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Was bedeutet "FTTS/B Neubau"?

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Für ein Haus in einem Aussenquartier der Gemeinde Birmensdorf ZH liefert der Swisscom-checker zusätzlich zur aktuellen Internetgeschwindigkeit folgende Information:

"In der 2. Woche Juli 2020 wird der Standort mit FTTS/B Neubau ausgebaut. Damit können Sie neu von ultraschnellem Internet mit voraussichtlich maximal 375 Mbit/s Download und 90 Mbit/s Upload profitieren."

Fragen:
1) Was bedeutet /B Neubau für Fiber to the Street?
2) Ich gehe davon aus, dass von der Swisscom-Unterflurkabine in der Strasse die bestehende Kupferverkablung zu den Häusern und weiter zu den Wohnungen genutzt wird. Richtig?
3) Es handelt sich vermutlich um g.fast-Technik. Kann der Kunde in den älteren Swisscom-Boxen Standard und Plus das zusätzlich benötigte g.fast-Modul selber einsetzen?
4) Können Kunden mit nur IP-Telefonie (ohne Internet) die Internet-Box Light weiterhin verwenden?

HILFREICHSTE ANTWORT

Akzeptierte Lösungen
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Swisscom
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@Werner  schrieb:

g.Fast ist abwärtskompatibel mit VDSL2.

 

Router, welche g.Fast nicht unterstützen und auch kein zusätzliches SFP-Modul eingesetzt kriegen, laufen einfach auf VDSL2 weiter.


Ich möchte gern etwas genauer sein  (ohne als Klugscheisser da zu stehen, LOL)

  • g.Fast ist NICHT abwärts-kompatibel zu VDSL2. Wir haben aber das Spektrum so aufgeteilt, dass Heute bis 17 MHz VDSL2/Vectoring funktioniert und ab 19.4MHz bis 106 MHz g.Fast. Mittels Autosensing versuchen DSLAM und Router beim synchen sich über g.Fast zu verständigen. Kommt das nicht zu Stande gibt es den Fallback auf VDSL2. Darum kommt es z.B. bei g.Fast Freileitungen, welche starken Böen ausgesetzt sind, den Zustand, dass sie bei einem kurzen Unterbruch auf VDSL2 zurückfallen und erst bei einem neuen Sync wieder auf g.Fast kommen.

  • Der Ausdruck FTTS/FTTB "Neubau" bedeutet, dass dort bereits ein mCAN mit Vectoring verbaut ist und nun mit einem der neusten Generation mit g.Fast ersetzt wird. Der Unterbruch am angekündigten Datum wird knapp 30 Minuten dauern, bis das neue Gerät läuft. Die neue Leistung ist dann sofort verfügbar 🙂 Die Kunden werden zusätzlich individuell informiert über den Ausbau und der neuen Leistung.

  • Wie bereits richtig erwähnt, laufen alle Router ganz normal weiter - ausser Centro Grande, die hat ein Problem mit der hohen VDSL2 Syncrate und Download bursts, also weg damit. Internet Box standard und plus kann man mit dem kostenlosen g.fast Kit ausrüsten, Internetbox lite (Voice only Kunden) nicht, aber die synct ganz normal auf VDSL2. Das Kit bekommt jeder ab Internet M, wenn er sich bei uns meldet, oder kann das Kit auswählen, wenn er einen Abo-Change macht. Hat man ein kleines Abo, dann braucht es das Teil nicht. InternetBox 2 und 3, sowie die Centro Business V2 haben beide DSL Teile an Bord und schalten wie beschrieben automatisch um.
Roger G.
Swisscom (Schweiz) AG
Network, Access & Internet
6 Kommentare
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1) siehe 2)

2) ja

3) ja

4) muss jemand anders beantworten, gehe aber davon aus, dass Swisscom diese Kunden entsprechen informiert und ggf. mit dem notwendigen Material versorgt fall erforderlich

 

 

 

 

 

keep on rockin'
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Hallo @antric

 

Die Internet-Box Light funktioniert auch bei einem G-Fast Anschluss. Somit muss diese nicht ersetzt werden.

 

Aussert die Wohnung wurde nur mit Glas erschlossen und es gibt keinen Kupfwranschluss mehr, dann wird sie ersetzt. 

 

Gruss Lorenz 

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g.Fast ist abwärtskompatibel mit VDSL2.

 

Router, welche g.Fast nicht unterstützen und auch kein zusätzliches SFP-Modul eingesetzt kriegen, laufen einfach auf VDSL2 weiter.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
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Swisscom
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@Werner  schrieb:

g.Fast ist abwärtskompatibel mit VDSL2.

 

Router, welche g.Fast nicht unterstützen und auch kein zusätzliches SFP-Modul eingesetzt kriegen, laufen einfach auf VDSL2 weiter.


Ich möchte gern etwas genauer sein  (ohne als Klugscheisser da zu stehen, LOL)

  • g.Fast ist NICHT abwärts-kompatibel zu VDSL2. Wir haben aber das Spektrum so aufgeteilt, dass Heute bis 17 MHz VDSL2/Vectoring funktioniert und ab 19.4MHz bis 106 MHz g.Fast. Mittels Autosensing versuchen DSLAM und Router beim synchen sich über g.Fast zu verständigen. Kommt das nicht zu Stande gibt es den Fallback auf VDSL2. Darum kommt es z.B. bei g.Fast Freileitungen, welche starken Böen ausgesetzt sind, den Zustand, dass sie bei einem kurzen Unterbruch auf VDSL2 zurückfallen und erst bei einem neuen Sync wieder auf g.Fast kommen.

  • Der Ausdruck FTTS/FTTB "Neubau" bedeutet, dass dort bereits ein mCAN mit Vectoring verbaut ist und nun mit einem der neusten Generation mit g.Fast ersetzt wird. Der Unterbruch am angekündigten Datum wird knapp 30 Minuten dauern, bis das neue Gerät läuft. Die neue Leistung ist dann sofort verfügbar 🙂 Die Kunden werden zusätzlich individuell informiert über den Ausbau und der neuen Leistung.

  • Wie bereits richtig erwähnt, laufen alle Router ganz normal weiter - ausser Centro Grande, die hat ein Problem mit der hohen VDSL2 Syncrate und Download bursts, also weg damit. Internet Box standard und plus kann man mit dem kostenlosen g.fast Kit ausrüsten, Internetbox lite (Voice only Kunden) nicht, aber die synct ganz normal auf VDSL2. Das Kit bekommt jeder ab Internet M, wenn er sich bei uns meldet, oder kann das Kit auswählen, wenn er einen Abo-Change macht. Hat man ein kleines Abo, dann braucht es das Teil nicht. InternetBox 2 und 3, sowie die Centro Business V2 haben beide DSL Teile an Bord und schalten wie beschrieben automatisch um.
Roger G.
Swisscom (Schweiz) AG
Network, Access & Internet
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@Roger G.  schrieb:
  •  
  • Der Ausdruck FTTS/FTTB "Neubau" bedeutet, dass dort bereits ein mCAN mit Vectoring verbaut ist und .....🙂

Kenne mindestens 1 Fall, wo neu auch "FTTS/FTTB Neubau" steht und bisher definitiv nur naked VDSL gebaut ist, weit und breit kein Vectoring oder mCAN

keep on rockin'
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Ich danke für die durchwegs hilfreichen Erklärungen, die sicher auch weitere Forummitglieder interessieren werden. 😊

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