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Revision Fernmeldegesetz - kommen wir jetzt wieder automatisch ins Telefonbuch?

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Das Fernmeldegesetz soll wohl mal wieder Revidiert werden. Es ist erst ein Entwurf, trotzdem das meiner Meinung nach interessanteste: 

2.1 Inhalt der Verzeichnisse

Entsprechend Artikel 3 Buchstabe g FMG [1] umfassen die von den Anbieterinnen des öffentlichen
Telefondienstes geführten Verzeichnisdaten


- die Datensätze ihrer Kundinnen und Kunden, die gemäss Artikel 12d Absatz 1 FMG [1] die Aufnahme in die veröffentlichten Verzeichnisse verlangt bzw. nicht untersagt haben. Gemäss Artikel 11 FDV [2] bestehen diese Datensätze (oder Verzeichniseinträge) mindestens aus den unter Ziffer 2.1.1 bis 2.1.5 aufgeführten Informationen;


- die Datensätze aller anderen Kundinnen und Kunden des öffentlichen Telefondienstes. Diese

Datensätze bestehen mindestens aus den unter Ziffer 2.1.1 bis 2.1.3 aufgeführten Informationen.;


- die spezifischen Informationen, die in jedem der oben erwähnten Datensätze enthalten sein
müssen, um ihre Verwaltung und Präsentation bei der Bereitstellung an Dritte zu ermöglichen.
Diese spezifischen Informationen sind in Kapitel 2.1.6 ausführlich beschrieben.


Sprich, die Kundinnen und Kunden welche keinen Eintrag wünschen müssen  dann wieder aktiv widersprechen. Finde ich ehrlich mühsam. Neu ist auch, das im alten FMG immer die Rede von "Anbieter der Grundversorgung" die war. Neu gilt es für alle.

Das ist jetzt nur die neue Fassung. Im folgenden Dokument

https://drive.google.com/file/d/1IKVd4cqJ1sPqr90DhENzNB2QzGrHa0B_/view

Findet ihr das ganze Dokument.

 


(ist nicht mein Link. Zumindest aktuell ist das Dokument da zu finden.)

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13 Kommentare
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2 von 14

Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, wo jeder Telefonanschluss im Tf.-Verzeichnis zwingend aufgeführt war. Nur für ganz wenige Spezialanschlüsse gab es damals "Geheimnummern" die man speziell beantragen musste.

 

Persönlich finde ich das nach wie vor die beste Lösung, denn ein Verzeichnis das nicht vollständig ist, ist aus meiner Sicht wertlos. 

 

Genau so begrüsse ich den öffentlichen Autoindex wie es in den Kantonen AG, LU, SH, ZG und ZH umgesetzt ist.

 

Klar, in der heutigen Zeit von Daten- und Persönlichkeitsschutzparanoia dürfte ich mit dieser Meinung zu einer sehr kleinen Minderheit gehören.

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3 von 14

@hed genau diese die die Paranoia haben, dass Swisscom die ganzen Telefonnummern indexiert, erzählen noch im gleichen Atemzug, was sie gerade auf Facebook, Instagram, Tinder und Co. wieder lustiges entdeckt haben. 🙄

 

Manchmal frage ich mich wie menschen eigentlich so denken können....

Gruess, Cordial salids, Cordialement, Cordiali saluti
Dominik

#stayathome
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4 von 14

Ja  @DomiP  und @hed 

 

Ich glaube, dass genau diese Personen Angst haben, die "Corona-App" zu installieren wegen dem Datenschutz, aber gleichzeitig auf Insta. und Co. voll persönliches posten.

Um aber beim Thema Fernmeldegesetz zu bleiben, mir ist es egal, ob ich im Buch eingetragen bin

oder nicht, ich habe eine Festnetznummer die alle einsehen dürfen.

Das mit dem Nummernschild würde ich auch ohne Probleme begrüssen, wenn dies öffentlich einsehbar wäre, ja wo wo ist denn da das Problem?

 

Bleibt gesund 

LG tinu

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So lange die Justiz keine wirksamen Massnahmen gegen den illegalen Werbeanruf-Terror hat, würde ich einen Verzeichnis-Zwang für recht fragwürdig halten. (Auch sonst dürfte es schwierig werden, den zu begründen.)

 

Schlimm genug dass man auf seinen Geschäftsnummern (die man ja eh veröffentlichen will) regelmässig von solchem Gesocks belästigt wird, ohne viel dagegen machen zu können.

 

Ich persönlich würde den Betrieb von solchen illegalen CallCentern ja mit Gefängnisstrafen von nicht unter fünf Jahren ahnden. Aber Wirtschaftskriminalität gehört hierzulande ja quasi zum guten Ton.

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Die Anrufe der Call Center basieren nicht zwingend auf den öffentlichen Nummernverzeichnissen, es kommen auch sogenannte SpeedDialer zum Einsatz, welche ganze Nummernbereiche systematisch durchwählen.

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Deswegen wird es aber nicht angenehmer, wenn man angerufen wird. Als Betroffener ist es mir schlussendlich sch...egal woher die Nummer stammt.

Solche "Brute-Force-Methoden" der Callcenter wären eigentlich ein Leichtes, diese automatisiert zu erkennen und zu unterbinden.

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Angenehmer wird es nicht, aber es war eine Erklärung dafür, dass es nicht zwingen einen Zusammenhang mit den Verzeichnissen gibt.

 

Zudem sind Callcenter die sich an die Regeln halten legale Firmen wie alle anderen auch und der Einsatz von SpeedDialern ist soviel ich weiss auch erlaubt. Man kann nicht alles, was irgend jemand stört, verbieten.

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ich bin ja auch nicht "irgend jemand" 😉 

Kennst du pers. Leute, die sich über tel. Werbeanrufe freuen? Ich nicht...

 

Ist aber zum Glück ja kein Problem, der Callfilter von Swisscom macht einen guten Job.

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Kennst du jemand, der sich über Werbung im TV oder Briefkasten freut? Dennoch ist es nicht verboten.

Für die Möglichkeit die Werbung am TV überspringen zu können werden wir evtl. bald extra bezahlen müssen und wenn man den Stop-Werbe-Kleber am Briefkasten anbringt, dann landet die Werbung ganz legal als Beilage in der Tageszeitung.

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Deine Gegenfrage interpretiere ich jetzt als "nein". Eben.

 

Ob legal oder illegal spielt für die Wahrnehmung eigentlich keine Rolle. Aber um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Wenn das so wäre, dass wieder jeder zwingend im Verzeichnis erscheint, dann finde ich das nicht in Ordnung. Ich finde, man muss unterscheiden zwischen "öffentlich" und "privat".

Wer einen "Privatanschluss" hat, und diesen auch so benutzt, sollte nach wie vor die Möglichkeit haben, sich da auszunehmen. Genau gleich geht es ja beim öffentlichen Autoindex. Man kann den öffentlichen Numerneintrag deaktivieren.

Als Privatperson gibt es keinen Grund, warum man zwingend das Recht haben soll, auf einen zu 100% vollständiges Telefonbuch oder einen Autoindex zugreifen zu können. Wer sich freiwillig dazu bereit erklärt, seine Daten da bereitzustellen, ok. Aber ohne Widerrufsrecht darf das aus meiner Sicht nicht sein.

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Danke @kaetho 

 

Genau so sehe ich das auch. Wenn ich jemandem meine Telefonnummer gebe möchte ich nicht dass der einfach so herausfinden kann wo ich wohne. Klar, er kann mich verfolgen und schauen wo ich wohne. Dagegen kann ich nichts machen.

 

Genau so möchte ich zum Beispiel nicht, dass meine Krankenkasse, Versicherung, der Zeitungsverlag oder die SBB meine Telefonnummern haben. Die haben meine Domiziladresse und jeder eine separate e-Mailadresse. Die können mir schreiben wenn sie was wollen ich kann dann immer noch zurückrufen. Und wenn es wirklich irgendwo Pflicht ist, kann ich immer noch meine VOIP Telefonnummer von Netvoip angeben. 

 

Ich kann mich noch an früher erinnern, die dauernden Anrufe von Demoscope, Link, Eier Meier, LNN, Blick, Bofrost. Gut, damals war ich noch ein Kind und wie das damals mit dem Sterneintrag war, weiss Ichsucht.
Ist die Telefonnummer einmal im Telefonbuch ist es eigentlich schon zu spät. Du kannst die zwar wieder streichen lassen, aber wie lange dauert das dann? Ich finde die Lösung dass man einen Eintrag wünschen kann die beste Lösung. 


Und der Vergleich mit Facebook und Co stinkt, der stinkt meiner Meinung nach sogar ganz gewaltig! Bei Facebook, Instagram und co. kann ich mich anmelden, muss aber nicht. Ich kann sogar ein Fakeprofil einrichten. Mein Profil zum Beispiel hat nur den Vornamen und ein Profilbild wo ich nicht erkennbar bin. Ich entscheide auf Facebook mit wem ich befreundet sein möchte, genau wie im realen Leben. Ich entscheide, was ich den anderen verrate, genau wie im realen Leben. 

Vielleicht bin ich ja sogar Paranoid, aber das ist nun mal so. Ich bin ich und ich mag mich so.

 

 

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Werbeanrufe und Werbung im Briefkasten haben ja die Gemeinsamkeit, dass man in beiden Fällen zum Ausdruck bringen kann, dass man es nicht wünscht (Aufkleber auf dem Briefkasten bzw. Sterneeintrag im Verzeichnis).

Die andere Gemeinsamkeit ist leider, dass sich in vielen Fällen nicht daran gehalten wird.

 

Hier wäre m.E. der Gesetzgeber gefragt für solche "Standardvergehen" schnelle und effiziente Abläufe zu schaffen um die Täter aus dem Verkehr zu ziehen.

Inzwischen gibts zwar komfortablerweise auf local.ch direkt die Funktion Meldung ans BAKOM zu erstatten, aber ob das in dieser Form was nützt konnte sich bisher noch nicht erweisen. Zumindest habe ich im Laufe des letzten halben Jahres sicher schon etwa fünf Anrufe vom angeblichen "Institut für Weinforschung" erhalten, denen hat also noch keiner das Handwerk gelegt.

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Gegen unerwünschte Werbeanrufe gibt ein einfaches Mittel, Anruf nach wenigen Sekunden kommentarlos beenden. So landet man mit der Zeit auf der Blacklist der Callcenter. 

Ich ziehe das konsequent so durch und habe ohne Sperrlisten nur noch max. 1-2 unerwünschte Anrufe pro Monat.

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