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Ein UP für drei Mehrfamilienhäuser

Gelöst
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Nachricht 1 von 8

Hallo,

 

Da bei mir der Aufschalttermin für g.fast naht, habe ich die Vorabklärungen mit dem Vermieter getroffen um zu erfahren wo der UP liegt und ob dieser Zugänglich ist für die Aufschaltung.

 

Unsere kleine Siedlung besteht aus drei Mehrfamilienhäuser. Dasjenige Haus, dass am nächsten zur Strasse ist, hat den UP im Keller. Wenn ich das richtig sehe, dann verlängert sich die Leitung einiges, bis sie bei mir in der Wohnung terminiert. Es ist schwierig die Strecke abzuschätzen, aber diese wird irgend wo bei weiteren ~100m liegen.

 

Ist dies beim offiziellen Checker berücksichtigt? Welche Länge wird hier von Swisscom gemessen? Oder muss ich mit deutlich niederiger Bandbreite rechnen? Dann wäre der Wechsel UPC -> Wingo für die Katz.

 

Da es sich um eine knapp ein Jahr alte/neue Siedlung handelt, frag ich mich, ob dass ein normales Planungsvorgehen ist, dass der UP nur einmal erstellt wird?

 

Vielen Dank und schönen Freitag

Danny

HILFREICHSTE ANTWORT

Akzeptierte Lösungen
Contributor
Nachricht 5 von 8

Gerne gebe ich noch Feedback wie alles bei mir gelaufen ist. 

 

Wie vereinbart wurde die Leitung kurz vor Weihnachten aufgeschaltet und die Inbetriebnahme der WingoBox ging problemlos. Das die WingoBox zimlich das minimalistischte isch was man noch ausliefern kann (nur geeignet für Leute die wirklich keine Ansprüche betreffen Netzwerkonfiguration haben).

 

Zwischenbericht Speed: ca. 120/50 MBit/s, <10ms Latenz, < 1ms Jitter

 

Währen den Weihnachten kam dann das automatisierte E-Mail dass ich von g.fast profitieren kann und fas SFP Modul in den nächsten Tagen versendet wird. 

Auch dies ging sehr flott, wenn man die vergangenen Feiertage berücksichtigt. An Silvester kam dann das SFP Modul. Eingesetzt und dann die erste Enttäuschung.

 

Zwischenbericht Speed: 90/120 MBit/s, <10ms Ping, 1-2ms Jitter

 

Überrascht war ich vom gebotenen und beworbenen Upload Speed. Doch Enttäuscht vom schlechtern Download. Nochmals alle aus der Verpackung ausgeschütelt und da lag noch eine Miniinfo bei, das der Speed in den nächsten zwei Tagen sich einpendelt.

 

Seit heute Mittag dann die positive Überraschung, erhalte aktuell den vollen bewerbenen Speed:

 

480-520/100-130 MBit/s, <10ms Ping, max. 1ms Jitter

 

Danach noch den WingoRouter mit dem Zisa G100 ersetzt (Bridge Mode), pfSense konfiguriert und einen letzten Funktionstest durchgeführt.

 

Speed: Check

IPv6 (6rd): Check

IPTV: Check

 

Jetzt noch aufräumen und hoffen dass es so bleibt. Hätte nie gedacht, dass ich nach 18 sehr zufriedenen Jahren bei UPC / Cablecom jemals wechseln würde. Aber es ist das erste Mal dass das Kupferkabel eine Konkurrenz darstellt. Und das noch fast 50% günstiger.

 

FTTH ist mit dem jetzigen Ausbau total abgeschrieben, leider. Aber vielleicht kann UPCirgend wann wieder mit einem besseren Angebot konntern. Mal schauen ob Docsis 3.1 in naher Zukunft und entsprechenden Angeboten schafft.

 

Gutes neues Jahr. =) 

7 Kommentare
Expert
Nachricht 2 von 8

hallo @dannyyy

 

was den checker angeht: der normale checker zeigt den wert nur bis zum UP an, wenn du die möglichkeit hast, mit einer existierenden festnetznummer zu testen, wird bis zum router gecheckt.

 

dh. in deinem fall: die geschwindigkeit wird tiefer sein.

 

was die UP erstellung angeht: weiss ich nicht, ob dafür die swisscom oder der vermieter (bauherr) verantwortlich ist bzw. wer da knausrig war.

MfG Doc

Das Einzige, was ich weiss, ist, dass ich Nichts weiss.

Wer aber die Weisheit mit Löffeln frisst, kann danach klug scheissen.

Super User
Nachricht 3 von 8

@dannyyy

 

Die mCAN werden sehr häufig genau da eingebaut, wo vorher bereits der reine Kupferverteiler war.

Konzeptionell ist das natürlich auch genau der richtige Punkt für die Swisscom, da man ja an den einzelnen Hauszuführungen möglichst rein gar nichts ändern möchte.

 

g.Fast ist also eine möglichst sanfte Optimierung der bisherigen Kupferverteilungen.

Neue Schächte oder Rohre werden wirklich nur da gegraben, wo es ohne wirklich nicht anders geht.

 

Beim mir selbst ist die Situation so, dass ich ca. 30 Meter vom Schacht mit dem mCAN entfernt bin und somit auf das volle technische Access-Profil von ca. 630/140 Down/Up komme. Netto in der Praxis kommen ca. 520/120 tatsächlich im Heimnetz an.

150 Meter weiter entfernt kommen dann bei den Nachbarn ca. noch 320/80 netto im Heimnetz an.

 

g.Fast ist also recht sensibel auf die verbleibende Kupferlänge.

Was bei Dir schlussendlich wirklich ankommt, wirst Du aber erst dann genau sagen können, wenn der Anschluss geschaltet ist und sich dann auch der Checker nach einer gewissen Zeit auf die echt gemessenen Werte ausrichtet.

 

Persönlich würde ich übrigens da der möglicherweise durch die grössere  Distanz technisch verlorenen Bandbreite nicht besonders gross nachtrauern.

 

Solange Du mit dem g.Fast im Minimum auf das volle S Internet mit 50/50 symmetrisch kommst, hast Du eine unterbruchsfreie stabile Leitung, bei der kein Benutzer Deines Heimnetzes über mangelnde Performance klagen wird.

 

Zu den Praxisauswirkungen der verschiedenen Abogeschwindigkeiten habe ich übrigens vor knapp 3 Monaten von 40/8 bis 520/120 mal einen ausführlichen Selbsttest durchgeführt:

https://community.swisscom.ch/t5/inOne/InOne-Home-Abo-ver%C3%A4ndern/td-p/547854

 

Fazit:

- Netto-Surf-Geschwindigkeiten über 50 mBit/sec bringen für den Normalgebrauch in der Praxis selten einen Zusatznutzen

- die Bedeutung des Download wird massiv überschätzt, die höhere Upload-Geschwindigkeit der g.Fast-Anschlüsse im Vergleich mit klassischen VDSL-Anschlüssen ist aber wirklich spürbar

 

Im Moment fahre ich selbst aktuell ein Internet M mit 220/120, dies aber nur weil mir der Upload Vorteile für meine vielfältigen Backups und Cloud- Syncs bringt.

Ein Internet L mit dem auf g.Fast genau gleichen Upload stiftet für mich gar keinen Mehrwert mehr, und falls ich ein wenig kostensensibler wãre, würde auch das Internet S eigentlich problemlos ausreichen.

 

 

 

 

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Contributor
Nachricht 4 von 8

Vielen Dank für eure Antworten. @ Doc @Shorty

 

Leider wäre für mich ein 50Mbit/s synchron ein schlechter tausch. Aktuell habe ich das UPC 500/50. Der Download reicht mir so, mehr währe schön, aber wie bereits gesagt nicht sehr zwingend. Aber in der Region 400+ müsste es aber trotzdem sein, da ich viel mit grosse Dateien hantiere. 

 

Die Motivation zum Wechsel war getrieben endlich etwas mehr Upload zu haben, da ich mein Büro Hauptsächlich zu hause habe, inkl. der ganzen IT Infrastruktur. Anstelle von teuren Cloud Services für Entwicklungs- und Testinstanzen wäre das Ziel diese auch zu Hause zu betreiben, setzt aber Bandbreite voraus, das Kunden dies vernünftig testen können. Zudem wird auch dass Arbeiten per VPN eine Qual, wenn die Daten / Services zu Hause liegen, aber beim Kunden gebnötigt werden.

 

Will den Teufel noch nicht an die Wand malen, aber der "teure" Ausbau ist wahrscheinlich eine Nullrunde, wie für viele andere Kunden auch. Ich sehe zwei Benutzergruppen - Poweruser / Business, die Bandbreite benötigen und am liebsten FTTH hätten, aber dies heute niemand mehr verlegen möchte, da "mögliche" Monopolstellungen flöten gehen - Homeuser, welche nie und nimmer ein so teures Abo kaufen, da sie einerseits die Bandbreite nicht benötigen und zweitens die Bandbreite bei gfast eh meistens nicht bekommen.

Und da wäre noch die dritte Gruppe, die es einfach haben will, aber nicht bekommen kann, ergo, die zahlen erst Recht nicht für etwas dass nich per gfast zu bekommen ist.

 

Es wundert mich, dass es nicht mehr Aufschrei gibt. Ich rede hier nicht von Ortschaften auf dem Land sondern Städte mit 20'000+ Einwohner und viel Industrie.

 

Sobald es bei mir in Betrieb ist, meld ich mich wieder mit meinen Erfahrungen.

Contributor
Nachricht 5 von 8

Gerne gebe ich noch Feedback wie alles bei mir gelaufen ist. 

 

Wie vereinbart wurde die Leitung kurz vor Weihnachten aufgeschaltet und die Inbetriebnahme der WingoBox ging problemlos. Das die WingoBox zimlich das minimalistischte isch was man noch ausliefern kann (nur geeignet für Leute die wirklich keine Ansprüche betreffen Netzwerkonfiguration haben).

 

Zwischenbericht Speed: ca. 120/50 MBit/s, <10ms Latenz, < 1ms Jitter

 

Währen den Weihnachten kam dann das automatisierte E-Mail dass ich von g.fast profitieren kann und fas SFP Modul in den nächsten Tagen versendet wird. 

Auch dies ging sehr flott, wenn man die vergangenen Feiertage berücksichtigt. An Silvester kam dann das SFP Modul. Eingesetzt und dann die erste Enttäuschung.

 

Zwischenbericht Speed: 90/120 MBit/s, <10ms Ping, 1-2ms Jitter

 

Überrascht war ich vom gebotenen und beworbenen Upload Speed. Doch Enttäuscht vom schlechtern Download. Nochmals alle aus der Verpackung ausgeschütelt und da lag noch eine Miniinfo bei, das der Speed in den nächsten zwei Tagen sich einpendelt.

 

Seit heute Mittag dann die positive Überraschung, erhalte aktuell den vollen bewerbenen Speed:

 

480-520/100-130 MBit/s, <10ms Ping, max. 1ms Jitter

 

Danach noch den WingoRouter mit dem Zisa G100 ersetzt (Bridge Mode), pfSense konfiguriert und einen letzten Funktionstest durchgeführt.

 

Speed: Check

IPv6 (6rd): Check

IPTV: Check

 

Jetzt noch aufräumen und hoffen dass es so bleibt. Hätte nie gedacht, dass ich nach 18 sehr zufriedenen Jahren bei UPC / Cablecom jemals wechseln würde. Aber es ist das erste Mal dass das Kupferkabel eine Konkurrenz darstellt. Und das noch fast 50% günstiger.

 

FTTH ist mit dem jetzigen Ausbau total abgeschrieben, leider. Aber vielleicht kann UPCirgend wann wieder mit einem besseren Angebot konntern. Mal schauen ob Docsis 3.1 in naher Zukunft und entsprechenden Angeboten schafft.

 

Gutes neues Jahr. =) 

Contributor
Nachricht 6 von 8

@Shorty  wäre es theoretisch möglich diese mini-Elektronikbauteile (von Huawei) bzw. G.Fast-tauglichen (m)CAN auch in die Verteilerkasten resp. DSLAM’s einzubauen bzw. die älteren CAN Generationen zu ersetzen, welcher die Quartiere über die bestehenden Kupferkäbeli mit Internet verbindet? Die Prerequisites von G.Fast habe ich nicht im Kopf.... grundsätzlich sind diese grauen Kasten mehrheitlich bis ca max. 750m von den einzelnen Liegenschaften entfernt ;-)

 

Merci

Super User
Nachricht 7 von 8

@robbieB

 

Inwieweit die bisherigen Netzwerkverteiler der Swisscom „renovierbar“ sind, weiss ich nicht, aber für die g.Fast-Technologie gilt grundsätzlich, dass die Vorteile nur auf dem letzten Teilstück von Kupferdistanzen unter ca. 250 Meter bis zum Kunden-Router anfallen.

 

Die Glasfasern müssen also relativ nahe zu den Endkunden hin, sonst bringt g.Fast keinen Nutzen.

Die klassischen DSLAM‘s haben vermutlich meistens ein zu wenig in der Fläche fein verteiltes Netz.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Contributor
Nachricht 8 von 8

Ok. Danke für diese nützlichen Infos. Dann vermute ich auch, dass künftig in den Gemeinden keine weiteren DSLAM's verbaut werden  also 'nur' noch FTTS und FTTB und falls sich eine Gemeinde dennoch  zu einer grösseren Investition beteiligen würde dann ggf.  FTTH. In unserer Gemeinde (aktuell ca 12000+ Einw. ) sind  im Zuge des VDSL Ausbaus im Jahre 2011/2012 Deren 9 installiert worden(~6500 NE). Im 2014 wurde Vectoring dann installiert. Nun sind wir an einem Punkt gekommen, wo diese Verteiler an seine Grenzen angelangt sind. 

 

Ist Deine Gemeinde schon ausgebaut, bei uns wurde es initial für FTTS bzw FTTB geplant gemäss Netzausbau, nun wieder gestrichen ;-)