeder kann den Code einsehen und darin etwa nach Hintertüren oder Kryptographie-Fehlern suchen. Ein Stück weit muss man also darauf vertrauen, dass WhatsApp und dessen Mutterkonzern Facebook die Verschlüsselung korrekt und ohne Ausnahmen anwenden und dass es keine Sicherheitslücken gibt, über die sie ausgehebelt werden kann.
Für Geheimdienste sind Metadaten oft sowieso die wertvolleren Daten: Mit ihnen lassen sich beispielsweise Kommunikations-Netzwerke aufdecken - und WhatsApp-Gruppen machen es besonders leicht, herauszufinden, wer mit wem in Verbindung steht.
Es haben alle Carrier auf der Welt das gleiche Problem, es stehen grosse Investitionen in die Netze (früher Bandbreite im Fixnet, heute 5G) an, gleichzeitig wird weniger Gewinn erziehlt, da die Preise sinken (Flatrate) und proprietäre Services genutzt werden, an denen die Carrier nichts verdienen. Es versteht sich, dass Swisscom versucht Dienste anzubieten, die uns Kunden von den Gratisservices von Threema, WhatsApp etc. weg bringen. Das Ganze hat nur ein paar Denkfehler. Erstens bieten diese Services den Endkunden keinen Zusatznutzen, welcher sie zum wechseln veranlassen. Zweitens werden solche Dienste kaum Gratis sein, da wird versucht eine neue Cashcow, wie es SMS und Voiceminuten waren, aufzubauen. Wer den RCS nicht nutzen will, kann ihn übrigens auch auf dem Smartphone deaktivieren, der Vorteil ist, dass keine ungewollte Kosten entstehen, in vielen Fällen sinkt auch der Akkuverbrauch.
Zum Thema “Das Ganze hat ein paar Denkfehler.”:
Der grösste Denkfehler liegt bei den geiz-ist-geilen Konsumenten, die immer mehr Leistung für immer weniger Geld wollen, selbst aber dennoch immer mehr Lohn fordern.
Diese Rechnung geht aber langfristig nicht auf d.h. die Provider werden früher oder später die Preise wieder erhöhen müssen und bei Leistung, Qualität, Service und den Investitionen sparen und Leute entlassen, was dann wieder auf Kosten der Allgemeinheit geht.
Richtig, hat aber nicht nur bei den Konsumenten ihren Ursprung. Die beiden grössten Festnetz Carrier in der CH haben da kräftig mitgeholfen. Wir erinnern uns kurz, in der Vergangenheit war das Businessmodell, Bandbreiten für den Internetzugang zu hohen Preisen zu verkaufen und seinen Kunden gleichzeit die Applikation dazu, damals wurde sehr gut verdient, um der steigende Nachfrage begegnen zu können wurde in neue Technologien investiert und mit den neuen Abonnenten konnte das dann auch bei guten Margen finanziert werden. Irgendwann merkte man, dass bei steigender Verfügbarkeit der Bandbreite und mehr Netzanbieter der Preis sinken muss, wobei der Case mit steigender Kundenzahl auch aufgehen sollte, weil jeder immer mehr Bandbreite beziehen sollte. Leider hat das nicht funktioniert, bei 20-40 Mbps konnten alle Kunden ihr TV in HD schauen, gleichzeitig im Internet surfen und das reicht für 98% der User noch heute. Die Fehleinschätzung beruht darauf, dass Carrier weiter in das Netz investiert haben um immer höhere Bandbreiten erreichen zu können, welche aber de facto keiner braucht. Das FTTH Programm der Swisscom ist dafür ein gutes Beispiel, 2010 hatte man noch gesagt, jedes Gebäude in der CH werde mit Glasfaser erschlossen, der Kunde brauche die Bandbreiten und werde dafür bezahlen. Fakt ist aber, 98% aller Haushalte nutzen das Angebot mit der geringsten verfügbaren Bandbreite und nur 1% der Kunden die 1Gbps über ein Glasfaseranschluss in ihrer Wohnung verfügbar haben, nutzen dieses auch.
Mir ist absolut klar, dass es für Carrier eine schwierige Situation ist, nur helfen solche untauglichen Versuche wie eine etablierung von RSC den Anbietern auch nicht, weil kein Kunde einen Dienst kauft, wenn er schon lange einen etablierten “Gratisservice” nutzen kann. Die Zukunft wird so ausschauen, dass man entweder die Infrastruktur zur Verfügung stellt, oder man hat eine gute Applikation die man als OTT Service verkaufen kann.
Das Thema ist ja in allen Medien. Ich hoffe sehr, dass sich das nun durchsetzt und alle Anbieter und insbesondere Apple diesen Standard implementieren.
Es wird Zeit, gibt es eine Alternative zum Facebook Konzern.
Bin gespannt, ob Apple an der WWDC etwas kommuniziert.
Welchen denn zum Beispiel? Die letzten Newsmeldungen die ich dazu gefunden habe sind knapp ein Jahr alt. Von daher habe ich eigentlich eher den Eindruck, dass sich meine Hoffnungen auf klägliches Scheitern dieses Datenschutzdesasters gerade vollumfänglich erfüllen…
Have you tried turning it off and on again?
Es gibt bereits diverse Alternativen zu den Facebook Produkten, leider setzen sich diese auch nicht durch. Für mich wäre die einzige Möglichkeit, dass die Carrier RCS vollständig kosten- und werbefrei anbieten.
Hier ist ein Artikel aus dem Tagesanzeiger.
https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5cba1ac7ab5c377bdd000001
Ob der Dienst für Privatkunden kostenlos sein wird, dazu muss Swisscom den Tatbeweis erst noch erbringen. Bei Geschäftskunden sehe ich keinen Markt, wenn nichts schlaueres als das Pilotprojekt von Visilab kommt und es muss bei allen Carriern und auf jedem Smartphone laufen.
Die Ratlosigkeit ist jedenfalls spürbar, wenn grosse Telcos wie Swisscom auf so einen Dienst RCS setzen…schauen wir mal.
Warten wir mal ab, ob Apple RCS diesen Sommer einführt. Solange RCS nicht standartmässig in die Nachrichten App implementiert wird (analog iMessage mit Fallback SMS) und dann auf allen Geärten funktioniert (iPad, Mac) hat das eh keine Chance. Ich möchte auf alle diesen Geräten chatten können und nicht wieder eine neue App laden müssen.
Aber es gibt ja Gerüchte, dass dies geschehen wird:
Apple baut den SMS-Nachfolgers RCS möglicherweise in iMessage ein
Wahrscheinlich wird Apple das Protokoll so anpassen/ändern, dass es nur auf iOS funktioniert.
Sonst wäre Apple nicht Apple.
@marcus schrieb:
Wahrscheinlich wird Apple das Protokoll so anpassen/ändern, dass es nur auf iOS funktioniert.
Sonst wäre Apple nicht Apple.
Persönlich glaube (hoffe) ich, dass wenn Apple RCS implementiert wird, es offen sein wird. Es gibt ja bereits iMessage (inkl. Business Chat), welches nur im Apple Ecosystem funktioniert, da würde es ja keinen Sinn machen, nochmals etwas geschlossenes einzuführen. Aber wie du sagst, bei Apple weiss man ja nie…
Hier noch eine spannende Folien: