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Verkabelung VDSL bzw. Casa Trio

Contributor
1 von 17

Hallo Zusammen

Ein Bekannter von mit hat mich gebeten, nachdem er Casa Trio aboniert hatte, in seinem Haus die alte Verkabelung zu entfernen und die neuen Kabel (U72) einzuziehen.
Also habe ich ab dem Hausanschlusskasten (HAK) zwei neue Kabel (U72) eingezogen. Das erste (1) direkt zur neu installierten Telefonsteckdose des Routers, wo zusätzlich ein Funktelefon dran hängt. Ab dieser neuen Dose habe ich dann ein Kabel noch an die gegenüberliegnden alten Dose des Schlafzimmers gezogen (ca. 1m).
Das zweite (2) Kabel habe ich parallel zum ersten (1) Kabel im AHK angeschlossen und am anderen Ende ein altes bestehendes PTT-Wandtelefon in Flur angeschlossen. Problem: Sobald ich die zweite Leitung (2) dranhänge, funktioniert kein Internet und Ferneseh mehr. Nur einzel mit der Leitung 1 ist es kein Problem. Früher lief das ADSL mit dem alten Telefon ohne Probleme. Was ist falsch? Danke für euro Antwort.

16 Kommentare
Expert
2 von 17

Hast du den alten ADSL Filter gegen den neuen VDSL ersetzt ?

Master of Desaster
Super User
3 von 17

Auch die 2te Leitung musst du Filtern. Selbst dann ist es aber Möglich das so ein altes Telefon stört, sporadisch kurz klingelt oder es sonst irgendwie spuckt.

Eine Möglichkeit der Installation findest du hier auf Seite 7. Besorg dir so einen Splitter.

https://www.tuxone.ch
Falls du in deinem Thread eine Antwort von Tux0ne wünschst, so ergänze deinen Text mit @Tux0ne. Damit erhalte ich eine Benachrichtigung.

Highlighted
Contributor
4 von 17

Danke Euch Beiden.

Hatte den neuen Filter schon von Anfang drin.

Komisch ist nur, dass mit vorherigem ADSL 5000 analog keine Probleme gab.

 

Expert Pro XT
Expert Pro
5 von 17

VDSL ist viel empfindlicher. Nur mit neuen Kabeln hast du keine bessere Verbindung. Viel wichiger ist, das du zum Router ein direktes Kabel hast. Und die restliche installation inkl. Kabel gefiltert ist.

 

So wie es aussieht musst du nochmals neu Verkabeln. 

 

lg elchoer

Novice
6 von 17

Hallo zusammen

 

Neu Kabeln vielleicht nicht.

Als bei meiner letzten Störung ein SC Techniker bei mir war und wir über die Installation dikutierten die ich

selbt gemacht habe, meinte er mit einem Zentralfilter sind alle weitergehenden Leitung automatisch gefiltert.

Gesagt getan und siehe da alles funktioniert wieder ohne grossen Installationsaufwand.

 

Gruss Beat

Contributor
7 von 17

Hallo Beat

Danke für Deine Ausführung. Ja, ich werde diesen Zentralfilter einbauen. Ich hatte diesen Typ in der Zwischenzeit auch von einem Techniker bekommen.

Schöne Grüsse

Super User
8 von 17

@Beat:    Neu Kabeln vielleicht nicht.

 

Doch, das sollte Beat machen.

Weil sonst die Versuchung gross ist, im selben Kabel die Zu- und Wegleitung zu führen. Dass dann auch wieder zu Verlust oder Störung des DSL-Signals führen kann.

 

Gruss Herby

#userID63
Super User
9 von 17

Für BB Ready gilt nur noch das (momentan) 🙂

 

 

1. Leitung UP/HAK bis und mit BBR-Dose 
- Für den Einsatz von VDSL ist eine durchgängige, verdrillte 
Leitung zwischen UP/HAK und Splitter zwingend.  
- Um die bestmögliche Qualität zu erreichen, ist in der 
Hausinstallation zwischen UP/HAK und der BBR-Dose immer 
das abgeschirmte Kabel U72MP (1x2x0,5) zu verwenden. 
- Diese Anweisung gilt für Analog und ISDN. 
Damit werden alle bekannten Fehlerquellen für BB-Ready 
ausgeschalten: 
- keine Bridged-Taps (Verzweigungen, Stichleitungen) 
- keine hochfrequenz-untauglichen Kabelverbindungen 
- optimale Abschirmung gegen alle möglichen HochfrequenzStörungen 
- falsches Anschliessen in der Schlaufdose 
Hinweis:  
Es dürfen nur Schraub – oder Scotchklemmen verwendet werden. 
Schrauben und Klemmen müssen sehr gut angezogen sein. 
Achtung:  
Eine mangelhafte Installationsausführung von BB-Ready führt zu 
Signal-Störungen beim Kunden. Swisscom wird 
Hausinstallationen mit mangelhaften Leitungswerten vor Ort 
überprüfen lassen. 
2. Leitung BBR-Dose bis Splitter: Vorkonfektioniertes Y-Kabel 
verwenden. 
3. Bei First-Line-VoIP wird auf den Splitter verzichtet und statt dem YKabel muss das weisse oder das neue violette Kabel verwendet 
werden, damit die bestehenden POTS-Telefone weiter 
funktionieren. 
4. Leitung Splitter bis Router: Ausschliesslich das vorkonfektionierte 
verdrillte (violette) Kabel verwenden; das Kabel darf nicht 
aufgerollt werden. 
5. Router an BBR-Dose anschliessen. DSL-LED am Router leuchtet 
dauernd: Modem synchronisiert mit dem Netz von Swisscom. Falls 
Modem nicht synchronisiert gilt Vorgehen gemäss...

 

 

Was früher BB Ready war reicht zum Teil nicht mehr, denn

 

 

Installationskontrolle:

1.  Kabel von UP/HAK bis BBR-Dose durchgehend U72MP 1x2x0.5 

2.  Alle Abzweigungen (Bridged-Taps) am UP/HAK entfernt 

3.  Erde am UP/HAK angeschlossen, an Dose abgeschnitten 

4.  BBR-Dose korrekt verbaut inkl. Splitter 

5. Verbindung Splitter zum Router mit violettem, verdrillten Kabel 

(nicht aufgerollt) 

6. Die Verkabelung sieht ordentlich/professionell aus 

7. Der Router ist keinen starken thermischen Belastungen 

ausgesetzt 

8. Das Routernetzteil gehört zum entsprechenden Router und  

 ist ohne Wackelkontakt angeschlossen 

9.  Programmwechsel funktioniert auf allen TV – Geräten 

10.  Alle Telefone funktionieren bei eingeschaltetem TV:  

 Kein STB-Resynch beim Abheben der Hörer 

11.  Radio-Verbindung STB – Musikanlage erstellt (falls gewünscht)

 

 

Das dies gerade in grossen Überbauungen eigentlich gar nicht einzuhalten ist muss man mir nicht erklären :))

https://www.tuxone.ch
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Super User
10 von 17

Hey TuxOne

Danke für die Ausführliche Antwort.

Hast Du noch eine link?

 

Gruss Herby

#userID63
Super User
11 von 17

Das sind Auszüge aus dem OSI Manual für VDSL basierte Produkte.

Nicht erhältlich.

https://www.tuxone.ch
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Expert
12 von 17

 


@Tux0ne schrieb:
- Um die bestmögliche Qualität zu erreichen, ist in der 
Hausinstallation zwischen UP/HAK und der BBR-Dose immer 
das abgeschirmte Kabel U72MP (1x2x0,5) zu verwenden. 

 

Danke für die ausführliche Beschreibung.

 

Werden neu sogar U72MP Kabel verwendet? Was ist der Unterschied zum U72?

Die "Rückführung" zu den anderen Dosen, also von der "digitalen Steckdose" weg, dürfen schon im selben U72 Kabel sein (ohne Filter)...?

Super User
13 von 17

Dieses Kabel ist im Vergleich zu einem U72 Paarverseilt (P) und Abgeschirmt (M Mantel).

Die Rückspeissung der restlichen Telefondosen dürfen eben nicht im selben Kabel geführt sein.

Darum benutzt man das bestehende als Rückspeissung und zieht als Zuleitung ein neues.

 

Aber eben. Das ist ja nicht immer möglich, oder in einem vertretbaren Kosten und Arbeitsaufwand zu erledigen.

Ein Tipp von mir. Microwagos sind für VDSL eine wirklich schlechte Verbindungsart. Die Kontaktstelle ist extrem klein und nicht HF tauglich, bzw eine Störquelle.

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Novice Lt
Novice
14 von 17

Habe bezüglich BB Ready-Installationsstandart noch folgende Frage / Bemerkung:

1. wo soll auf dem Amtsverteilkasten der Schirm der Wohnungszuleitungen in einem MFH angeschlossen werden (betrifft vorallem VS83-Buchten und auch HAK-Hybrid 6 und grösser >nur 1 Erdklemme)?

2. Das Kabel U72MP 1x2 kostet das 6.5-fache gegenüber einem U72 1x4

 

Super User
15 von 17

>1. wo soll auf dem Amtsverteilkasten der Schirm der Wohnungszuleitungen in einem MFH angeschlossen werden (betrifft vorallem VS83-Buchten und auch HAK-Hybrid 6 und grösser >nur 1 Erdklemme)?

 

Bei VS83 Buchten befindet sich der Erdpunkt praktischerweise in der Nähe der UPK (damit die Anschlussleitung ebenfalls geerdet wird)

Somit ist die Distanz Klemme, Erdungspunkt nicht sehr gross.

Da das Kabel U72MP 1x2 eigentlich nur durch die Swisscom OSI installiert wird und dies auch nur wenn es einen Anlass dazu gibt, rechnet man eigentlich nicht mit sehr vielen solchen Kabel am UP.

Die Schnittstellenanforderung sieht immer noch ein normales U72 vor. Dieses reicht ja meistens völlig aus.

Das U72MP ist einfach die Vergoldung (ob nötig oder auch nicht). Zu Anfangszeiten von ISDN wurde auch noch ein abgeschirmtes Kabel empfohlen. Macht heutzutage ja auch niemand mehr 😉

Hier ein HAK-Hybrid Muster:

 Erdungbbr1.jpg

 

 

 

>2. Das Kabel U72MP 1x2 kostet das 6.5-fache gegenüber einem U72 1x4

Die Schnittstellenanforderung sieht immer noch ein normales U72 vor.

Wenn die Swisscom ein U72MP verwenden möchte darf sie das.

Ich sehe da kein Problem.

 

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Expert
16 von 17

Wandtelefon, ein guter alter Klassiker der DSL Störungen 😄

Super User
17 von 17

Der Lauf der Dinge hat diesen Thread eingeholt.

 

Auch die Swisscom wird demnächst keine BBR Installationen ausführen.

Diese wird nur noch gemacht falls nach einer Messphase (grooming) ein Problem besteht.

 

Bei einer Swisscom Installation wird das Kabel ab UP/HAK nicht mehr ausgewechselt.

Es werden ebenfalls die normalen Microfilter verwendet und das Access Profil wird gemessen und nicht fixiert.

 

 

Da die Swisscom in den PUS Ausbau investiert hat und deren Auslastung optimiert, wird das Internet Signal für die meisten Kunden nicht mehr ab der Zentrale sondern ab dem nächsten PUS zugeführt.

Somit ist BBR nur noch in seltenen Fällen nötig.

https://www.tuxone.ch
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