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Netflix Probleme - Swisscom Backbone überlastet

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Super User
181 von 607

Eigentlich ist es ja egal. Weil die anderen ISP in der Schweiz haben die Antwort selber gegeben.

Gut ist das nun in den Medien das Thema so richtig am Aufkommen ist.

 

Da dieser Markt nicht reguliert ist, kann jeder machen was er will. Hetzner spricht von etwa 3 mal so hohen Kosten wie üblicher Transit: http://wiki.hetzner.de/index.php/Double_Paid_Traffic

 

Diese Diskussion hat gezeigt, das nun ein weiteres Element hinzukommt. Die bezahlenden Kunden!

Habe nun schon Feedback von anderen Kunden bekommen, welche nun wechseln. Gut so. Ich gratuliere euch!

 

Es geht hier nicht mal nur um das Thema Netflix. Wir sind hier wieder mal an einem Grundsatzentscheid angekommen.

Ob nun irgendwann eine Regulierung nötig wird, auch im Bezug auf das Thema Netzneutralität, wird sich zeigen.

Ebenso ob es halt wieder mal zu einer Weko Strafe kommen wird. Das Thema kann man so drehen, dass es genau darauf passt.

Zuerst lassen wir aber mal den freien Markt funktionieren. Damit dieser besser funktioniert müssen solche Themen nun mal angesprochen werden.

Sorry, aber da wird noch einiges kommen. Wir Netz Aktivisten haben da zu lange gute Miene zum bösen Spiel gemacht.

 

 

https://www.tuxone.ch
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182 von 607
Nein Thomas. Das Problem ist, dass die Materie zu kompliziert ist für die breite Masse und auch für die Medien. Das endet dann in eigentlich gut gemeinten Äusserungen wie den deinigen, die aber nur davon zeugen, dass die öffentlich einsehbaren und belegten Fakten nicht verstanden wurden. Das ist jetzt in keinster Weise böse oder als Vorwurf gemeint, denn mit Allgemeinwissen durchblickt man diesen Dschungel leider wirklich nicht mehr. Die Swisscom nutzt das zu ihren Gunsten und erzählt Kunden und Presse schamlos einen vom Pferd.

So hat ein Peering in Zürich weder rechtliche noch "allgemein kommerzielle" Hürden. Es wäre sowohl rechtlich, kommerziell als auch technisch innert wenigen Tagen eingerichtet. Andere grosse Provider wie UPC/Liberty Global, green.ch, sunrise, Init7, etc. haben alle genau so ein Peering und haben sich problemlos mit Netflix geeinigt. Die Swisscom möchte das aber nicht, weil sie von Netflix Geld für den Traffic möchte. Lies mal den NZZ Artikel, da wird das recht passend beschrieben.

Es steht überhaupt nicht "Aussage gegen Aussage". Die Swisscom hat sogar selbst in ihren eigenen Statements mittlerweile (teilweise wohl ungewollt) selbst bestätigt, was bereits vorher offensichtlich war.
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Super User
183 von 607

Hi Sirupflex,

wenn man mit Allgemeinwissen den Begriff "Netzneutralität" nicht mehr erklären kann, wei der Dschungel zu dicht ist, dann ist tatsächlich was im Argen und zeigt dass "Netzneutralität" schon lange interpretiert wird und nicht gelebt.

Für mich als Teilnehmer der Marktwirtschaft eigentlich vollkommen logisch, warum Swisscom von Netflix Geld sehen will. Netflix ist nicht ein Wohltätigkeitsverein, sondern verdient mit ihren Diensten Geld. Netflix geht davon aus, dass die lokalen Netze ihren Streamingdienst kostenlos verteilen und sogar Caches im eigenen Netz installieren. Für mich hat das nichts mehr mit Netzneutralität zu tun.

 

Auf der anderen Seite bezahle ich Swisscom einen nicht kleinen Betrag für einen funktionierenden Internetzugang. Von diesem Betrag sollte eigentlich schon etwas übrig bleiben um fremde Streamingdienste reibungslos zu ermöglichen...

 

Thomas

 

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184 von 607
Nein, es ist halt eben genau umgekehrt, sorry. Netflix möchte lediglich, dass ihre Daten von den ISPs genau gleich behandelt werden wie alle anderen Daten. Das ist vereinfacht gesagt Netzneutralität. Im Wissen, dass das Datenvolumen grösser ist als bei den meisten Content Provider, bieten sie den ISPs zusätzliche Möglichkeiten, um das Datenvolumen kosteneffizient handhaben zu können. Einerseits betreiben sie ihr eigenes globales Netz, an welches man sich kostenfrei via Peering anbinden kann. Andererseits stellen sie Content Server kostenfrei zur Verfügung, damit der ISP den Netflix Verkehr nicht mehr über Peerings verwalten muss sondern nur noch innerhalb des eigenen Netzes, was viel einfacher und günstiger ist. Natürlich kann der ISP den Netflix Verkehr weiterhin über seine anderen Peerings verwalten, dann ist der ISP aber selbst dafür verantwortlich und muss die Datenmenge im Griff haben.

Die Swisscom hat ihre eigenen Peerings nachweislich nicht im Griff. Sie weigern sich gleichzeitig aber, von den anderen beiden Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Und jetzt soll Netflix Schuld sein?

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185 von 607

Danke an @sirupflex und @Tux0ne und alle anderen für die interessanten Beiträge.


Für mich als Teilnehmer der Marktwirtschaft eigentlich vollkommen logisch, warum Swisscom von Netflix Geld sehen will. Netflix ist nicht ein Wohltätigkeitsverein, sondern verdient mit ihren Diensten Geld.


Klar verdient Netflix. Ich beziehe bei denen ein Angebot und für eine Hand von $ bekomme ich von denen eine Hand voll Kinofilme nach Hause geliefert.

 

Genauso, wie ich bei Swisscom für eine grössere Hand voll CHF ein Netzwerk Zugang mit einer gewissen Bandbreite. Und wenn ich den Inhalt nicht geliefert kriege ist das primär das Problem des Netzbetreibers und nicht des Content Providers?

 

Dennoch: Irgendwie kommt mir das ganze vor wie eine chronisch überbuchte Fluggesellschaft. Der Flugbetreiber wie auch der ISP hat doch über die Jahre eine genügend gute Statistik, dass der Kunde nur im Ausnahmefall hängenbleibt oder die auf SD zurück fällt. Beide müssen zwar nicht exzessiv aber dennoch in genügendem Masse Kapazität (Sitzplätze oder MBit/s) zur Verfügung stellen.

 

Und bei dem schmalen Wettbewerb könnte man Swisscom und UPC an dieser Stelle sogar kartellrechtliche Absprachen unterstellen...


wenn man mit Allgemeinwissen den Begriff "Netzneutralität" nicht mehr erklären kann, wei der Dschungel zu dicht ist, dann ist tatsächlich was im Argen und zeigt dass "Netzneutralität" schon lange interpretiert wird und nicht gelebt. 


Ich stimme dir da 100% zu. Netzneutralität wird von vielen grösseren ISP proklamiert aber nicht gelebt. Ich habe mir da bei der Privatisierung mehr versprochen. Aber wenn die zwei Grössen der Schweiz die selben kunden-unfreundlichen Geschäftspraktiken betreiben... Internet müsste wie Wasser, Strom, Fussgängerstreifen, Strassen und ÖV zur Infrastruktur zählen und von der Gemeinschaft bestritten werden. Heute kommt wohl keiner mehr ohne Internet aus. Und die paar einzelnen Individuen welche das nicht kennen doer können sterben bald aus. Ich bin an dieser Stelle nicht mehr für Privatisierung, sondern für Komunalisierung. So und jetzt hat die Stammtischrunde definitiv begonnen...

:smileyvery-happy:

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186 von 607

Nein, es ist halt eben genau umgekehrt, sorry. Netflix möchte lediglich, dass ihre Daten von den ISPs genau gleich behandelt werden wie alle anderen Daten. Das ist vereinfacht gesagt Netzneutralität. 

Guter Ansatz zur Netzneutralität!

 


Die Swisscom hat ihre eigenen Peerings nachweislich nicht im Griff. Sie weigern sich gleichzeitig aber, von den anderen beiden Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Und jetzt soll Netflix Schuld sein?

Abgesehen von der Wirtschaftlichen Betrachtung: Einverstanden! Fair-use müssen wir hier glaub nicht ins Spiel bringen. Wenn Swisscom TV anbietet, dann sollte sie auch fähig sein, Kino in genüngder Bandbreite anzubieten. Genau dafür zahle ich, wenn ich nicht nur die Grundversorgung buche, sondern ein Abo mit höherer Bandbreite.

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187 von 607

Solange keine klare Antwort kommt ist es für mich klar eine rein kommerzielle Überlegung: 

 

a) sie wollen Kohle von Netflix, weil ihnen die Kohle, die wir ihnen zahlen nicht reicht

b) sie wollen einen direkten Konkurrenten von Swisscom TV durch bewusstes Verschlechtern der Qualität für die Nutzer des Alternativdienstes diskriminieren

 

Das ganze verschleiert durch wolkige "Tech-Vernebelungs-PR" und einen nonchalant-ahnungslos tuenden Verantwortlichen für das Geschäft hier im Forum.

 

Hmmmmmmmmm ... 😉

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188 von 607

... ach so, die Sonntagsreden zum Thema Netzneutralität hatte ich noch vergessen ...

 

😉

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189 von 607

... finde ich auch. Die Swisscom-Angestellten geben eine erbärmliche, wenn nicht sogar die zahlenden Kunden beleidigende, Rolle zu dieser Frage hier im Forum ab. Schall und Rauch; einfach nur die Klienten für dumm verkaufen; alles, was man noch darf, ist zahlen...

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Super User
190 von 607

@andiroid schrieb:

So und jetzt hat die Stammtischrunde definitiv begonnen...

:smileyvery-happy:


Jep, fehlt nur noch das Bier 🙂

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191 von 607

@superexpert schrieb:

... finde ich auch. Die Swisscom-Angestellten geben eine erbärmliche, wenn nicht sogar die zahlenden Kunden beleidigende, Rolle zu dieser Frage hier im Forum ab.


Nun... Die Option, dass und Swisscom keinen Beitrag, keine direkten Infos liefert, ist ja auch keine wirklich gute. Guidos Rolle mitten im Sandwich ist keine angenehme. Sagt er nichts, bekommt er Haue, sagt er zuviel ebenso. Und wir sind auch nicht immer zimperlig unterwegs in unserem Frust.

 

Inhaltlich geht es auch mir deutlich zu lange, aber – schlagt mich dafür oder widerspricht heftig wenn ihr es besser wisst – persönlich kann er hier nur beschränkt Einfluss nehmen. Oder denkst du wirklich, dass er die Verhandlungen mit Netflix verantwortet? Nö, das ist die Geschäftsleitung, die Anwälte, die Chef-vom-Chef-vom-Chef...

 

Versteht mich richtig: Wir lange würdest du in deiner eigenen Firma für 1/10/100 Mio jährliche Mehreinnahmen hart bleiben zu deinen Kunden? Leidtragend bin ich auch, aber den wenigen MA welche sich hier im Forum äussern, gebe ich keine Schuld. Der Firma Swisscom schon, und das umso heftiger:

Gring abe u seckle!

:smileymad:

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Super User
192 von 607

Ohne Worte zu den Mehreinnahmen !

 

http://www.langenthalertagblatt.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Im-schlimmsten-Fall-streich...

 

N.b. vielleicht könnte man Swisscom nach China auslagern da wären die Löhne günstiger.  :smileymad:

 

 

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Super User
193 von 607
Lol
Erstens ist das ein Armutszeugniss für die Firma Swisscom und mir tun die Angestellten besonders vom Stao Zürich leid welche mit Füssen getreten werden.
Zweitens haben diese fehlenden Mehreinnahmen nichts damit zu tun.
Drittens muss man kein Chinesisch können. Schwäbisch reicht. Mein Tipp. In solch einem Fall Telefon gleich auflegen!
Viertens hat die Internet Box einen wesentlichen Anteil an dieser Situation. Sicher mehr als Netflix.
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Super User
194 von 607

Selber habe ich kein Problem wenn es nicht direkt * Schwizerdeutsch*  ist da ich früher auch lange im Ausland gearbeitet habe.

 

Probleme haben in der Schweiz aber nur gewisse Politische Parteien.

 

:smileywink:

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195 von 607

Fröleiin! Nomal es Bier bitte! :smileylol:

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Super User
196 von 607
Hehe. Keine Sorge. Das ist ein anderes Thema welchem man noch gebührend Beachtung schenken wird. Ich habs versprochen. Aber alles zu seiner Zeit.
Bitte zurück zur Causa Netflix aka alle sind Schuld ausser Swisscom.
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197 von 607

@andiroid schrieb:

Fröleiin! Nomal es Bier bitte! :smileylol:


News von Heute und noch ein Bier . 

 

http://www.chip.de/news/Netflix-fuer-25-Cent-Zu-schoen-um-wahr-zu-sein_89717029.html

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198 von 607

gestern Abend war es wieder besonders schlimm, ich erhielt die ganze Zeit nur 288, via Apple TV war es etwas besser da kams mit 384 rein.

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199 von 607

Kann ich bestätigen, mein Samsung TV startete mit 288 blieb da etwa 5min und ging danach auf bis zu 480. Höher kam ich nicht.

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200 von 607

Gottsei Dank ist bei mir die Umstellung auf green auf 28.4, hoffe das es dann besser ist

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