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Netflix Probleme - Swisscom Backbone überlastet

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Level 2
221 von 607

Sonntagabend zwischen 19:00 bis 22:00 ist bei mir die typische Zeit mit Problemen.

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Super User
222 von 607

Ja man harrt bei Swisscom weiter der Dinge.

Der nächste ISP Report von Netflix kommt aber bald...

 

Ich habe dies mal kurz grafisch aufgefrischt:

 

truth.png

 

Swisscom prügelt in die Tasten um einen etwas optimaleren Datenfluss, bevorzugt über Level(3) an einem Interconnection Point zu erhalten (Frankfurt). Markiert in der Grafik mit einem blauen Kreis.

Damit haben sie von sich aus natürlich das Best mögliche gemacht und an allem anderen ist Netflix Schuld.

Hat sogar kurz mal funktioniert.

Wie man sieht gibt es aber bei der subotimalen Option 1 auch noch andere Transit Provider. Hier stockt es aber weil entweder gar kein Peering mehr besteht oder die nicht minder bösere, einfach noch viel grössere, Doitsche Telekom dazwischen hockt und ebenfalls ihre Spielchen spielt...

 

Das alles wäre nicht nötig, da man mit Netflix direktes Peering betreiben könnte. Markiert in der Grafik mit rot.

Dies möchte Swisscom aber weiterhin nicht, weil sie nochmals Cash sehen möchten. Double Paid Traffic, gekennzeichnet mit goldigen Dollars 🙂

Klar könnte jetzt Netflix der Swisscom bezahlen. Aber wieso sollten sie?

A hat es andere Provider hier in der Schweiz welche kundenorientiert handeln.

B, das Evil Face trägt die Swisscom... schon kappiert?

C, wir Kunden bezahlen euch damit ihr uns solche Dienste bestmöglich bringt.

 

 

 

 

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223 von 607

@fiergna schrieb:

Sonntagabend zwischen 19:00 bis 22:00 ist bei mir die typische Zeit mit Problemen.



Eben. Ich möchte nicht morgens um 9 Uhr vor die Kiste hocken müssen, nur um wenigstens Full HD geniessen zu können.

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Super User
224 von 607

Danke @Tux0ne für die gut und verständlich gestaltete Grafik. Zu betonen wäre noch, dass die goldenen Dollars beim blauen Kreis vom ISP an die Upstreamprovider bezahlt werden, wogegen die anderen goldenen Dollars beim roten Kreis vom Diensteanbieter an den ISP berappt werden sollen.

Selbst wenn durch ein gegenseitig kostenfreies Peering z.B. mit Netflix keine direkten Einnahmen für den ISP entstehen, würden doch die von den Upstreamprovidern transferierten Datenvolumen reduziert, was wiederum geringere Kosten bedeuten würde. Offenbar bezahlt man aber lieber diese Mehrkosten und nimmt Verbindungsprobleme zu Diensteanbietern in Kauf, als dass man Netflix oder sonst jemanden kostenfrei peeren lässt. Etwa nach dem Motto "geschenkt ist noch zu teuer".

Meine mentalen Anstrengungen, den tieferen Sinn hinter diesem Vorgehen zu ergründen, waren bisher vergeblich.

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Level 1
225 von 607

Für diejenigen, die in den PeakZeiten Schlechte Qualität kriegen (zB heute Sonntag Nachmittag/Abend) und IPv6 aktiv haben: könnt ihr probieren, IPv6 kurz auszuschalten (auf Netflix Wiedergabegerät mindestens) und Resultat posten ?

 

 

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Level 4
226 von 607
@PowerMac: ist doch ganz einfach. Für Transit (blauer Kreis) gelten Marktpreise. Für Peering (roter Kreis) Mondpreise. Mondpreis - Marktpreis = $ für Swisscom.
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Super User
227 von 607

@doom2: Da man bei direktem Peering den Marktpreis nicht ausgeben muss und dafür ggf. den Mondpreis einnimmt, komme ich bei der Rechnung auf ein Plus, nicht Minus: Mondpreis + Marktpreis = $ für den ISP. Da der Mondpreis bei kostenfreiem Peering gleich Null ist, ergeben sich selbst dann noch Einsparungen in der Höhe des Marktpreises des Traffics. Oder mach ich einen Denkfehler?

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Level 3
228 von 607

@andre3303

 

ich habe IP6 nicht aktiviert, nur IP4

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Level 4
229 von 607
@PowerMac: Bei kostenfreien Peering spart der Provider schon Geld, aber wenn er stattdessen ein kostenpflichtiges Peering durchsetzen kann, womit er zusätzlich zu der Ersparnis auf dem Transit noch Zusatzeinnahmen generieren kann, ist es doch logisch dass er auf die Schiene mit Zusatzeinnahmen schwenkt.

Aber mein Vorzeichen war falsch, da hast du recht. War wohl noch halb im Bett als ich das geschrieben habe.

Aber findet es jemand überraschend dass Swisscom so agiert? Die Mitbewerber monieren schon seit über einem Jahrzehnt über antikompetitives Verhalten. Das wird hier im Forum meist als Geschrei von Profiteuren die selbst keine Investitionen tätigen wollen abgetan. Die diversen Verfahren der Weko die Swisscom jahrelang verschleppt, sollten es jedem klar machen dass da schon Fleisch am Knochen ist. Erst jetzt wo man direkt betroffen ist geht dem einen oder anderen ein Lämpchen auf - aber leider werden aufgrund der Komplexität der Materie noch viel mehr die Ausreden glauben.
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Super User
230 von 607
Zumindest kann man je länger je weniger einfach auf den Teller der Kunden kacken und dies für Kaviar verkaufen. Das wurde jetzt genügend lang so praktiziert.
Darum ist es wichtig solche Dialoge zu führen und sich gegenseitig zu informieren.
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Super User
231 von 607

Hier noch ein kleiner Vorspann bis zur Februar Permiere.

Soll ja nicht langweilig werden.

 

Spoiler

 

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Level 3
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232 von 607

Sehr spannend, danke fürs Posten!

 

Weiss jemand was sie für so ein nichtreziprokes (bezahltes) Peering verlangen?

 

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Level 3
233 von 607

Danke für die Slides. Da sieht man einmal mehr, wie man als Kunde hier von der Swisscom für dumm gehalten und auch für dumm verkauft wird. Wirklich bedenklich.

 

Da steht doch in den Swisscom Slides vom 6. Mai 2015: "Remarkable: Netflix ranks 3rd just 5 months after introduction in CH". Tja, und keine 10 Monate später steht man bei der Swisscom immer noch da und staunt, ohne nur einen Finger gerührt zu haben. Das kann man nur noch als mutwilliges Diskriminieren eines Konkurrenten mit gleichzeitigem Diskriminieren der eigenen zahlenden Kunden ansehen. Ausreden gibt es hier wirklich keine mehr.

 

Schon fast belustigend ist, dass man hier nun irgendwas mit IPv4 und IPv6 pseudo-Alibi-Troubleshooten möchte, anstatt man die eigene Arroganz aufgibt, seinen Job als ISP macht und das klar definierte Problem einfach endlich löst.

 

Nächstes Beispiel:

Hier hat die Swisscom doch ganz überheblich geschrieben (sinngemäss): "Pff, wir brauchen doch keine Server von Netflix in unserem Netz" und der Presse gegenüber hat man erklärt, dass man ja solche "fremde" Content Server bloss gar nicht haben möchte, dieses Teufelszeug. Und was steht auf Slide 7 unter "Product Information"?

 

"Colocation & Peering (On‐net caching): Offer is designed to serve the needs of big content providers with much traffic for Swisscom eyeballs (Google, CDNs,..). Caches deployed in Swisscom network. Customer provides server components, Swisscom racks and power. Customised solutions. Requires peering in addition (to fill the caches)"

 

Ahja ... eben ... aber den Kunden und der Presse gegenüber einen vom Pferd erzählen und noch Netflix die Schuld in die Schuhe schieben, weil die alle ja sowieso zu dumm sind, um zu merken, dass man ihnen nur einen Schmarren erzählt.

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Super User
234 von 607

Leistung gibt es nur wenn der Money Flow (letzter slide) stimmt.

Das man aber Transitkosten sparen könnte und zusammen mit dem Content Anbieter für ein gutes Kundenerlebnis sorgen könnte, übersieht man hier scheinbar gerne.

 

Ich sollte mal bei Google anklopfen. Mal schauen wie die Situation aussieht wenn die den Geldhahn abstellen. Suchen sich die Kunden dann eine Youtube Alternative oder doch eher einen anderen ISP? 🙂

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235 von 607

Ja klar. Und weshalb konnte man sich mit Google auf Content Servers und direktes Peering einigen? Wohl sicher nicht, weil Google die Swisscom Fantasie-Preise akzeptiert hat. Swisscom hatte wohl in diesem Fall gar keine Wahl als marktgerechte Bedingungen aufzustellen, weil man sich sonst nur selbst geschadet hätte. Denn ohne vernünftig laufende Google-Dienste / Youtube hätte man keine Kunden mehr.

 

Bei Netflix versucht man noch, den starken Max zu spielen und den "Eindringling" auf dem TV / VoD Markt zu unterdrücken, da es noch zu wenige Kunden gibt, die den Internet Provider deswegen wechseln. Aber das wird sich laufend ändern, wie man auch bereits hier im Forum sieht. Und mit den bald fehlenden Einnahmen der zwei hier in Kündigung befindlichen Kunden könnte die Swisscom bereits die Kosten für den Betrieb der Netflix Content Server (Strom, Kühlung, Rack-Space) locker bezahlen. Aber das ist ja wieder eine andere Geschichte. Wo kein Wille, da eine Swisscom.

 

Zudem ist aus Sicht von Netflix die Swisscom wohl lediglich ein winzig kleiner, halbstarker Wichtigtuer, der ihnen ziemlich sicher am ihr-wisst-schon-wo vorbei geht. Kommt Zeit, kommt Netflix.

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Level 4
236 von 607

So, bei mir hat Swisscom das Fass nun auch zum Überlaufen gebracht. Kündigung für Vivo M ist heute raus.

 

Wenn noch ein paar mehr Kündigungen mit dieser Begründung bei Swisscom eintreffen, passiert vielleicht mal etwas. Nur von den Buchstaben hier wohl eher weniger :-)...

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237 von 607

Lustig/Traurig sind noch die wieseligen Argumente vom Winback-Callcenter ... Ich glaube Carsten Schloter dreht sich gerade im Grab herum

 

Screen Shot 2016-03-11 at 18.06.38.png

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238 von 607

Wow ... "Netflix habe die Server ins Ausland verschoben"?!? "Alle anderen haben das Problem auch"?!? Und der Rest bez. "Sicherheit" und "direkte Verbindung" ist nachweislich einfach nur lächerlicher Schwachsinn.

 

Absolut beschämend, liebe Swisscom, man lügt nun also den eigenen Kunden einfach noch frech ins Gesicht. Das ist allerunterste Schublade und extrem unseriös. Die Swisscom verstrickt sich hier tief in einen üblen Sumpf und ihr Ruf hat bei mir nachhaltig gelitten. Es ist definitv Zeit, meinem Umfeld wieder einen Kabelprovider zu empfehlen. Alles ist besser als so etwas.

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Super User
239 von 607

Fürs Protokoll.

Swisscom hat wie erwartet die rote Laterne übernommen. UPC macht dank Peering über den Mutterkonzern einen Sprung nach oben. Auch dort weiss man bekannlich angeblich von nichts.

Mit Entlastung des L3 Transits durch UPC hat sich auch der Swisscom Speed etwas verbessert. Auch das, erwartet...

https://ispspeedindex.netflix.com/country/switzerland/#

 

 

 

switzerland-leaderboard-2016-02.jpg

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240 von 607
Tja, die Lösung wäre so einfach, egal welche Lügengeschichten uns die Swisscom noch auftischen möchte. Da steht die Swisscom nun wirklich mit heruntergelassenen Hosen da.
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