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Wann kommt XGS-PON schweizweit?

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1 von 14

Analog dem Thread welchen @dualitymind im November 2015 gestartet hat, habe ich für den nächsten technologischen Zwischenschritt auf dem Weg zu FTTH P2P einen Beitrag eröffnet.

 

Allzu viel ist m.E. über die Technologie im Bezug zur Swisscom noch nicht bekannt.

  • Gemäss Post von @GuidoT vom 28. Februar 2019 befindet sich Swisscom im Testbetrieb mit XGS-PON, fokusiert aber klar auf das Versprechen 100%-90%-80Mbps im Jahr 2021.
  • Im Beitrag zur Internet Box 3 wir die Funktion von XGS-PON von @GuidoT explizit erwähnt. Mit dem Hashtag #endof2019 ist offensichtlich das Erscheinungsdatum der IB3 gemeint.

Ich versuche zu verstehen, aus welchen Gründen die Swisscom eine IB3 mit XGS Support releasen möchte und im gleichen Atemzug von XGS-PON Testbetrieb ["Frag mich in 12 bis 24 Monaten nochmal. (Post)" dato Feb. 2019] redet.

Für ich ergibt es keinen Sinn, ausser der Produktezyklus der IB2 ist abgeschlossen und es muss eine IB3 her. Oder es wird ab 2020 XGS-PON gebaut.

Wie werden eigentlich momentan FTTH Projekte gebaut? Noch klassisch P2P oder bereits in XGS-PON mit spezieller Hardware auf der Kundenseite?

13 Kommentare
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2 von 14

Hallo

 

Ich mache mal den Anfang (Keine Garantie auf Richtigkeit):

 

Stand heute:

FTTS, FTTB -> G.fast

 

Stand 202x:

FTTB -> NG.fast bis zur Box (Edit: Daraus wird nichts, zum Glück)

FTTB ->  XGS-PON (Glas mit Splitter) bis zur Box

 

Stand 20xx:

FTTH -> Glas direkt bis zur Box

 

Bitte korrigiert mich falls meine Gedanken nicht stimmen.

 

Gruss

Alitai

Editiert
Super User
3 von 14

Prognosen sind natürlich äusserst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

(je nach Quelle: Zitat von Mark Twain, Winston Churchill oder Kurt Tucholsky)

 

Was sich in Zwischenzeit mit zusätzlichen individuellen Interpretationen aktuell aber vielleicht bereits aus dem allgemein öffentlich verfügbaren Kaffeesatz als Trends herauslesen lässt:

  • g.Fast wird vermutlich verstärkt nur noch als Übergangstechnologie eingestuft werden, denn das aktuelle mit bis 106 MHz eingesetzte g.Fast ist in der Praxis schon jetzt sehr fragil in der Störungsanfälligkeit durch einzelne Hausanschlüsse, welche dann im worst case den kompletten mCAN und damit alle Anschlüsse einer ganzen Wohnsiedlung negativ beeinflussen können.
    Bereits das jetzt in der ersten Ausbaustufe eingesetzte Kupfer-Tuning bis 500 MBit/sec Download bringt viele lokale Installationen an den Rand der physikalischen Leistungsfähigkeit der alten Kupferkabel.
    Eine weitere Erhöhung des Leistungsdrucks auf die alten Kupferkabel auf 212 oder sogar auf über 500 MHz würde viele alte lokale Installationen nur noch in ein akutes Übersprech-Verhaltens-Chaos der weitgehend parallel und ungeschirmt geführten und total überforderten Klingeldrähtchen in den Steigrohren führen.
    An vielen Standorten wären die gegenseitigen Störungen der einzelnen Anschlüsse einfach zu stark und die unmittelbare Folge davon wären anschliessende erneute zwangsweise Stabilisierungsmassnahmen zur Bekämpfung der Störungen auf wieder tieferem Geschwindigkeitsniveau

  • FTTH, am besten noch verbunden mit einem Mehranbietermodell ist zwar für uns Benutzer der Infrastruktur sicher die beste, aber leider auch die teuerste Lösung und ohne öffentliche Zuschüsse oder Subventionen wird das vermutlich kein privater oder auch halbstaatlicher ISP mehr freiwillig bauen.
    Damit ist FTTH aktuell hauptsächlich eine politische Frage, nämlich ob wir uns das als Schweizer Volkswirtschaft im Sinne einer möglichst optimalen Basisinfrastruktur leisten sollen und auch wollen.
    Im Moment sieht es für Peer-to-Peer FTTH politisch aber eher schlecht aus, denn die Subventionen für die teilweise vorhandene Überproduktion in der Landwirtschaft sind für das Parlament aktuell immer noch wichtiger als eine mögliche staatliche Unterstützung für den Ausbau eines langfristig stabilen und auch zukunftssicheren Breitbandnetzes.
    Die grossen Städte haben zudem ihre FTTH-Netze (nicht zuletzt auch unter dem Label der wirtschaftlichen Standortförderung) bereits gebaut und der Rest der Schweiz ist jetzt eigentlich nur noch auf sich gestellt und vermutlich als Bittsteller abhängig von einem bewussten Investitionsentscheid ins allgemeine Volksvermögen

  • XGS-PON hingegen hat aber als Prognose eine gute Chance das zukünftige für die Hauseigentümer von bereits bestehenden Erschliessungen vermutlich optionale zusätzliche Fiber-Standardangebot der Swisscom zu werden

 

Meine Einschätzung der Gründe für die momentan vermutete Pool-Position von XGS-PON innerhalb der weiteren Netzausbaustrategie der Swisscom:

 

  • diese Technologie hat bezüglich optischer symmetrischer Übertragungsleistung noch viel Potenzial, gilt als technisch wenig störungsanfällig (ähnlich wie FTTH) und ist im Vergleich mit g.Fast auch sehr energiesparend (passiv optisches Splitting anstelle von aktiver Signalwandlung mittels Prozessoren

  • die dazu benötigten optischen Splitter lassen sich an den selben Standorten wie die aktuell verbauten mCANs installieren und werden auch einen Parallelbetrieb mit den g.Fast Anschlüssen erlauben

  • das Angebot von XGS-PON an die Endkunden kann im Gegensatz zu FTTH optional erfolgen und die Kosten der hausinternen Fiberverkabelung lassen sich ev. „verursachergerecht“ auf die Hauseigentümer ausbelasten. Wer nicht zahlen will, bleibt dann vielleicht einfach auf dem alten Kupferkabel mit g.Fast als letzter Ausbaustufe vor dem Wechsel zum Fiber-Anschluss "hängen"

  • die notwenigen Ausbauarbeiten zur Schaffung der Voraussetzungen für den dezentralen Einsatz von XGS-PON Technologien (z.B. in den einzelnen Ortszentralen) sind aktuell bereits in Planung oder sogar bereits im Gange

 

Ab wann man dann mal vielleicht sogar damit beginnt bei weiteren Netzausbauten ganz auf die Zwischenstufe g.Fast zu verzichten, wage ich mich nicht einzuschätzen, denn wenn die technischen Voraussetzungen für Netzweites XGS-PON mal vorhanden sind, hat die Swisscom selbst eigentlich gar kein Interesse mehr daran weitere neue g.Fast mCAN zu verbauen. Zumindest bei neuen Erschliessungen wird dann das Kupferkabel sicher gar keine Frage mehr sein.

 

Bei bereits bestehenden Bauten ist aber eine der Voraussetzungen für den definitiven Ersatz der letzten Meter Kupferkabel sicher immer noch zusätzlich eine einvernehmliche Kostenregelung für die Bezahlung der dann dafür neu notwendigen lokalen Inhouse-Fiberinstallation.

Ein mögliches Finanzierungsmodell dafür muss vermutlich erst noch definiert werden.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Editiert
Contributor
4 von 14

In einem Beitrag von @visual wurde der aktuelle Stand von NG.Fast in Bezug zur Swisscom angefragt. Das Thema wurde durch @GuidoT  relativiert. Gibt es dazu und zu  XGS.PON unterdessen Neugikeiten seitens Swisscom?

Swisscom
5 von 14

ng.fast = kein Thema

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Super User hed
Super User
6 von 14

@GuidoT  schrieb:

ng.fast = kein Thema


@GuidoT 

Und wie sieht konkret die technische RoadMap langfristig aus für die Kunden, die nicht vom FTTH-Ausbau profitiereen konnten ?

Swisscom
7 von 14

Die profitieren erstmal schon heute oder bald vom FTTS/B - Ausbau. 

 

Und alles andere diskutiere ich erstmal lieber mit unserer Konzernleitung und dem Verwaltungsrat. Und dann schauen wir weiter. 

 

 

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Anonym
8 von 14

Editiert
Contributor
9 von 14

Es könnte was im Bereich von XGS.PON ab 01.12.2019 gehen.

Direklink:

BBCS Handbuch Technik

Quelle @Tux0ne :

twitter.com/Tux0ne/status/1170220731533320192

Contributor
10 von 14

Bei der Google Suche mit den Stichworten "XGS-PON Swisscom" bin ich auf einen Newsletter der Firma Cablex gestossen. Darin wird beschrieben, dass die Einführung von XGS-PON im Jahr 2020 in allen Gemeinden geplant ist. Leider sind die im Text erwähnten Detailinformationen über diese neue Technologie nicht vorhanden.

Hat jemand diesen Newsletter erhalten und kann diese Dokumente posten?

 

Spoiler

Oftringen, 19. Juli 2019
Newsletter.
Business Unit Fiber to the Street.

Guten Tag %%first Name%%

Die erste Hälfte des Jahres 2019 ist bereits Geschichte und im Allgemeinen können wir auf ein erfreuliches erstes Halbjahr zurückblicken. Die Resultate auf Produktionsebene sowie die finanziellen Ergebnisse (Umsatz leicht über Budget sowie DB2/DB3 sind leicht über Budget), zeigen eine gute und vielversprechende Entwicklung. Wir sind zuversichtlich, dass dieser positive Trend auch in den nächsten Monaten vorangetrieben werden kann.

Die Produktion für das erste Halbjahr 2019 entspricht dem mit RLA abgestimmten Forecast (per Ende Juni UMSA-IST: 4100; in Service: 4750). In der zweiten Hälfte des Jahres rechnen wir mit einer leichten Steigerung der Produktion, damit wir unser Jahresproduktionsziel von 8600 UMSA erreichen können.

Wie im ersten Newsletter 2019 erwähnt, liegt der Fokus von Swisscom weiterhin auf dem Thema Qualität. Wir müssen in jedem Bereich sowie in allen Prozessschritten sicherstellen, dass wir die nötigen Qualitätskontrollen durchführen und wahrnehmen. Swisscom wird auch in Zukunft grossen Wert auf ein positives Kundenerlebnis legen. Das heisst für uns als TU-Partner, dass die Zahl der Unterbrüche bei Kundinnen und Kunden, die auf eine schlechte Qualität der Arbeiten zurückzuführen sind, deutlich verringert werden muss. Positiv ist, dass wir bereits letztes Jahr eine deutlich und sichtbare Reduktion der Fehler mit Impact für Kundinnen und Kunden erzielt haben – diese Tendenz muss sich weiter fortsetzen. Für uns bedeutet das, dass wir weiterhin den Fokus auf eine gute Qualität der Arbeit legen müssen.

In den letzten beiden Monaten lag die Erfolgsquote der physischen Abnahmen bei 90 Prozent. Das ist ein sehr gutes Resultat, das auch den Zielen der Business Unit entspricht. Betrachtet man die Erfolgsquote des ersten und zweiten Quartals kumuliert bis Ende Juni, so liegt diese nur bei circa 60 Prozent, was den Erwartungen der Business Unit nicht ganz entspricht.

Ein Thema, das uns im Moment stark beschäftigt und fordert, ist die neue Technologie XGS-PON. Die Einführung dieser neuen Technologie ist für alle Gemeinden 2020 geplant. Um die beabsichtigten Vorleistungen 2020 rechtzeitig zu starten (geplant für Q3 2019), sind wir zusammen mit Swisscom derzeit in verschiedenen Arbeitsgruppen tätig, sodass eine Fortführung der Produktion sichergestellt ist. Aktuell bereinigen wir die Themen im Bereich Engineering (inklusive Akquisition), damit wir in der Lage sind, die ersten Lose an die Kolleginnen und Kollegen von der Realisierung per Ende Juli zu übergeben. Detailinformationen über diese neue Technologie findet ihr in diesem Newsletter.
Ein Themenbereich, in dem wir uns in den nächsten Monaten deutlich verbessern müssen, ist der Prozess "logische Kontrolle", der bis heute weder qualitativ noch quantitativ befriedigend funktioniert. Wir halten die vertraglichen Fristen selten ein, die Dokumentation ist oft mangelhaft, und es sind mehrmalige Prüfungen nötig (teilweise bis zu vier). Diesbezüglich werden wir in den nächsten Wochen Qualitätskontrollen sowie Sondermassnahmen einführen, um das Thema anzugehen. Wir bitten euch um eure aktive Unterstützung, damit die Situation ab sofort verbessert werden kann!

Nun wünsche ich dir tolle Sommerferien und freue mich auf eine zweite spannende und positive Hälfte des Jahres!

Nun wünsche ich dir viel Spass mit dem Newsletter!

Liebe Grüsse
Christian Rossi

 

 

 

 

Super User
11 von 14

@mabu1 

 

Sicher tut sich da was, aber wie weit und steinig der Weg noch ist... keine Ahnung.

 

Zuerst müssen mal die Ortszentralen für XPON-Techniken nachgerüstet werden, dann wird vermutlich bei weiteren neuen FTTB-Erschliessungen anstelle von g.Fast zuerst einmal direkt XGS.PON verwendet und irgendwann später, wenn man sich auch mit den Eigentümern der Liegenschaften über irgendwelche Kostenteilungen bezüglich der zusätzlichen Haus-internen Glasfasern geeinigt hat, werden dann vielleicht auch noch bestehende FTTS/FTTB-Installationen parallel zu g.Fast dann auch noch mit zusätzlichen passiven optischen Splittern ausgerüstet.

 

Da ich kein Insider bin, sehe ich nur die klaren Tendenzen, kenne aber keinerlei Terminplanungen.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Novice
12 von 14

Das kann natürlich gut sein, dass die neuen FTTB Erschliessungen bereits ab 2020 mit optischen Splittern ausgerüstet werden. Persönlich denke ich jedoch, dass die Swisscom bestimmt schon im Jahre 2019/2018 dafür gesorgt hat, dass die Zentralen so gut wie möglich auf XGS-PON vorbereitet worden sind. Eigentlich eine gute Sache, persönlich würde ich mich auf einen XGS-PON Ausbau freuen, obwohl TWDM-PON bzw. NG-PON2 natürlich noch besser gewesen wäre. Bei TWDM-PON sind immerhin die Farben P2P (Sofern ich das richtig verstanden habe...).

Highlighted
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13 von 14

To whom it may concern:

 

Ich habe noch eine Präsentation von Martin Zeller (Senior Account Manager, Huawei Technologies Switzerland AG) gefunden. Der Titel lautet "XGS-PON, der neue Standard für die Schweiz" und der Vortrag wurde im Rahmen des FTTH Forum Baden am 7. Mai 2019 gehalten.

Interessant finde ich auf Seite 8 die angegeben Kunden in der Schweiz. Darunter sind Salt, Swisscom & Sunrise aufgelistet. Spezifisch für Swisscom ist dabei von einem "Wholesale Pilot 2019" die Rede, was dem BBCS gleichkommen würde. Nun stelle ich mir die Frage, aus welchen Gründen diese Pilots nicht direkt mit den Kunden durchgeführt werden?

 

SWuSR.pngp.8 SW Wholesale Pilot 2019

Expert
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