abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Befreie deinen PC von Viren: Der Notfallplan

Befreie deinen PC von Viren: Der Notfallplan

100 % hilfreich (2/2)

Security.jpegWenn dein Rechner von einem Virus befallen ist, solltest du zwei Dinge tun: Erstens, trenne den Rechner sofort vom Netz und allfälligen externen Speichermedien. Zweitens, ziehe den nachstehenden Notfallplan aus der Schublade und gehe ihn Schritt für Schritt durch.

 

Ein Computer mit Viren ist ärgerlich. Besonders, wenn du ein Anti-Virenschutz-Programm installiert hattest. Natürlich kannst du zuerst versuchen, den PC mit der Antiviren-Software zu scannen. Der Malware ist es aber trotzdem gelungen, sich im System einzunisten. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ein Scan den Virus erkennt. Nun kannst du entweder einen IT-Spezialisten zu Rate zu ziehen oder du versuchst es mit der folgenden Checkliste:

 

1. Trenne den Rechner vom Netzwerk (Internet), um eine weitere Verbreitung oder Aktivität der Malware zu verhindern.

 

2. Hänge sämtliche externen Speichermedien wie Festplatte, USB-Stick oder Smartphone ab, um einen weiteren Befall zu verhindern.

 

3. Hole dir einen Kaffee: Denn die folgenden Schritte benötigen etwas Zeit.

 

4. Scanne den Rechner mit einer Antiviren-Software auf eine der folgenden Arten:

  • Starte Windows neu und drücke die Taste «F8», um in den abgesicherten Modus zu gelangen (falls das nicht funktioniert, gehe wie hier beschrieben vor). Führe nun einen ausführlichen Scan durch. Bleibe dabei offline.
  • Mehr Erfolg verspricht ein spezialisierter Rettungs-Stick oder eine DVD. Wenn du ab diesem Medium startest, wird der Virus nicht aktiv und kann einfacher entdeckt werden. Ein Rettungs-Medium kannst du selbst erzeugen, beispielsweise mit de Kaspersky Rescue Disk oder Desinfec't aus dem deutschen IT-Fachverlag Heise.

5. Wenn der Scan Viren im System findet, stelle diese unter Quarantäne. Das bedeutet, dass das Virenprogramm an einem sicheren Ort gespeichert wird und nicht mehr aktiv werden kann. Das ist hilfreich, um herauszufinden, ob der Virus Systemdateien befallen hat. Ist die Malware dagegen in einem Mail-Anhang, kannst du dieses direkt löschen.

 

6. Scanne externe Datenträger, die im Zeitraum des Befalls an den Rechner angehängt waren. Am besten nutzt du dazu ein Rettungsmedium.

 

7. Nun ist es vielleicht Zeit für einen weiteren Kaffee: Denn sicherheitshalber installierst du den Rechner neu. Formatiere die Festplatte und setze Windows und alle Anwendungen neu auf.

 

8. Ändere deine Passwörter. Falls der Virus die Zugangsdaten ausspioniert hat, sind deine Passwörter nicht mehr sicher.

 

9. Stelle die Daten aus dem Backup wieder her.

 

Willst du mehr zum Thema wissen? Wie du überhaupt feststellst, ob dein PC virenverseucht ist - und noch mehr Tipps & Tricks - liest du im ausführlichen Artikel vom Swisscom Magazin. 

War dieser Artikel hilfreich? Ja Nein
Beitragleistende
Kommentare
Super User hed
Super User

Einen Schönheitsfehler hat die Anleitung:

 

Falls es im Backup ebenfalls virenverseuchte Dateien hat, so ist man nach Schritt 9 wieder genau so weit wie am Anfang.

 

Mein Verbesserungsvorschlag zu Schritt 9:

9a: Restore des Backups auf einer Testumgebung oder in einer vom Host isolierten VM

9b: Scan der Backup-Dateien auf der Testumgebung oder der VM auf Viren, Trojaner und andere Schädlinge

9c: Kopie der überprüften Daten vom Testsystem oder der VM auf die Produktivumgebung 

Expert

Man könnte noch einiges dazu anmerken...

 

Aber für den Anfang vielleicht das: Mit F8 in den abgesicherten Modus kommt man schon lange nicht mehr - das hat zuletzt bei Windows 7 geklappt. Macht aber nichts, weil der abgesicherte Modus jetzt auch nicht wirklich das Richtige ist, wenns um die Bekämpfung von Viren geht.

Community Manager

@hed Danke dir für deine Ergänzung. Dies kann sicherlich weiterhelfen.

@cslu Merci dir. Ich habe eine entsprechende Anpassung am Text vorgenommen. Wenn du noch weitere Anmerkungen hast, nur zu!

 

Liebe Grüsse, Miriam