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Wann kommt G.fast Landesflächig über Kupfer - 500Mbit ?

Super User
761 von 783

@Zapp Brannigan  Swisscom hält an der Kupfertechnologie eisern fest, weil man so die letzte Meile zum Kunden fest im Griff hat und bei allen anderen Provider gut abkassieren kann. Bei FTTH kann der Fremdprovider sein eigenes Netz betreiben und ist nicht auf die Swisscom angewiesen.

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762 von 783

Und mit dieser "Kein FTTH" Stratgeie haben wir es in der Schweiz "weit" gebracht:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/415799/umfrage/anteil-von-glasfaseranschluessen-an-al...

 

Ja, bei der reinen, kurzfristigen Bandbreitenstatistik ist die Schweiz auf Platz 10. Aber bei der in Zukunft nötigen Glasfaser liessen wir ins von Ländern wie Spanien, Portugal, Mexiko, Chile, Polen, Ungarn etc. abhängen. Bei uns nebenan werden sogar Neubauten mit Küpferkäbeli erschlossen. Ganz grosses Kino.

 

Aber langsam erwachen immerhin die Immobilienbesitzer: Ein Klingeldraht als Internetanschluss ohne Aussicht auf Besserung beginnt auf die Verkaufs- und Mietpreise von Immobilen zu drücken. Und zwar vor allem im Hochpreis Segment, wo es am meisten weh tut.

Und auf dem Land, wo Immobilien sowieso schwer weggehen, ist ein lausiger Internetanschluss eine zusätzliche Hypothek. Spätestens wenn der Immobilenmarkt sich das nächste mal abkühlt, wird sich das Problem noch verstärken. Aber wir Schweizer waren noch nie Schnellmerker.

Editiert
Expert
763 von 783

Ich vermute, dass Swisscom 2020 mit dem Rollout von XGS-PON beginnt. Lange kann auch Swisscom die physikalischen Tatsachen eines ungeschirmten Kupferdrähtchens nicht mehr ignorieren. Aber auch Kabelnetzbetreiber werden sich hinterfragen müssen, ob ihre Technologie noch zukunftsfähig ist. In diversen Kabelnetzen, besonders auf dem Land, ist Coax noch wesentlich stärker vertreten als Glas. Spätestens dann fährt Swisscom mit der aktuellen FTTS-Strategie, wo Glasfaser in den meisten Fällen zumindest ca. 200 m vom Endkunden entfernt verlegt worden ist, besser.  Damit wird eine gute Vorarbeit für XGS-PON und damit FTTH geleistet. 

 

Hier ein Auszug aus dem Newsletter von Cablex :

 

Ein Thema, das uns im Moment stark beschäftigt und fordert, ist die neue Technologie XGS-PON. Die Einführung dieser neuen Technologie ist für alle Gemeinden 2020 geplant. Um die beabsichtigten Vorleistungen 2020 rechtzeitig zu starten (geplant für Q3 2019), sind wir zusammen mit Swisscom derzeit in verschiedenen Arbeitsgruppen tätig, sodass eine Fortführung der Produktion sichergestellt ist. Aktuell bereinigen wir die Themen im Bereich Engineering (inklusive Akquisition), damit wir in der Lage sind, die ersten Lose an die Kolleginnen und Kollegen von der Realisierung per Ende Juli zu übergeben. Detailinformationen über diese neue Technologie findet ihr in diesem Newsletter.

 

 

 

Editiert
Contributor
764 von 783

XPS-PON ist kein Ersatz für P2P FTTH. Das merkt man spätestens, wenn man den Provider wechseln will: Ansatt einfach auf der Netzseite die Faser zu übernehmen, muss ein Konkurrent wie bei g.fast Bitstream Access über die SC PON Infrastruktur machen. Somit bleibt die letzte Meile in der Hand der Swisscom. Das Teure beim Glasausbau ist das Graben und Bohren. Und das ist unabhängig davon, ob P2P FTTH oder ein Baumförmiges PON eingelegt wird. Die Gräben/Bohrungen bis zu jedem Haus braucht man in beiden Fällen. Und für die eigenen Kunden könnte SC im Verteiler immer noch passive Splitter pro P2P FTTH Faser verwenden. Aber das unsere Politiker nur aus Juristen, Sozialarbeitern und Bauern bestehen, kann die SC denen natürlich erzählen, was sie will.

Wie gesagt: Es geht um die Kontrolle über die letzte Meile, anstatt um den Aufbau eines modernen Netzes als wichtige Infrastruktur wie Wasser und Strom. Was wir als Land und Volkswirtschaft dringend brauchen, ist richtige Konkurrenz für die Swisscom überall da, wo es keine Alternativen wie Koax gibt.

Expert
765 von 783

Schau dir mal folgende Präsentation an:

TWDM-PON.PNG

 

Mit TWDM-PON erhält jeder Mitbewerber seine eigene Wellenlänge und es ist ein sogenanntes wavelength unbundling möglich. Somit können 4 - 8 Mitbewerber mit einer separaten Wellenlänge und dem gleichen Splitter verschiedene Kunden versorgen. Ich finde dieses Modell wesentlich effizienter, als wenn jeder Mitbewerber seine Infrastruktur in den POP's unterbringen muss. P2P-Fibernetzwerke sind weltweit gesehen eher eine Seltenheit bei FTTH, meist kommt GPON zum Einsatz. Natürlich wäre P2P wünschenswert, wird von Swisscom aber nur in Koorperationen realisiert. Die strategische Richtung liegt fest und ist bereits voll in der Umsetzung und diese heisst FTTS/FTTB mit G.fast und FTTH-P2MP mit XGS-PON. Mit FTTS und FTTB wird bereits Vorarbeit für FTTH geleistet.

Contributor
766 von 783

Danke für das Diagramm. Ich bin seit 30 Jahren beruflich im Thema, von daher ist mir das gut bekannt.

Natürlich kann man auf dem selben PON-Tree pro Provider eine Farbe fahren. Es macht aber für den technischen Aufwand im POP keinen grossen Unterschied, ob ein Konkurrent seine Dienst über eine P2P Darkfiber zum Kunden liefert oder über eine Farbe eines Swisscom PON Trees.

Bei PON Trees muss aber jeder Konkurrent auf die Zuteilung einer Farbe warten, bei Problemen in einem Splitter o.ä. kann er seinen Kunden nicht direkt helfen, sondern ist auf die Unterstützung der Swisscom Technik angewiesen. Er kann seine Dienste für Geschäfts- und Privatkunden nur auf verschiedene Farben trennen, wenn die Verfügbar sind. Generell hat er auf einem stark ausgelasteten PON Tree der Swisscom nur zur Verfügung, was Swisscom für ihn übrig läst. Seine CPEs müssen mit dem Swisscm PON kompatibel sein, was meistens bedeutet, dass er seinen Kunden ein CPE aufzwingen muss, auch wenn er den Kunden eigentlich die Wahl des Endgerätes selbst überlassen würde. Ein falsches oder Kaputtes CPE kann einen ganzen PON Tree lamlegen, inklusiv den Diensten aller Konkurrenten. usw. usf.

Für unbedeutend (wenn überhaupt) tiefere Baukosten hat PON gegenüber P2P FTTH für alle ausser Swisscom nur Nachteile.

 

 

Swisscom
767 von 783

Quote: "Bei uns nebenan werden sogar Neubauten mit Küpferkäbeli erschlossen. Ganz grosses Kino

 

Der Fairness halber: da kann Swisscom wenig bis nix dafür.

Bei grossen Überbauungen/Neubauten entscheidet der Bauherr ob er Kupfer oder Glasfaser will. Alleine bei mir im Kaff gibt es genügend Bauprojekte (Reihen-EFH) wo FTTH gewünscht und geliefert wurde.

 

Es gibt aber handkehrum auch Immobilienbesitzer, die sich weigern (trotz Glasfaser im Keller!) den Wechsel von Kupfer auf Fiber zu vollziehen. So ganz angekommen ist die Geschichte also noch nicht.

 

Und solange wir 50MBit VDSL als "langsam" bezeichnen würde ich unsere Probleme unter "Luxus" einordnen... Einfach mal kurz nach Deutschland fahren und sich 50m ausserhalb einer Stadt bewegen...

Hinweis: Ich bin Swisscom Mitarbeiter im Bereich Service Continuity (2nd Level Techsupport Wireline), schreibe hier jedoch als Privatperson und Anwender.

Expert
768 von 783

Swisscom liefert freiwillig und ohne teure Mehrkosten FTTH bei Neubauprojekten? Diese Tatsache wäre mir neu. Bei uns auf dem Land wird nur bei teuren Luxusüberbauungen, welche meist Eigentumswohnungen im oberen Preissegment darstellen, wirklich FTTH verbaut. Dort wo der Bauherr bereit ist tief in die Taschen zu greifen, dort gibts auch FTTH. Alles andere ist FTTS oder auch FTTB, wenn Swisscom die Spendierhosen anzieht. Heute Klingeldrähtchen einzuziehen ist wirklich das aller Letzte.

 

Deutschland ist auch ein digitales Entwicklungsland und nicht mit der Schweiz zu vergleichen. Schon ein Telefongespräch via Mobilfunk im Auto ohne Unterbrechung zu führen ist ein absoluter Luxus dort.

Expert
769 von 783

Ich muss meine Aussage revidieren: Offenbar verlegt Swisscom bei Neubauprojekten "freimütiger" FTTH als früher. Ich hab einige Neubauprojekte in meiner Umgebung auf dem Checker überprüft und tatsächlich wurde dort Glasfaser verbaut. Dies war letztes Jahr aber ganz bestimmt noch nicht so. Könnte hier jemand von Swisscom zur policy Änderung Auskunft geben?

 

Ich darf mich mit 100/38 Mbit/s über Kupfer oder 1000/100 Mbit/s über das marode Kabelnetz der EBL Telecom via UPC begügen, während meine Nachbarn in unmittelbarer Umgebung von qualitativ hochwertiger Glasfaser profitieren. So sieht der digitale Graben aus. #firstworldproblem

Editiert
Contributor
770 von 783

Wie kann man sich dann bei Neubauten für FTTH anmelden? Ich habe in Beitrag #739 gefragt und in #740 wurde das von @Roger G.  als nur für Business verfügbar beschrieben.

Super User hed
Super User
771 von 783

@millernet  schrieb:

.....

Ich darf mich mit 100/38 Mbit/s über Kupfer oder 1000/100 Mbit/s über das marode Kabelnetz der EBL Telecom via UPC begügen, während meine Nachbarn in unmittelbarer Umgebung von qualitativ hochwertiger Glasfaser profitieren. So sieht der digitale Graben aus. #thirdworldproblem


@millernet 

 

In Grossprojekten welche mehrere Jahre dauern wird es solche Gräben immer geben zwischen jenen, die ganz am Anfang eine neue Technologie erhalten und den Kunden, die erst ganz am Ende der jeweiligen Ausbaustufe zum Zug kommen.

So kann es auch vorkommen, dass du bei der SBB in einem 40 Jahre alten Zug sitzt und 1/2 h später wird dieselbe  Strecke von ultramodernen Rollmaterial bedient. 

 

Egal ob EBL, Swisscom, UPC oder irgend eine andere Firma, die Ressourcen sind nicht unendlich gross um innert kürzester Zeit ein Land flächendeckend mit 1Gig/1Gig zu erschliessen.

 

Wenn du das als Drittwelt bezeichnest, so warst du wohl noch nie in einem Drittweltland, ausser evtl. als Tourist in einem All-Inclusive oder 5-Sterne-Hotel. Wobei du gar nicht soweit fahren musst. Egal ob Deutschland, Frankreich, Italien, Oesterreich, ... schon wenige Kilometer ausserhalb der Ballungszentren bist du da meist in der Telecom-Wüste.

Novice
772 von 783

Leider ist Swisscom etwas träge auch bei mir!

Sie hat zwar das Glasfaserkabel in der Strasse gelegt und angeschlossen aber weigern sich noch die letzten 250 m zum Haus mir Glasfaser zu erschliessen und auch den Internet-Bosster verweigert Swisscom, weil sonst hätte ich endlich 200 Mbit/s!

Es ist echt schade, dass man nicht reden kann mit dieser Firma und Lösungen finden kann!

Super User
773 von 783

@millernet  schrieb:

... Heute Klingeldrähtchen einzuziehen ist wirklich das aller Letzte...


Wieso? Wenn das richtig gemacht wird, taugen diese "Telefonkäbeli" schon für bis zu 500mbit/s, und ev. sogar als Durchzugshilfe für die künftige Glasfaser 😉 

Super User hed
Super User
774 von 783

@Niemmalde81  schrieb:

Leider ist Swisscom etwas träge auch bei mir!

Sie hat zwar das Glasfaserkabel in der Strasse gelegt und angeschlossen aber weigern sich noch die letzten 250 m zum Haus mir Glasfaser zu erschliessen und auch den Internet-Bosster verweigert Swisscom, weil sonst hätte ich endlich 200 Mbit/s!

Es ist echt schade, dass man nicht reden kann mit dieser Firma und Lösungen finden kann!


Der Booster wird in der Regel aus zwei Gründen "verweigert":

Wenn der Booster beim aktuellen Speed nur wenig Zusatznutzen bringen würde oder wenn die Funkzelle zuwenig resp. keine Kapazität mehr für weitere Booster hat. Ich weiss nicht, woher du die Information hast, dass du mit Booster 200 Mbit/s hättest.

Super User
775 von 783

@hed die 200mbit/s kommen vom Abo inOne M her, und von der Werbung hier.

Novice
776 von 783

Ich hätte 110 Mbit/s mehr mit dem Internet-Booster und es würde noch gehen aber die Spezial-Abteilung will nicht von Swisscom!

Im übrigen habe ich es aus dem checker von Swisscom, dass es bei meinem Nachbar 4 m nebenan möglich ist und ein Swisscomtechniker hat es mir auch bestätigt!

Super User
777 von 783

@kaetho  schrieb:

@hed die 200mbit/s kommen vom Abo inOne M her, und von der Werbung hier.


Aber beim Link steht auch !

 

Bei einem Vivo M oder InOne home mit Internet M muss der Speed zwingend tiefer als 70Mbit/s sein.

Super User
778 von 783

Hallo @Niemmalde81 

 

Was sagt denn der Swisscom Checker wenn du deine Adresse eingibst? 

Wieviel Speed solltest du bekommen?

 

Steht unten das bei dir einen Ausbau geplant ist?

Kannst du bitte mal die Werte hier reinstellen. 

Es hilft uns nicht wenn du sagt das es dein Nachbar möglich ist, müssen schon deine Werte wissen. 

Pro Antenne hat es nur eine gewisse Anzahl Booster Slot frei. Wenn diese Besetzt sind kann kein weiterer Booster mehr in Betrieb genommen werden. Evt geht dein Nachbar auf eine Andere Antenne aber das siehst du als Kunde nicht. 

Es gibt auch Kunden die lassen ihren Booster lange lange liegen und schauen den Zettel wo drauf steht man sollte ihn sofort anschliessen liegen 
Oder Kunden welche den Booster ausschalten und lange nicht mehr verwenden. 
Wenn dein Booster immer gelaufen ist, bleibt dein Slot für dich offen, bis es einen Ausbau gibt und du über der Toleranzgrenze des Booster kommst.

 

gruss Lorenz 

Editiert
Super User
779 von 783

@WalterB  schrieb:

@kaetho  schrieb:

@hed die 200mbit/s kommen vom Abo inOne M her, und von der Werbung hier.


Aber beim Link steht auch !

 

Bei einem Vivo M oder InOne home mit Internet M muss der Speed zwingend tiefer als 70Mbit/s sein.


Ja, man sollte halt nicht nur die prominent platzierten Werbebuttons lesen 😉

Aus meiner Sicht ist der Booster für alles, was mit DSL über 70mbit/s bringt (etwas böse ausgedrückt) eh nur Schönheitssalon. Der Mehrwert bringt beim Speedtest etwas höhere Downloadwerte, aber für TV bringt das gar nichts. Zudem sind die Probleme, die man sich mit der Splittung einhandeln kann manchmal etwas unschön.

 

Anders wird es mit 5G aussehen, wenn man nur noch über 5G fährt (und die DSL-Leitung nicht mehr braucht). Ob, wann und wie steht aber in den Sternen oder sonstwo...

 

@Niemmalde81 für dich würde ich empfehlen, von dieser Idee "mit Booster wird alles besser" absehen und mich mit einer stabilen "only-DSL"-Anbindung begnügen (ev. auf inOne S zurück gehen) oder den Anbieter wechseln.

 

Thomas

Super User
780 von 783

erfahrungsgemäss bringt so ein Booster im Schnitt ein plus von so ca. 20-30Mbit/s abhängig von Tageszeit/Auslastung der Zelle meist weniger, selten auch plus 50-60Mbit, wenn alle Schlafenszeit ist....

keep on rockin'
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