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Was ist RCS und was bedeutet das für uns?

Community Manager
Nachricht 1 von 20

Hallo zusammen

 

Aktuell hört man einiges über RCS. Was heisst das für Swisscom Kunden?

Auf www.bluewin.ch gibt es einen interessanten Artikel zu diesem Thema: SMS-Nachfolger wird lanciert: Was ist RCS und was ändert sich für mich?

 

Die wichtigsten Punkte habe ich für euch zusammengefasst:

 

Was ist RCS?

RCS (Rich Communication Services) funktioniert ähnlich wie SMS. Mit RCS lassen sich zusätzlich Dateien, Standorte, Bilder usw. übermitteln.

 

Lanciert Swisscom wie vor 4 Jahren mit iO wiederum eine neue Messenger-App? Ist RCS eine Swisscom Erfindung?Nein, RCS ist ein weltweiter GSMA Standard und wurde bereits von über 50 Operatoren weltweit eingeführt. Die meisten (neueren/künftigen) Android Geräte unterstützen die RCS Technologie ohne zusätzliche App. Für alle anderen Geräte bietet Swisscom eine passende App an. RCS ist keine neuer Messenger-Dienst wie WhatsApp, Telegram oder ähnliche, sondern wie SMS ein Standard, der (theoretisch) auf allen Handys implementiert werden könnte. 

 

Ist RCS nur eine WhatsApp-Kopie / Alternative?

Nein, die Technologie RCS wird als weltweiter GSMA Standard unter anderem auch die Funktionalitäten von SMS Nachrichten erweitern. RCS bietet sowohl für Telefonie- und Nachrichtenfunktionen neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen zwei oder mehreren Personen.

 

Gibt es RCS bereits?

Einige internationale Telcos unterstützen RCS bereits. In der Schweiz ist Swisscom zusammen mit Google dabei, RCS zu lancieren.

Aktuelle Android Smartphones vieler Hersteller, haben RCS bereits integriert.

 

WhatsApp gibt an, End-End verschlüsselt zu sein. Bei RCS ist das nicht der Fall. Warum nicht? Ist RCS sicher?

Die Übertragung der Nachrichten zwischen Handy und dem gesicherten Rechenzentrum von Swisscom erfolgt immer verschlüsselt. Als Fernmeldedienstanbieterin unterliegt Swisscom strengen datenschutz- und fernmelderechtlichen Vorgaben. Diese verbieten unter anderem das Lesen oder die Auswertung der Nachrichten. Die Daten werden auch nicht weitergegeben.

 

Wie geht es weiter?

RCS hat noch einige weitere Hürden zu überwinden, wenn es sich wirklich als SMS-Nachfolger etablieren will. Zum einen müssen alle Netzbetreiber den Standard unterstützten, damit man auch wirklich mit allen Freunden so kommunizieren kann. 

 

Weitere Informationen zu RCS, den künftigen Möglichkeiten und Standardisierung von RCS gibt es bei der GSMA (GSM Association). Die GSMA vertritt die Interessen von Mobilfunkbetreibern auf der ganzen Welt und vereint nahezu 800 Betreiber mit mehr als 300 Unternehmen im breiteren mobilen Ökosystem, einschließlich Handset- und Geräteherstellern, Softwareunternehmen, Ausrüstungsanbietern und Internetunternehmen sowie Organisationen in benachbarten Industriesektoren.

https://www.gsma.com

https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/

 

Was denkt ihr über RCS? Wo seht ihr Potential oder Gefahren?

Ich moderiere das Kunden–Helfen–Kunden Forum, ein digitaler Begegnungsraum zu Themen rund um Swisscom Produkte.
19 Kommentare
Expert
Nachricht 2 von 20

Keine End-to-End Verschlüsselung = keine Chance auf dem Markt.

 

Technologie aus dem letzten Jahrtausend, mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen.

 

 

NotNormal

Super User
Nachricht 3 von 20

Wozu brauchts einen SMS Nachfolger ?

 

Wer braucht/wer will sowas ?

 

Gibts berechtige Anwendungsszenarien für dieses RCS

 

Braucht der Dienst eine Datenverbindung oder genügt die alleinige Netzverbindung wie bei SMS ?

keep on rockin'
Super User
Nachricht 4 von 20

Gegenfrage.

Wie hoch schätz Swisscom die Chance des Dienstes ein, welcher schon vor 5 Jahren hätte eingeführt werden können. "Joyn"?

https://www.tuxone.ch/2013/06/swisscom-app-io.html?

Damit sind die Antworten meinerseits gegeben.


Falls du in deinem Thread eine Antwort von Tux0ne wünschst, so ergänze deinen Text mit @Tux0ne. Damit erhalte ich eine Benachrichtigung.

Selbstdeklaration

Super User
Nachricht 5 von 20

Verstehe auch nicht, warum nicht RTC benutzt wird...

cu Marcus
Die Swisscom Community ist ein Kunde-hilft-Kunde-Forum.
Super User hed
Super User
Nachricht 6 von 20

Es wurde in den 4 Antworten alles gesagt, was es zu diesem Thema zu sagen gibt.

Contributor
Nachricht 7 von 20

Zudem: "...Swisscom zusammen mit Google...", da landen dann also noch mehr meiner Daten bei der Datenkrake Google? Nein Danke, da bleibe ich bei meinem Threema, welches doch mittlerweilen mehr und mehr Nutzer hat und hoffentlich eher zum Standard wird... :)

Swisscom
Nachricht 8 von 20

RCS ist ein Mobilfunkstandard. Google unterstützt diesen und hat bei seinen Android-Geräten die Unterstützung direkt eingebaut. Das ist es erstmal. Die RCS-Server sind in der Swisscom. Es wird Apps geben für alle Geräte, die RCS nicht unterstützen. Natürlich kann man die Apps auch benutzen, wenn das Gerät RCS schon nativ unterstützt. Und es geht ja nicht nur um Messaging. 

 

Fazit: die Journalisten haben da etwas vermischt.

 

Wartet doch mal ab. Dauert eh noch ein paar Monate. Wir haben RCS bewusst lange Zeit nicht eingeführt und nun bewusst entschieden, dass wir es machen werden. RCS ist die Grundlage für viele weitere Dinge, die dann kommen werden.

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Super User
Nachricht 9 von 20

Wenn es nicht verschlüsselt ist, ist es dem Tot geweiht.

Wenn es ein paar Monate dauert, ist es .... eine Totgeburt.

Pers. Meinung.  Aber abwarten.

Fakt ist, dass die bisherige Trennung der Telefonie und SMS in Zukunft zusammegeführt wird, da nur noch Daten übertragen werden. Aber ob dazu ein unverschlüsselter Standard die richtige Wahl ist?

cu Marcus
Die Swisscom Community ist ein Kunde-hilft-Kunde-Forum.
Super User
Nachricht 10 von 20

@SamuelD@  schrieb:

[...] Was denkt ihr über RCS? Wo seht ihr Potential oder Gefahren?


Im Prinzip fände ich es ja eigentlich ganz gut, dass endlich mal ein hersteller-, provider- und länderübergreifender Standard für Messaging vorhanden ist und man diesen auch umsetzt (selbst wenn man das wie @Tux0ne schrieb schon vor Jahren hätte haben können, aber anyway). Den massiven Nachteil der fehlenden End-to-End-Verschlüsselung wird das aber niemals aufwiegen. Da RCS als Carrier-Dienstleistung gilt, wird Swisscom nach geltendem Schweizer Recht dazu verpflichtet sein, sämtliche Kundenkommunikation so abzuwickeln, dass man sie auf Wunsch im Klartext den Behörden aushändigen kann. Somit wird's wohl nie etwas werden mit End-to-End-Verschlüsselung bei RCS, auch wenn das soweit ich mich eingelesen habe ohne viel Aufwand technisch machbar wäre. George Orwell würde sich im Grab umdrehen. Der Mehrheit der Eidgenossen wirds ja wohl auch in diesem Fall schnurzegal sein, leider.

Solange RCS keine Abhörsicherheit garantieren kann, halte ich WhatsApp und iMessage jedenfalls für die deutlich kleineren Übel.

Contributor
Nachricht 11 von 20

Anscheinend hat die Swisscom aus dem io-Debakel gar nichts gelernt... 

 

Ein paar weitere Gründe weshalb RCS bereits jetzt zum scheitern verurteilt ist:

- Magerer Funktionsumfang gegenüber bereits sehr etablierten Whatsapp, Threema, Telegram, Line, etc.

- Fehlende native iOS-Unterstützung (Wie ist nochmal der iPhone Marktanteil in der Schweiz?)

- Nochmals zum Thema io und weshalb io von Anfang an gescheitert ist: Es wurde ein Kommunkationsclient auf den Markt geworfen welcher KEINEN Mehrwert gegenüber anderen etablierten Messenger bietet. Kein Mehrwert = niemand wird es benutzen. Auch nicht wenn man Monatelang von unglaublich hohen Download-Zahlen prahlt und versucht viele Nutzer vorzugaukeln.

 

Dass die Swisscom überhaupt eine Einführung von RCS, trotz den vielen Steinen im Weg, in Betracht zieht wundert mich doch sehr... 

 

 

 

Super User
Nachricht 12 von 20

@BiduF@  schrieb:

....Es wurde ein Kommunkationsclient auf den Markt geworfen welcher KEINEN Mehrwert gegenüber anderen etablierten Messenger bietet....


Nur der Vollständigkeit halber:

iO bot von Anfang an Telefonie über die App, da gabs noch kein Whatsapp call...

keep on rockin'
Contributor
Nachricht 13 von 20

@POGO 1104

da hast du natürlich recht 

Super User
Nachricht 14 von 20

btw. känft Google da schon lange mit dran...

 

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-will-mit-Chat-die-SMS-ersetzen-und-pausiert-die-Entwi...

 

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Android-Messages-Angriff-gegen-WhatsApp-und-Co-durch...

 

etc.

 

Aber da hat sich auc h noch nicht viel getran. Selbst Google kann da nicht scheinbar nicht viel bewegen.

 

Das, was Swisscom machen möchte ist im Prinzip das Gleiche. Nur fehlt wahrscheinlich die Schnittstelle zu Google?

cu Marcus
Die Swisscom Community ist ein Kunde-hilft-Kunde-Forum.
Super User
Nachricht 15 von 20

@marcus@  schrieb:

[...] Das, was Swisscom machen möchte ist im Prinzip das Gleiche. Nur fehlt wahrscheinlich die Schnittstelle zu Google?


Im Gegensatz zu WhatsApp & Co. ist RCS ein Mobilfunkstandard, der von allen Beteiligten gleichermassen eingehalten werden muss, dh. es braucht keine Schnittstelle zwischen Swisscom und Google oder sonst irgendjemand - alle sprechen dieselbe Sprache. Eigentlich ja toll. Das Problem daran ist die bewusst nicht implementierte E2E-Verschlüsselung. Nicht nur Amnesty International findet das bedenklich. Würde dem Kundenbedürfnis nach vertraulicher Kommunikation Rechnung getragen, könnte ich vielleicht sogar zu einem der glühendsten Anhänger von RCS werden. Ansonsten wünsche ich mir mit tiefster Inbrunst, dass die Technik zum üblen Rohrkrepierer wird. Die Vorgeschichte des Standards lässt letzteres ja durchaus möglich erscheinen.

Super User
Nachricht 16 von 20

T-Mobile USA und Sprint bieten es auch an: https://www.engadget.com/2018/06/30/t-mobile-universal-rcs-support/

 

 

Expert
Nachricht 17 von 20

Mal ganz ehrlich was interessiert einen normal Kunden?

 

Er vergleicht es zwangsläufig mit dem bestehenden, allem voran mit WhatsAPP.

 

Vorteil von RSC, es ist ein Standard und es braucht keine App jeder kann erreicht werden. Nur leider ist dies nur theoretisch, denn Apple hat es nicht im standart und benötigt dann wieder ein App. Zudem machen nicht alle Mobilanbieter mit.

Fazit es sind bei der markherrschenden Stellung von Whatsapp weniger mit RSC erreichbar als mit Whatsapp.

 

Nachteil von RSC es ist nicht verschlüsselt, ich denke das ist dann beriets der Tod. Wer wird dann schon wechseln der bereits eine App hat die verschlüselt ist und wirklich fast jeder auf seinem Handy hat. Weiterer Nachteil die Möglichkeiten von RSC hinken hinter dem von WhatApp bietet weit hinterher.

 

Nun ist bekannt, dass es für einen Wechsel auf etwas anderes wesentlich mehr braucht als für das halten bestehender User. Damit kann sich jeder selbst die Chanchen abschätzen.

Master of Desaster
Novice
Nachricht 18 von 20

Hallo @SamuelD

 

Wann wird dann RCS bei Swisscom eingeführt? Herbst oder eher Winter 2018? Ich hoffe ihr seid schon fleissig am testen.

 

 

Hier noch meine 2 Cents zu den Kritikpunkten Verschlüsselung und iOS:

 

Verschlüsselung:

Natürlich ist es schade, dass es keine End-to-End Verschlüsselung gibt. Das Thema ist aber stark überbewertet. Wie oben erwähnt sind die Daten zwischen Device und Provider verschlüsselt. Wer von den Usern hat von der fehlenden End-to-End Verschlüsselung einen Nachteil? Wenn wir ehrlich sind praktisch niemand! Ihr seid für den Staat weniger interessant als ihr glaubt.  Zudem waren WhatsApp Nachrichten jahrelang nicht End-to-End verschlüsselt und praktisch alle haben trotzdem fleissig Nachrichten hin und her gesendet. Nun, Personen welche für sich die End-to-End Verschlüsselung extrem, wirklich extrem hoch gewichten sind nicht zu überzeugen, das ist mir klar. Ich frage mich einfach, ob dann eine Dienstleistung des Facebook-Konzern die richtige Lösung ist.

 

iOS:

Apple wird RCS unterstützen aus mehreren Gründen:

1. Sie haben nicht in allen Ländern einen relativ hohen Marktanteil. 

2. Wenn RCS auf praktisch allen Android-Geräten etabliert ist unterhalten die Telcos das relativ teure SMS System als Fall Back System praktisch exklusiv für Apple.

3. Es ist nicht Apple vs. andere Smartphone Hersteller sondern Apple+Google+Microsoft vs. Facebook.

4. In den USA wird SMS deutlich häufiger genutzt als WhatsApp.

5. Apple hat nie gesagt, dass sie RCS nicht unterstützen werden. Wenn wir ehrlich sind, sind sie aber auch nicht unter Druck RCS jetzt schon einzuführen. Ich schätze Ende 2019 oder anfangs 2020 was aber in der Smartphone-Welt Ewigkeiten sind.

6. Apple hat dutzende andere und bessere Moats als iMessage und kann ja immer noch mit dem "Vorteil" werben, dass zwischen Apple Devices die Nachrichten End-to-End verschlüsselt sind.

 

Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Beitrag gegen 1 Million Community-Regeln verstossen haben sollte. Ich bin Novice.

 

LG Rex

Community Manager
Nachricht 19 von 20

Hallo Rextado, zu einer potentiellen Einführung von RCS können wir derzeit leider keine Auskunft geben. Wir informieren sobald wir mehr wissen. Liebe Grüsse, Nina

Novice
Nachricht 20 von 20

Apropos WhatsApp und aus dem Hause Facebook.

Verschlüsselung. So erfreulich der WhatsApp-Verschlüsselungs-Vorstoß grundsätzlich ist, sollte man nicht vergessen, dass es noch immer um eine Chat-App aus dem Hause Facebook geht, die mittlerweile wieder kostenlos und seit jeher werbefrei ist. Die Betreiber haben also sehr wohl ein Interesse an den Nutzerdaten.

Konkret liest WhatsApp die Nummern Ihrer Kontakte auf dem Telefon und fügt sie automatisch zur WhatsApp-Kontaktliste hinzu. Zudem müssen der App bei der Installation weitrechende Rechte auf dem Smartphone erteilt werden.

 

Die Verschlüsselung, die WhatsApp nun einsetzt, gilt als sicher - sie stammt von Open Whisper Systems, der Firma, die auch die von NSA-Whistleblower Edward Snowden empfohlene Chat-App Signal verantwortet.

Anders als Signal ist WhatsApp aber keine Open-Source-Software. Das bedeutet: Nicht jeder kann den Code einsehen und darin etwa nach Hintertüren oder Kryptographie-Fehlern suchen. Ein Stück weit muss man also darauf vertrauen, dass WhatsApp und dessen Mutterkonzern Facebook die Verschlüsselung korrekt und ohne Ausnahmen anwenden und dass es keine Sicherheitslücken gibt, über die sie ausgehebelt werden kann.

Für Geheimdienste sind Metadaten oft sowieso die wertvolleren Daten: Mit ihnen lassen sich beispielsweise Kommunikations-Netzwerke aufdecken - und WhatsApp-Gruppen machen es besonders leicht, herauszufinden, wer mit wem in Verbindung steht.