Die SIM-Karte wird abgelöst

Die SIM-Karte wird abgelöst

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Die SIM-Karte wird abgelöst

 

Die neuste Apple Watch, die Smartwatch G2 von Samsung und diverse Tablets und Windows-Notebooks haben sie bereits: die eSIM. Swisscom gehört weltweit zu den ersten Anbietern, die die integrierte SIM unterstützen. Hier liest du, was die eSIM alles kann und ihre Vorteile sind.

 

 

Sie ist gerade einmal so gross wie ein Fingernagel und trotzdem läuft heute ohne sie nichts auf deinem Handy: Die SIM-Karte. „SIM“ steht für „Subscriber Identity Module“ und ist eine Chipkarte, die den Zugang zum Netzbetreiber, wie beispielsweise Swisscom, ermöglicht. Konkret lädt Swisscom das Profil eines Kunden, also Informationen zum Abo, die Rufnummer etc., auf die SIM-Karte. Diese Karte wird dann in das Handy in Form einer Mini-, Micro- oder Nano-SIM-Karte eingelegt. Noch.

 

Die "eingebettete" SIM

 

Nun steht der herkömmlichen SIM-Karte ein baldiges Ende bevor. Die Technik macht es inzwischen möglich das Kunden-Profil auch nachträglich auf die SIM zu laden. Somit braucht es keine externe SIM-Karte mehr. Die SIM wird direkt in das Gerät als sogenannte eSIM eingebaut. Das "e" steht für "embedded" – also eingebettet. Der Netzbetreiber lädt das Profil direkt auf die eSIM und der physische SIM-Karten Austausch bei einem Anbieterwechsel wird dadurch hinfällig. Ebenso gehört das Bestellen, Herausbrechen, Anpassen oder Ersetzen einer SIM-Karte bald der Vergangenheit an.

 

Auch kleinste Geräte kommunizieren

 

Mit der neuen eSIM können auch kleine Geräte wie Smartwatches, Brillen oder Fitness-Armbänder im Netz betrieben werden. Damit werden diese Geräte eigenständig und können auch ohne Smartphone kommunizieren. Das geht heute beispielsweise schon mit der Apple Watch Series 3. Diese kann vieles, was das iPhone auch kann: So etwa Telefonieren oder Nachrichten empfangen. Alles, was das kleine Display mit sich machen lässt. Das kann beispielsweise beim Sport sehr nützlich sein. Du kannst dein Smartphone zuhause lassen und bist trotzdem erreichbar.

 

 

Für Smartphones kommt eSIM später

 

Für Smartphones wird die SIM-Karte aber noch nicht sofort abgelöst. Experten erwarten die ersten Handys mit einer eSIM frühestens in einem Jahr. Bis dahin bleibt das Herzstück deines Handys in physischer Form bestehen.

 

 

Die eSIM als Schlüssel für das Internet der Dinge

 

Bereits heute sind Millionen von Maschinen und Alltagsgegenständen mit Sensoren und Funkchips ausgestattet. Künftig werden es Milliarden sein. Die Geräte kommunizieren untereinander und mit dem Internet: Parkplätze melden ihre Belegung oder Briefkästen senden eine Nachricht, sobald ein Paket angekommen ist. Dank der eSIM bleiben diese Gegenstände permanent über das Mobilfunknetz in Verbindung. Sie ist der Schlüssel für das Internet der Dinge.


Esim_Animation.gif

 

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Kommentare
Expert

Alles gut und Recht. Aber .....

 

Solange Swisscom noch überhöte Roamingtarife (die in der EU gar Gesetzwiedrig wären) betreibt werde ich Garantiert nie ein Handy kaufen in dem ich nicht in den Ferien am Flughafen eine Prepaid-SIM Kaufen kann und in den Dual-Slot meines Handys einschieben kann.

Super User

@Master Anderes Thema, aber dennoch richtig...

 

Warten Wir mal auf "später" ;-)...

Swisscom

@Master Unabhängig davon, dass Roaming in Europa inzwischen in fast allen Tarifen im grossen Umfang enthalten sind und die Zusatzpakete inzwischen massiv günstiger sind, möchte ich noch einmal daran erinnern, wie der Mechanismus ist und dass ein Vergleich zu den EU-Ländern falsch ist. 

 

Im Roaming - Fall benutzen unsere Kunden ein Netz + IT eines anderen Netzbetreibers. Damit das möglich ist, braucht es einen Vertrag zwischen uns und dem anderen Netzbetreiber. Darin werden auch die Preise festgelegt, die wir als Swisscom an den anderen Netzbetreiber zahlen müssen. Dieses passiert nun pro Land mit mehreren Netzbetreibern und natürlich mit vielen Ländern. Die Preise sind nicht reguliert und sind Verhandlungssache. Wir können unseren Kunden jetzt nicht für jedes Land und jeden Netzbetreiber einen anderen Preis anbieten. Das würde niemand verstehen. Daher machen wir Gruppen (Europa/Nordamerika, Welt 1, ...) und schauen uns in diesen Gruppen unsere Durchschnittskosten an und bilden dann die Endkundenpreise. Da die Endkundenpreise fallen, kann man sich vorstellen, dass wir immer bessere  Preise mit den anderen Netzbetreibern aushandeln können. Einen Gewinn aus dieser Leistung mag man uns bitte auch gönnen.

 

Innerhalb der EU sind die Preise zwischen den Netzbetreibern reguliert und auf sehr niedrigem Niveau. Daher konnte man dann auch seitens der EU vorgeben, dass dem Kunden keine Extrakosten für Roaming mehr berechnet werden dürfen. Also erst Schritt 1, dann Schritt 2. Das Perverse ist sogar, dass die Netzbetreiber in der EU angefangen sind, die Preise gegenüber Netzbetreibern aus anderen Ländern zu erhöhen, um einen Teil des entgangenen Gewinns wieder reinzuholen. Wir konnten das durch gutes Verhandeln zum Teil vermeiden.

 

Und zum Thema eSIM. In Zukunft wird es sicherlich so sein, dass man mehrere eSIM-Profile auf sein Mobile laden kann. Also auch eine Prepaid-Karte aus einem anderen Land. Man muss dann immer nur wählen, welches Profil dann aktiv ist. Mehrere aktive Profile sind nicht geplant derzeit.

Expert

Hallo Guido
Das Prozedere ist mir bestens bekannt.
Wenn ich auch nicht nachvollziehen kann wiso da die Schweiz bei der Abschaffung der Roaminggebüren mit der EU nicht mitgezogen ist, da die die Schweiz ansonsten ja auch so grossen Wert auf EU konformität legt.

 

Nun ist es halt so, dass ich als Kunde das für mich günstigste Prei/Leistungs Verhältnis suche. In den (EU) Ferien fahre ich (dank der EU Regulierung) mit einer PrePaid vom entsprechenden Land eindeutig am besten. Es ist das Recht jedes Kunden sich die Leistungen dort zu erwerben wo er sie möchte. Kann der Anbieter seine Produkte nicht verkaufen sollte er sich überlegen ob er noch Zeitgerechte Produkte anbietet. Die Schweizer sind in Punkto Preiselastizität sehr träge daher mag eine solche Politik hier auch länger aufgehen.

 

Dein Wort in Gottes Ohr, dass man ausländische Pre-Paid auch als E-Sim auf (Swisscom gebrandete) Geräte laden kann.

Bis ich das getestet habe, achte ich beim Gerätekauf weiterhin auf Dual-SIM Betrieb Geräte und programiere mir darauf selbst was welche SIM Karte was tun soll, oder eben auch nicht.

ESim ist nur ein Versuch der Hersteller von Mobilfunkgeräte und der Mobilfunkanbietern den Kunde anzubinden und an der freien Marktwahl des Mobilfunkangebots zu hindern. Wie die Huawei Watch 2 4G beweist, kann auch in Kleingeräten wie einer SmartWatch problemlos ein Nano-SIM-Kartenslot eingebaut werden. Und in Mobilfunkgeräten, wo kein Nano-SIM-Kartenslot Platz hat, macht ein Mobilfunkmodul sowieso keinen Sinn, da dessen Akku nach wenigen Stunden sowieso leer wäre... Als Konsument sollte man den Kauf von Mobilfunkgeräten mit ESIM unterlassen. Swisscom bietet kein Prepaid-Angebot für ESIM an. Man müsste ein überteuertes Abo wählen. Ist man als Konsument interessiert an fairen Preisen für Mobilfunkangebote, so sollte man tunlichst nur Mobilfunkgeräte mit NANO-Sim-Kartenslot kaufen. Noch besser sind Mobilfunkgeräte mit zwei NANO-Sim-Kartenslots (Dual SIM-Geräte). So kann man die überrissen teuren Roaming-Kosten umgehen. Schliesslich muss auch "Naka Mobile", der Mobilfunkanbieter hinter der "Swiss Mobile"-SIM-Karte die gleichen Tarifverhandlungen wie die Swisscom führen und bietet trotzdem gerade in fernen Ländern dem Konsumenten deutlich bessere Roaming-Tarife an!?
Expert
Das System eSIM erinnert mich an früher als es noch keine SIM Karten gab. Da müsste man mit dem Gerät zu einem Fachmann gehen, welcher die Nummer auf das Gerät Programmiert hat. Ein paar Minuten Arbeit 100 Franken. Mal abgesehen davon, wie sieht das mit der Sicherheit aus? Ich könnte mir gut vorstellen, dass plötzlich jemand auf einem Gerät die gleiche Nummer hat wie ich und dann auf meine Kosten Telefoniert oder Einkauft. Ganz ehrlich, mir graut davor.