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IB2 WLAN Reichweite miserabel

Contributor
1 von 33

Hi

 

Die WLAN Reichweite meiner IB2 ist unzureichend und ich verstehe nicht wie das bei meinen Gegebenheiten sein kann.

 

Es geht um ein EFH mit zwei Stockwerken, der IB2 steht im EG. Luftline ~6m zum Schlafzimmer oder auch Büro (oberer Stock), wobei nur Holz und Isolation im Spiel ist, also keine massive Bauweise mit Beton oder dergleichen (!!!), erhalte ich auf einem Galaxy S8 einen mageren Balken WLAN Empfang und Swisscom Home meldet eine schlechte Verbindung. In der Praxis verliere ich und meine Frau (Honor 20 Pro) auch regelmässig die Verbindung. Vorallem sie merkt es bei Spotify.

 

Mir ist klar, dass die Positionierung in der Ecke nicht super optimal ist, deswegen habe ich den Router heute extra um 30cm erhöht (siehe Bild, normalerweise steht er hinter dem Lautsprecher anstatt darauf). Hat auch nix gebracht.

 

Daher habe ich heute bei Swisscom angerufen und da wurde nichts gefunden. Die Einstellungen sind optimal (und ich hab noch nicht mal ein anderes WLAN hier angezeigt). Ich könnte nun natürlich eine WLAN Box installieren und werde das auch versuchen. Aber das kann doch nicht sein?

 

Vielleicht kann mir hier jemand helfen? Herzlichen Dank.20190725_163513.jpg

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HILFREICHSTE ANTWORT

Akzeptierte Lösungen
Swisscom
16 von 33

Die von dir angesprochenen Geräte sind auch den Grenzwerten für Strahlung unterworfen. Da ist dann viel Marketing dabei. Für den US - Markt sieht das dann anders aus und dafür sind die gebaut, wenn man die Fesseln löst. Dann könnten wir allerdings auch mehr.

 

By the way: in der Regel sind das dann nur Router ohne Modemfunktion. 

 

Gleiches gilt auch für die super WLAN - Lösungen im Retailmarkt. Kosten viel, bringen keinen Zusatznutzen.

 

Und jetzt beginnt das „Experten“ - Bashing. Ich gehe dann mal ins Wochenende.

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
32 Kommentare
Super User
2 von 33

Hallo @saimons 

 

Du hast die Antwort fast selbst schon gegeben. Holz ist ein extrem guter Isolator und dieser schränkt das WLAN kräftig ein. 

 

Und wie wie du selber gesagt hast die IB2 in der Ecke ist gar nicht optimal.

 

kannst mal versuchen diese rechts vom TV zu positionieren und dann mal zu testen kannst ja die Kabel fliegen verlegen.

 

gruss Lorenz 

Super User hed
Super User
3 von 33

@saimons 

 

Der Standort in der Nähe elektronischer Geräte (Lautsprecher und TV) ist sicher schon mal nicht optimal.

 

Hast du allenfalls Bodenheizung im oberen Stockwerk, denn das ist "Gift" für WLAN. Holz und besonders die Isolation die du erwähnt hast, sind weitere kritische Faktoren.

 

Dann stellt sich die Frage, ob du nur einen Balken im 5 GHz Netz oder im 2.4 GHz - Netz siehst, denn für 5 GHz kann bereits eine Decke oder Wand kritisch sein, allerdings sollten die IB2 und das Gerät auf 2.4 GHz umschalten, wenn der Empfang im 5 GHz zu schwach ist. Bedingung ist allerdings, dass alles richtig konfiguriert ist.

 

Auch der Einfluss der Nachbar-WLAN und die Konfiguration der Kanäle ist entscheidend, am besten du lässt alles es auf Auto, denn die IB2 kann das sehr gut managen.

Contributor
4 von 33

Danke für die bishrigen Antworten!

 

Bzgl. nicht optimalem Standort: Check, ist mir bewusst und leider nicht so einfach zu verbessern. Aber hey, zumindest nicht eingeschlossen und bei den meisten dürfte es nicht viel anders aussehen.

 

Bodenheizung negativ. Die Decke dürfte so aussehen: Täfer, iso-wolle/balken, holzboden, parkett. Im Vergleich zu einer Betondecke dürfte das bzgl WLAN ein Witz sein.

Super User hed
Super User
5 von 33

Weshalb soll das ein Witz sein? Nur weil eine Betondecke härter ist als Holz heisst das noch lange nicht, dass es deswegen eine höhere Däpfung für WLAN gibt.

 

Es genügt z.B. eine Metallfolie von wenigen Zehntelmilimetern wie sie z.T. in Isolationsmaterialien verwendet wird, und Schluss ist mit WLAN. 

 

Und was den Standort anbelangt:

Du kannst die Box ja mal temporär an verschiedenen Orten aufstellen und damit experimentieren, dann weisst du zumindest, ob es am Standort liegt oder nicht.

 

Sehr selten aber auch nicht ausgeschlossen ist ein Defekt der IB2 oder selbst.

 

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Super User
6 von 33

@saimons 

 

10-15 Meter in jede Richtung solltest Du bei guten lokalen Funk-Verhältnissen und korrekter Sende-/Empfangsleistung der IB2 und natürlich auch des entsprechenden  Client-WLAN-Adapters des einzelnen Gerätes (1, 2 oder 3 Antennen) eigentlich eine WLAN-Übertragungsrate von >= 100 MBit/sec hinkriegen können.

 

Gehe doch einfach im selben Stockwerk mit der IB2 mit Deinem Mobile mal 10 Meter vom Router weg und mache eine Messung.

Dann gehst Du ein Stockwerk hoch und misst nochmals, dann wirst Du die Wirkung der Decke gut einschätzen können.

 

Alles eine Sache von weniger als 5 Minuten.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
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Expert
7 von 33

Ich möchte mich mal explizit der Frage nach "Holz vs Beton" anschliessen, weil ich hierzu schon verschiedene völlig widersprüchliche Informationen von Experten erhalten habe.

 

Beispielsweise sagte mir gerade vor wenigen Wochen ein Netzwerkspezialist der in einer rennomierten Schweizer Firma für verschiedene grosse WLAN-Projekte (also vernetzung von Hotels, Wohnheimen etc., teilweise mit hunderten AccessPoints) zuständig ist, dass Holz bezüglich der Dämpfung deutlich unproblematischer sei. Konkret ging es dort gerade um den Ausbau von zwei Standorten, einen in Betonbauweise und einen in Holzbauweise. Im Betonbau hat man einen AP für jedes Zimmer kalkuliert, im Holzbau nur 1 - 2 pro Wohnung.

 

Hier scheint nun wieder die Gegenteilige Meinung vorzuherrschen: Holz soll schlimmer sein als Beton. Auch das habe ich schon verschiedentlich gehört. Hierbei wird teilweise darauf hingewiesen, dass der Wasseranteil entscheidend sei.

 

Ich wäre mal interessiert, ob es hier Studien mit konkreten Messwerten gibt. Auf die schnelle habe ich nur das hier gefunden. Und das spricht sehr viel stärker gegen Beton als gegen Holz.

Super User
8 von 33

Hier mal noch ein Link zu den jeweiligen Dämpfungswerten.

Geht zwar konkret um Mobilfunk, aber gibt trotzdem Indikationen:

 

https://www.emf.ethz.ch/de/emf-info/themen/technik/mobilkommunikation/empfindlichkeit-daempfung-stoe...

 

Persönlich halte ich Holz eigentlich für relativ transparent bezüglich Funksignalen.

 

Mein Medienschrank ist aus Holz (Wandstärke 18 mm) und darin befindet sich ohne spürbare Nachteile auch der versteckte WLAN-Accesspoint meiner Wohnung mit absolut toller Leistung.

Im gleichen Schrank hatte ich zeitweise auch einen Internet-Booster mit sehr gutem 4G-Empfang von ca. -70 dB versteckt.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Expert
9 von 33

  schrieb:@Werner

 

Persönlich halte ich Holz eigentlich für relativ transparent bezüglich Funksignalen.


 

Ist gefühlsmässig auch mein "Erfahrungswert" - auch wenn ich nie konkrete Messungen durchgeführt habe. Scheint mir auch aus sonstigen Überlegungen (Dichte) einleuchtender. Nicht umsonst benutzt man besonders dichte Materialien wie Blei zur Strahlungsabschirmung.

 

Aber woher kommt dann die ebenfalls weit verbreitete Auffassung, Holz sei ein WLAN-Killer?

Super User
10 von 33

Wahrscheinlich gibt es bezüglich Funkwellenausbreitung und -dämpfung ähnlich viele Meinungen wie Experten.

Materialtests in Labors für die Beeinflussungsfaktoren sind wahrscheinlich noch am aussagekräftigsten.

Sicher ausschlaggebend ist am Schluss aber die lokale Situation und die konkrete Messung.

 

Bezüglich WLAN und DECT gibt es beispielsweise auch die Empfehlung die entsprechenden Basisstationen in keinem Fall direkt nebeneinander aufzustellen.

Wir wir alle wissen hat die Swisscom aber diese zwei Funktionen in ihren Internetboxen direkt kombiniert und wirkliche praktische Nachteile aus diesem Entscheid sind (zumindest mir) eigentlich nicht bekannt...

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Super User hed
Super User
11 von 33

Die Labortests gehen immer von homogenen Grundstoffen und einer definierten Dicke aus. Die Realität wird damit aber nur bedingt abgebildet.

 

Bei einer Betondecke/Mauer haben z.B. Eisenarmierungen, Bodenheizungen, elektrische Rohre und sanitäre Leitungen einen grossen Einfluss. Bei Holzkonstruktionen spielen zudem die verwendeten Isolationsmaterialien und der Feuchtigkeitsgehalt eine wesentliche Rolle.

 

Letztendlich entscheidend ist aber die Praxis. Mit der Freeware inSSIDer auf dem Laptop installiert, kann man sehr schön die Feldstärke an unterschiedlichen Orten des Hauses grafisch darstellen, getrennt nach 2.4 und 5 GHz und sieht dabei auch noch alle Nachbarnetze.    

 

Und bei solchen Messungen wird man auch feststellen, dass zum Teil nur wenige cm Verschiebung oder eine Drehung des Mess-PC um 45 oder 90 Grad einen grossen Einfluss auf die Messwerte haben können. Ebenfalls sehr schön sichtbar sind die grossen Unterschiede 2.4 GHz vs. 5 GHz.

 

Swisscom
12 von 33

@saimons 

 

Bitte das hier prüfen: https://community.swisscom.ch/t5/Internet-Wissensbox/Defektes-5GHz-WLAN-bei-Internet-Box-2-erkennen/...

 

Dann noch mal schauen, ob im Menü des Routers beim Punkt WLAN die Sendeleistung auf 100% steht. Wenn nicht, dann bitte ändern.

 

Guido

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Contributor
13 von 33

Merci, die Debug-Seite hab ich bisher nicht gekannt. Da sieht alles gut aus, Signalstärke 16.5 und Zustand Good.

 

Die Diskussion Holz vs Beton war aufschlussreich. Meine Überlegung ist halt, dass eine Balken- im Gegensatz zu einer Betondecke nicht solide ist, da sind ja jeweils 50-100cm Abstand zwischen den Balken.

 

Aber gut, ich nehm es jetzt mal so hin. Die Swisscom Geräte waren in diesem Bereich leider noch nie gut 😞 Hab mir gerade eine WLAN-Box geholt und installiert. Dank Ethernet im ersten Stock dürfte das nun eine runde Sache sein. Ist halt ein Gerät mehr, aber was solls.

Swisscom
14 von 33

@saimons Dem muss ich jetzt mal sehr deutlich widersprechen. Die IB2 ist im Rahmen des erlaubten im bereich WLAN einer der besten Router am Markt. Da gehe ich gerne jeden Test an, denn wir haben gegen x Router getestet, die so am Markt sind. Aber zaubern kann niemand. Weil wir wissen, dass die Anforderungen an eine perfekte WLAN - Abdeckung steigen, haben wir die WLAN - Box entwickelt. Natürlich bekommt man damit das beste Ergebnis, wenn man die Boxen per Ethernet verbindet.

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Contributor
15 von 33

Bei der Aussage juckt es mich aber schon in den Fingern einen Netgear Nighthawk o.ä. zu besorgen und einen Vergleich anzustellen 😉 Leider sind 200-300 Stutz ein bisschen viel Asche für so eine Aktion (zumal ein gigantischer Fail gut drin liegt 😄 ). Was ich aber auch noch anmerken möchte: Ich glaub jeder hier kann unterschreiben, dass mehrere Gerätegenerationen von euch ein ausgesprochen mieses WLAN hatten. Und das hallt zumindest bei mir noch nach, deswegen meine Kritik.

Swisscom
16 von 33

Die von dir angesprochenen Geräte sind auch den Grenzwerten für Strahlung unterworfen. Da ist dann viel Marketing dabei. Für den US - Markt sieht das dann anders aus und dafür sind die gebaut, wenn man die Fesseln löst. Dann könnten wir allerdings auch mehr.

 

By the way: in der Regel sind das dann nur Router ohne Modemfunktion. 

 

Gleiches gilt auch für die super WLAN - Lösungen im Retailmarkt. Kosten viel, bringen keinen Zusatznutzen.

 

Und jetzt beginnt das „Experten“ - Bashing. Ich gehe dann mal ins Wochenende.

Head of Access & Communication Services @ Product & Marketing Department, Swisscom (Schweiz) AG
Super User
17 von 33

@saimons 

 

Für die Centro Grandes und älter hast Du natürlich recht, mit den Internetboxen ist es dann besser geworden und mit der IB2 hat man dann WLAN-mässig auf Augenhöhe zu den WLAN-Marktführern aufgeschlossen.

 

Den Vergleich mit dem Nighthawk kann ich Dir zwar nicht liefern, aber bei mir steht direkt neben der IB2 (WLAN normlerweise ausgeschaltet) ein Asus RT-AC68U als von der Swisscom unabhängiger Heimnetzrouter mit einer bekannt sehr guten WLAN-Leistung und wenn ich zu Testzwecken manchmal das WLAN der IB2 einschalte, dann sehe ich in der Praxis, dass die IB2 bezüglich WLAN einen vergleichbar guten Job macht.

 

Also wegen dem WLAN der IB2 würde ich sicher nicht Geld in einen zusätzlichen Router oder AP investieren.

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Super User
18 von 33

@GuidoT 

 

OT: Hoffentlich wirst Du auch ohne Bashing ein schönes Wochenende haben und  Blitz und Donner kommen ja dann vermutlich noch vom Himmel...

Selbstdeklaration: Emanzipierter Kunde und Hobby-Nerd ohne wirtschaftliche Abhängigkeiten zur Swisscom
Contributor
19 von 33

Gepflegte Konversation, kein Bashing :grin_smile: Hey, ich finds gut und hab was gelernt. Es gurkt mich zwar immer noch an, für das kleine Häuschen eine WLAN Box zu betreiben, aber so sei es. Danke an an alle. Guido, du machst das hier richtig gut :thumbs_up:

 

Schönes Wochenende!

Super User
20 von 33

@saimons 

 

Wenn Du jetzt die WLAN-Box im oberen Stock an das LAN angeschlossen hast kannst Du unter Umständen das WLAN bei der IB2 z.b. auf 25-50% reduzieren.

 

Jedenfalls wirst Du eine gute Leistung haben und der Anschaffungspreis bewegt sich in einem normalen Rahmen.

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