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G.Fast: Ultra hohe Anzahl FEC-Fehler im Upload?

Super User
1 von 10

Eine Frage an die Techniker im Forum.

 

Mir ist aufgefallen, dass auf einem G.Fast-Anschluss eine ultrahohe Zahl an FEC-Fehlern im Upload hochgezählt wird.

Wenn man es ausrechnet, sind es ca. 300 pro Sekunde, es könnte also theoretisch jedes übermittelte Paket betreffen.

 

Im Praxisbetrieb hat es bis jetzt keine spürbaren negativen Auswirkungen und der Syncwert des Routers und die nicht vorhandenen CRC-Fehler sind ja eigentlich ziemlich optimal, aber weiss jemand genauer, ob da nun das Swisscom-Netz tatsächlich ein Problem hat, oder ob das nur eine verunglückte, den Kunden unnötig verunsichernde Statistik ist?

 

Vielleicht auch als Frage an @GuidoT?

 

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Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
9 Kommentare
Super User
2 von 10

@Shorty  FEC= Jitter = korrigierbare Fehler, dein Router muss halt ein wenig mehr rechnen. 

 

Meine Meinung / Erfahrung wenn es mehr als >10.000 FEC / Min hat, macht sich das beim TV schauen bemerkbar.

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@user109

 

Danke für die Info.

 

Weisst Du ev. auch durch welche Faktoren dieser Wert beeinflusst wird?

 

P.S.: Mein Anschluss käme ja aktuell ungefähr auf ca. 18‘000 FEC pro Minute im Upload, aber wie bereits gesagt ohne sichtbare Auswirkungen (auch nicht auf dem TV, wobei es hier vermutlich um den Download gehen würde)

Irgendwie traue ich einfach diesem Zähler nicht...

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Super User hed
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4 von 10

Solche Fehler entstehen meist auf der Uebertragungsleitung u.a. durch:

 

Dämpfung, Reflexionen, Uebersprechen von Nachbaradern, Rauschen, kapazitive und induktive Verluste im Kabel, Einstörstrahlungen von aussen,  falsche Impedanzanpassungen, Querschnittübergänge, Stossstellen, Paralleldosen, Bridgetaps, uvm.

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@hed und auch noch durch die A+B Telefonspannung von der Zentrale, wenn nicht schon abgehängt.

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Swisscom
6 von 10

Vergesst einfach alles, was ihr zu dem Thema zu Wissen glaubt. Eine g.fast - Leitung kann auch um x - Fach höhere CRCs vertragen ohne das man etwas merkt.

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Super User hed
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7 von 10

Das ist richtig und mir soweit auch bekannt.

 

Aber auch die beste, modernste Technik hat irgendwo seine Grenzen.

 

Da wäre es natürlich interessant zu erfahren, wo bei g.fast die Obergrenzen der CRC und FEC liegt, ab welcher die Fehler spürbar "durchschlagen".

 

Super User
8 von 10

@hed

 

Bin Deiner Meinung. In der recht neuen Technologie G.Fast geht es zur Zeit effektiv noch darum, Erfahrungen aus dem breiten Praxiseinsatz zu sammeln.

 

Gelernt habe ich bis jetzt eigentlich erst, dass auch 1 Million FEC-Meldungen pro Stunde im Upload noch kein grundsätzliches Übertragungsproblem für den einzelnen Anschluss darstellen und dass die Swisscom obwohl es innerhalb des Standards grundsätzlich möglich wäre, keine Uploads > 125 MBit anbieten kann oder will.

 

Alles andere gilt es noch im weiter wachsenden Erfahrungsschatz zu diesem Thema zu berücksichtigen. 

 

Alleine aus  der Aussage: „Vergesst alles, was ihr bisher wisst“, kann natürlich noch keiner von uns emanzipierten Kunden aktualisiertes Know-How aufbauen.

 

Das einzige was also  @GuidoT mit seiner „Geht hin und seid glücklich Aussage“ bei mir bewirkt hat ist, dass ich nun noch neugieriger auf die Innereien von G.Fast geworden bin.

 

So wie ich ihn einschätze, war aber vermutlich auch genau das seine Absicht...

 

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Super User
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Nach weiteren 4 Monaten Erfahrung mit meinem FTTS g.Fast-Anschluss einen kleinen Update zu den Praxiserfahrungen und den Messzahlen im Diagnose-Menu der IB2:

 

- die Sync-Werte in MBits/sec sind stabil weiterhin nahe des theoretischen Maximums von ca. 630/150, können aber minütlich leicht schwanken mit einem seltenen unteren Wert von ca. 590/110

 

- CRC-Fehler sind die absolute Ausnahme. Im Downstream gar nie, im Upstream vielleicht einer pro Woche

 

- die schon seit Beginn des Betriebes auffälligen FEC im Upstream sind in Zwischenzeit auf  3-5 Mio pro Stunde angestiegen, zeigen aber nach wie vor keine negativen Auswirkungen in der Praxis, die FEC im Downstream liegen lediglich bei ca. 1‘500 pro Stunde

 

- das Vectoring wird seit einigen Wochen nicht mehr als aktiviert angezeigt (was aber eigentlich nicht stimmen kann, denn volles Vectoring ist eine der Grundvoraussetzungen für g.Fast)

 

- mit den 3-5 Mio FEC pro Stunde sprengt man so nach ca. 30 Tagen vermutlich die Zahlengrenze des FEC-Total-Zähler, denn bin nie wesentlich über die Totalzahl von 2 Milliarden gekommen (könnte also technisch ev. ein 32Bit Integer Datenfeld sein), bis die IB2 dann selbstständig spontan einen Reboot durchgeführt hat

 

Mein Kurzfazit nach ca. 7 Monaten g.Fast:

 

- der Anschluss und das g.Fast-Modem der IB2 laufen in der Praxis mit voller Leistung und absolut stabil

 

- die FEC-Werte sind vermutlich völlig irrelevant oder falsch und sollten bei einem g.Fast Anschluss um die Benutzer nicht unnötig zu ängstigen eher ausgeblendet werden

 

- das Vectoring wird aktuell vermutlich falsch angezeigt (war zu Beginn nicht so)

 

- falls der vermutete Überlauf im FEC-Zähler tatsächlich die Ursache für die ca. monatlichen automatischen Reboots ist, sollte der Fehler in der IB2-Firmware gelegentlich korrigiert werden

 

@GuidoT: Falls Du etwas davon relevant findest, bitte an die IB2-Technik weiterleiten.

 

Nachtrag:

Habe jetzt probehalber mal noch die 10.01.36 Beta installiert und siehe da:

Das Vectoring wird wieder als aktiviert angezeigt und die FEC sind auf wenige 1000/Std zurückgegangen und befinden sich neu nun hauptsächlich im Downstream.

Im Changelog der Beta ist dazu zwar nichts dokumentiert, aber möglicherweise wurden die von mir bemerkten Sonderbarkeiten des g.Fast-Modems in der neusten Beta bereits korrigiert.

 

Nochmaliger Nachtrag:

Das mit den reduzierten FEC im Upstream war doch nicht nachhaltig, denn in Zwischenzeit hat es bereits wieder gedreht auf ca. 7 Mio/Std.... der ev. Zählerüberlauf könnte also auch zukünftig noch ein Problem darstellen.

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Super User hed
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Leider liegt bei mir g.fast noch in weiter Ferne, weil man erst kürzlich FTTS mit "alter" Technologie gebaut hat und das wohl nicht so schnell schon wieder ändern wird.