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Datenpaket "Standard Tariff 10MB EU"

Contributor
1 von 12

Hallo zusammen,

 

Ich habe eine unzufriedenstellende Situation:

Gemäss Swisscom Auskunft handelt es sich bei dem Datenpaket "Standard Tariff 10MB EU" um ein Paket, welches automatisch (ohne jegliche Benutzerinteraktion) aktiviert wird, wenn der Benutzer Datenverkehr im Ausland hat. Eingestuft wird dieser Dienst gemäss Swisscom als "Sicherheit" für den Kunden, damit keine teuren Roaming Gebühren anfallen. Soweit so gut (oder schlecht).

 

Nun zu meiner Situation. Ich habe grundsätzlich immer das Daten Roaming auf meinem Google Nexus 5 ausgeschaltet. So auch neulich als ich von Basel kurz nach Lörrach fuhr. Prompt wurde mir automatisch das oben genannte Datenpaket für CHF 4.50 "verkauft". Ende Monat mittels Verbindungsdetails habe ich herausgefunden, dass ich im ganzen Monat einmalig im Ausland (genau am erwähnten Tag) 30 KB Datenverkehr in Deutschland hatte. Anders gesagt haben mich die 30 KB CHF 4.50 gekostet. Ganz schön viel finde ich. Was den Datenverkehr ausgemacht hat weiss ich leider nicht.

 

Das Gleiche Spiel erlebte ich letzen Monat. Gemäss Verbindungsdetails 1x 10 KB und 1x 20 KB Datenverkehr im Ausland. Also wieder CHF 4.50 bezahlt für 30 KB.

 

Nochmals zusammenfassend:

- Gemäss Verbindungsdetails war ich 2x im Ausland in den letzten 2 Monaten (das stimmt)

- In beiden Monaten hatte ich einen Datenverkehr von 30 KB (Daten Roaming stets deaktiviert)

- Ich habe also für 60 KB CHF 9.00 bezahlt

 

Zu meiner Kritik und Fragen:

Gemäss Swisscom muss man im Ausland auch "Mobile Daten" ausschalten. Nur Daten Roaming auszuschalten reiche nicht. Soweit hat Swisscom recht. Anscheinend habe ich tatsächlich unbewussten Datenverkehr trotz deaktiviertem Data Roaming. Ob das an einer APP, an Android oder an Google liegt sei dahingestellt. Wichtig für mich ist mein Gefühl, dass dieser "Sicherheitsmechanismus" von Swisscom in dieser Art eher eine Bevormundung ist als ein Schutz. Wieviel kosten denn 30 KB Roaming aus Deutschland ohne Abo? Sicherlich keine CHF 4.50! Wenn doch erübrigt sich diese Kritik. Die neue wäre dann wie sau teuer Roaming Gebühren sind.

 

Unter Annahme, dass 30 KB Roaming keine CHF 4.50 kosten:

Wie wäre es dieses Abo erst zu aktivieren, resp. dem Kunden den Abopreis erst zu berechnen wenn die aktuellen Roaming Gebühren TEURER werden würden als das Abo? Das wäre Kundenschutz.

 

Offen bleiben also folgende Fragen:

- Kann dieser "Aboschutz" für einen Endkunden von Swisscom deaktiviert werden?

- Kann/wird Swisscom den "Aboschutz" anpassen?

- Wieviel kosten 1 MB Daten von Deutschland ohne jegliches zusätzliche Roaming Abo?

- Was genau ist es das diese 30 KB Daten auslöst obwohl das Daten Roaming abgeschaltet ist?

 

Zumindest zu den ersten 3 Fragen wäre eine Antwort von Swisscom wünschenswert. Denn jedesmal mobile Daten abzustellen wenn ich kurz nach Deutschland gehe ist keine Lösung.

 

HILFREICHSTE ANTWORT

Akzeptierte Lösungen
Expert
3 von 12

@n0daft schrieb:

Offen bleiben also folgende Fragen:

- Kann dieser "Aboschutz" für einen Endkunden von Swisscom deaktiviert werden?

- Kann/wird Swisscom den "Aboschutz" anpassen?

- Wieviel kosten 1 MB Daten von Deutschland ohne jegliches zusätzliche Roaming Abo?


Unter http://cockpit.swisscom.ch/ kann der Basistarif aktiviert resp. deaktiviert werden. Wenn dieser deaktiviert ist, ist das Surfen nur mit einem optionalen Datenpaket möglich.

 

Ich denke dies wird eine Weile so bleiben, ist doch relativ neu.

 

Eine klassische Abbrechnung nach Daten gibt es nicht mehr. Lediglich bei "Rest der Welt" wird noch so abgerechnet. 30 KB kosten CHF 0.30. In deinem Fall wäre dies natürlich massiv günstiger. Weitere Infos zu den Kosten findest du in diesem PDF: https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/res/mobile/abos-tarife/tarife-ausland-roaming/uebers...

 

Für "Sehr-Wenig-Nutzer" ist das aktuelle Tarifmodell tatsächlich ziemlich unpraktisch. So könnte sonnst fast gratis im Ausland mal eine WhatsApp-Nachricht abgesetzt werden. Nun kosten diese gleich CHF 4.50.

 

z.B. meine Eltern wohnen fast an der Grenze, teilweise gibt es nur Deutsches Netz, oder sie gehen in den Schwarzwald (Deutschland) wandern. Früher konnten sie via WhatsApp schreiben, für wenige Rappen im Monat. Heute kostet dies CHF 4.50. Auch wenn es nur eine einzelne Nachricht ist...

 

Dafür ist es schwieriger eine horrende Handyrechnung zu erhalten wegen einem eigenen "Fehler". Swisscom hat weniger Erger, aber vermutlich auch mehr Umsatz und vor allem deutlich mehr Gewinn, da wie du schreibst wenige KB für CHF 4.50 verkauft werden.

11 Kommentare
Super User
2 von 12

Was mich wundert - dass du trotz ausgeschaltetem Datenroaming im Ausland trotzdem "angeblich" Datenverbrauch hattest. Ich kenne das SO nicht. Habe auch immer mobile Daten eingeschaltet (In- und Ausland) und Datenroaming deaktiviert. Mir hat es so noch nie im Ausland Datenverbrauch gegeben....

 

Könnte es sein, dass evtl. hier MMS oder auch ein SMS mit Smilies+Co im Spiel waren, das generiert afaik auch mobile Daten. In wieweit hier die Deaktivierung des Datenroamings greift, ist mir nicht bekannt.

 

Gruess, POGO 1104

keep on rockin'
Expert
3 von 12

@n0daft schrieb:

Offen bleiben also folgende Fragen:

- Kann dieser "Aboschutz" für einen Endkunden von Swisscom deaktiviert werden?

- Kann/wird Swisscom den "Aboschutz" anpassen?

- Wieviel kosten 1 MB Daten von Deutschland ohne jegliches zusätzliche Roaming Abo?


Unter http://cockpit.swisscom.ch/ kann der Basistarif aktiviert resp. deaktiviert werden. Wenn dieser deaktiviert ist, ist das Surfen nur mit einem optionalen Datenpaket möglich.

 

Ich denke dies wird eine Weile so bleiben, ist doch relativ neu.

 

Eine klassische Abbrechnung nach Daten gibt es nicht mehr. Lediglich bei "Rest der Welt" wird noch so abgerechnet. 30 KB kosten CHF 0.30. In deinem Fall wäre dies natürlich massiv günstiger. Weitere Infos zu den Kosten findest du in diesem PDF: https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/res/mobile/abos-tarife/tarife-ausland-roaming/uebers...

 

Für "Sehr-Wenig-Nutzer" ist das aktuelle Tarifmodell tatsächlich ziemlich unpraktisch. So könnte sonnst fast gratis im Ausland mal eine WhatsApp-Nachricht abgesetzt werden. Nun kosten diese gleich CHF 4.50.

 

z.B. meine Eltern wohnen fast an der Grenze, teilweise gibt es nur Deutsches Netz, oder sie gehen in den Schwarzwald (Deutschland) wandern. Früher konnten sie via WhatsApp schreiben, für wenige Rappen im Monat. Heute kostet dies CHF 4.50. Auch wenn es nur eine einzelne Nachricht ist...

 

Dafür ist es schwieriger eine horrende Handyrechnung zu erhalten wegen einem eigenen "Fehler". Swisscom hat weniger Erger, aber vermutlich auch mehr Umsatz und vor allem deutlich mehr Gewinn, da wie du schreibst wenige KB für CHF 4.50 verkauft werden.

Contributor
4 von 12

Hi

 

Danke für die raschen und informativen Antworten.

@POGO 1104 Der Hinweis mit dem SMS und dem Smiley ist sehr interessant. Jedoch habe ich meinen SMS Verlauf gecheckt und keine Messages an diesem Tag gefunden.

 

@Googlook Du sagst es. An und für sich finde ich es ja schön dass es einen Schutzmechanismus gibt. Andererseits werde ich das Gefühl nicht los, dass dies geschickt eingefädelt ist, sodass Swisscom hier und da mal schnell CHF 4.50 einstreichen kann für praktisch keine Leistung. Dein Hinweis zur Deaktivierung des Pakets via Cockpit löst mein Problem soweit. Danke.

 

Ich bin gespannt ob sich da noch was entwickelt oder ob zuerst mehr Reklamationen eingehen müssen.

Vorerst markiere ich deine Antwort mal als Lösung. Obwohl das Problem für etliche "Ausland-low-user", die sich dessen noch nicht bewusst sind, weiter bestehen wird.

Editiert
Expert Pro
5 von 12

man kann auch nachfragen und ich hatte schon viele Kunden, die erstens froh waren, war dieser Schutz drin (da ging es aber um mehr als 200 MB, die eine horrende Rechnung gebracht hätten) und zweitens von der Swisscom auch Gutschriften erhielten, wenn es wirklich um sowas ging. Nur wollen die meisten Kunden nicht wahr haben, dass diese Pakete auch "gebraucht" wurden.

 

 

 

 

lg forevermore
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Contributor ere
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6 von 12

Solange ich kein zusätzliches Datenpaket kaufen will, ist Datenroaming aus, wie oben erwähnt.

Als zusätzliche Sicherheit wähle ich den Netzbetreiber "swisscom" manuell statt automatisch. Oft reicht das Swisscom-Netz noch ein paar Meter über die Grenze.

______________________________________________________
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Contributor
7 von 12

@forevermore Wie bereits erwähnt, bin ich auch froh um einen solchen Schutz. Aber eben: er sollte alle Kunden fair schützen. Ich denke das aktuelle Modell führt bei vielen Kunden zu unbewussten Mehrkosten.

 

Bezüglich nachfragen: wenn du Swisscom meinst, habe ich das heute Morgen getan. Ich wurde dann mit der Aussage vertröstet, dass man unbedingt "mobile Daten" ausschalten muss und dass das Deaktivieren des Standardtariff Datenpaket 10 MB nicht möglich sei, da es sich um einen Schutz handle. Wobei letztere Aussage so nicht stimmt was aus dem Beitrag von @Googlook hervorgeht.

 

Das mit den Gutschriften ist zwar flott, trotzdem fehlt für mich bezüglich diesem Service 1) die Kommunikation/Information seitens Swisscom und 2) finde ich den Service nicht Kundengerecht. Das Abo könnte auch erst aufgeschaltet werden, wenn sagen wir 10 MB verbraucht wurden und nicht beim ersten Kilobyte. Technisch wäre dies sicherlich machbar.

 

 

Expert Pro
8 von 12

man wird immer wieder ein Haar in der Suppe finden und wie überall herrscht freie Providerwahl.

 

Ich kenne so schlimme Fälle, da muss man sich wirklich fragen, ob die Leute hin und wieder mal selber einen Meter weit denken. Da geht es um tausende von Franken und es ist natürlich nur der Provider schuld. Wenn ich all diese Fälle von Kunden, wo ich installiere, gesehen habe, dann ist dieser Schutz mehr als benötigt. Nur weil du mal 4.50 zahlen musst, kann man alle andern nicht einfach in die Falle rennen lassen. So ist wenigstens ein Schutz da. Und der Provider muss ja trotzdem den andern bezahlen, auch wenn man es gutschreibt. Meinst wirklich, dass die andern Länder einfach auf das verzichten würden. Und wie gesagt, es gibt viel mehr Leute, welche in den Hammer laufen würden als umgekehrt.

 

Es gibt ja genug Beispiele, wie man solche Sachen umgehen kann. Hier wurden ja alle erwähnt.

lg forevermore
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Contributor
9 von 12

@forevermore schrieb:

man wird immer wieder ein Haar in der Suppe finden und wie überall herrscht freie Providerwahl.


Stimmt. Das Diskutieren über solche Haare ist dennoch wichtig. Schliesslich stellt es Kundenfeedback dar.

 


@forevermore schrieb:

... Nur weil du mal 4.50 zahlen musst, kann man alle andern nicht einfach in die Falle rennen lassen. So ist wenigstens ein Schutz da. ...


Nein kann man nicht, aber man kann es verbessern oder die Benutzer besser aufklären. Wie gesagt, dass ist nur mein Feedback an Swisscom. Ausserdem bezweilfe ich schwer, dass ich der einzige bin, dem das passiert ist.

 


@forevermore schrieb:

Es gibt ja genug Beispiele, wie man solche Sachen umgehen kann. Hier wurden ja alle erwähnt.


Aus diesem Grund habe ich auch den Thread eröffnet, um zu Erfahren wie. 

Expert
10 von 12

@forevermore schrieb:

Nur weil du mal 4.50 zahlen musst, kann man alle andern nicht einfach in die Falle rennen lassen.


Nunja, z.B. meine Eltern bezahlen nun im Jahr eben CHF 54.- (12x 4.50) für ein paar wenige KB! Zuvor waren das jeden Monat ein paar Rappen, idR weniger als einen Franken.

 

Fair würde ich es finden wenn Swisscom ende Monat selbständig mit dem günstigsten Paket abrechnet. Bei einem Verbrauch von wenigen KB eben nach Datenmänge, sobald diese CHF 4.50 übersteigen würden wird automatisch das 10 MB Paket gebucht. Bei mehr als 10 MB wird automatisch das 50 MB Paket für CHF 7.- gebucht usw. DAS wäre fair und Kundengerecht. Mit dem aktuellen System muss der Kunde immer zuvor entscheiden und somit auch einschätzen können, welches Paket nun das Beste ist. Dabei dürfen die meisten Kunden aus unwissen eben zuviel bezahlen. Sei es weil sie den Verbrauch deutlich tiefer schätzen und mehrmals ein kleines teures Paket buchen müssen, oder sie buchen ein viel zu grosses Paket und benötigen nur einen Bruchteil.

Expert Pro
11 von 12

dann muss man halt das Abo ändern, oder irgendwas. Bei den infinitys ist ja nun 1 GB automatisch dabei und 30 Tage oder mehr Roamingtelefonie. Bei den kleineren Abos gibt es solche, wo jedes MB ein Vermögen kostet, da das Grundabo sehr klein ist und man früher halt keine Smartphones hatte, was sich in den Datenkosten sehr teuer widerspiegelt.

 

Daher habe ich ein M-Budget Prepaid und buche dann je nachdem was dazu. Gerade beim Handy-Abo gibt es ja unzählige Möglichkeiten, da muss man halt vorher schauen, was das beste ist und nicht auf den Provider hoffen. Vielleicht ändert es sich ja in den nächsten Monaten / Jahren, aber nun ist es für die einen ein Schutz, für die andern ein teurer Spass.

lg forevermore
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Expert
12 von 12

@forevermore schrieb:

 

Daher habe ich ein M-Budget Prepaid und buche dann je nachdem was dazu. Gerade beim Handy-Abo gibt es ja unzählige Möglichkeiten, da muss man halt vorher schauen, was das beste ist und nicht auf den Provider hoffen. Vielleicht ändert es sich ja in den nächsten Monaten / Jahren, aber nun ist es für die einen ein Schutz, für die andern ein teurer Spass.


Meine Eltern haben auch ein M-Budget Prepaid (für Privat), dann ist dir sicher bekannt, dass M-Budget im Ausland die selben Tarife hat wie Swisscom. Meine Eltern benötigen im Monat ca. CHF 4.- bis max. 8.-! Seit dem neuen Tarif, sind es nun eben monatlich noch CHF 4.50 dazu. Also fast eine Verdoppelung.

 

Natürlich könnte man nun den Datenverkehr im Ausland komplett abschalten, ist aber auch nicht der Sinn der Sache. Meine Eltern akzeptieren das nun halt eben... Aber darüber möchte ich hier eigentlich nicht streiten.

 

Ich schrieb nur, dass das aktuelle Angebot für viele eben richtig schlecht ist. Viel mehr Sinn würde es mMn machen wenn es den alten Tarif noch gibt, und zumindest automatisch "Data Standard" wenn nötig automatisch gebucht wird, um eben horrende Rechnungen zu vermeiden. Aus Fairness gegenüber dem Kunden. Aber auch das müssen wir hier nicht diskutieren, wie du schreibst haben wir alle freie Providerwahl. Aber ist doch schade und etwas unverständlich wenn etwas plötzlich ein Vielfaches kostet...