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Netflix Probleme - Swisscom Backbone überlastet

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161 von 607

ich habe mich in dieser Sache bereits 3 mal über das Kontaktformular an SC gewandt. 2x das bla bla von unzureichender Bandbreite bei mir. (20Mb)!

 

Die dritte Anfrage haben Sie schon gar nicht mehr beantwortet.

 

Mein Entschluss steht mittlerweile fest: die können mich mal

 

Dann verzichte ich halt auf TC live Sport, habe dafür eine 100er Leitung für weniger Geld und bekomme die Zugangsdaten für die SIP Konfiguration ohne Theater. (green)

Editiert
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Level 2
162 von 607

ich habe im Moment noch ein  15 Mb Abo  und  Netflix läuft ohne Probleme..( hier in Richterswil )

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Level 4
163 von 607
@charlie2: gemäss Erklärung von René sollte die Hälfte des Traffic ohne Stau ankommen. Somit macht es auch Sinn dass viele keine Probleme haben. Du kannst aber auch Pech haben und bist dann plötzlich betroffen.
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164 von 607

Ich habe das 300/300 Abo, aber 4K/UHD durfte ich noch nie geniessen. Full HD ist das höchste der Gefühle, das ankommt. Aber ehrlich gesagt, mit der Aufskalierung und dem gegebenen Abstand zum TV sähe ich wohl eh keinen Unterschied...

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Level 1
165 von 607

Bei aller Diskussion wer was wieviel wieso tun machen soll ändert sich aber eine Sache nicht:

 

Jedes einzelne Byte das ins Swisscom Netz wandert und zu einem User will, wurde von genau diesem angefordert. Ist also gewünschte Benutzung. Für die er monatlich einen Betrag leistet.

 

Vielleicht stimmt ja auch etwas mit dem Betrag oder dem Verhältnis dieses Betrags zur Nutzung etwas nichts. Aber all diese Faktoren sind jederzeit komplett unter der Kontrolle von Swisscom.

 

Persönlich habe ich kein Netflix, aber benutze ab und zu einen Usenet Server. Ich habe auch ein ServerHousing in einem Datacenter in der Schweiz mit 2x1gbit ports dort und ein VPN von zuhause zu diesem Server. Ziehe ich Daten über das VPN (das eigentlich Leistung frisst, wegen MTU, etc) dann erhalte ich z.b. zu einem Testzeitpunkt ~85mbit / sekunden. Schalte ich um dass es nicht über das VPN geht sondern Swisscom direkt, bricht es auf ~23 ein was gegen 19:00 prime time durchaus auf 9 einsacken kann (und tut). Schalte ich VPN wieder ein, sofort wieder 85mbit, da offenbar wenigstens die CH-CH Verbindung von Swisscom zum Datacenter Standort meines Servers (noch) nicht überlastet ist. Da das Umschalten in Sekunden möglich ist, kann ich dadurch sehr gut vergleichende Messungen machen.

 

Ach ja, mein Anschluss bei Swisscom selber ist FTTH 1gbit. Die Leistung ist für mich im moment nicht möglich zu beziehen, selbst wenn ich es bräuchte. Ich habe dieses Abo auch nur, weil bevor es symmetrisch wurde das einzige war das wenigstens 100mbit upstream hatte und das benötigt wurde. Jetzt werde ich wohl bald mal downgraden, da der Bedarf nicht mehr vorhanden ist und andererseits die Leistung ohnehin nicht gebracht wird.

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Anonym
166 von 607

@sirupflex Ich verstehe die Tweets von UPC als Antwort auf die Tweets von Init7 so, dass UPC nichts gemacht hat. Netflix routet einfach wieder besser zu ihnen. 

 

https://twitter.com/kuenzler/status/700367452513902596

 

Aber vielleicht irre ich mich und es gibt aktuellere Infos.

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Level 3
167 von 607
@Anonym:
Nun, die Tweets betreiben da gerade etwas Haarspalterei, meiner Meinung nach, und die UPC versucht offenbar dabei nicht ihr Gesicht zu verlieren. Fakt ist, die UPC hat nun ein direktes Peering mit Netflix. Respektive, Liberty Global hat das. Es mutet da natürlich etwas schräg an, wenn die UPC behauptet, sie hätten nichts gemacht. Ja klar, die UPC Schweiz hat nichts gemacht, der Mutterkonzern hat nun aber ein direktes Peering mit Netflix. Das ist ein öffentlich einsehbares Faktum und geht nicht ohne zutun von Liberty Global. Somit hat man nun eine für Netflix Streams gut definierte und genügende Kapazität beim Peering zwischen Netflix und Liberty Global (und vermeidet Probleme wie es die Swisscom gerade hat, wenn sich Dritt-Transit-Netze um Kapazitäten streiten), und ab Liberty Global hat man das Routing und die Kapazitäten dann ja unter eigener Kontrolle.

Genau das muss die Swisscom auch erreichen. Sich durch ein direktes Peering mit Netflix unabhängig machen von Dritt-Einflüssen. Dann hat man alles unter eigener Kontrolle und muss weder über Kapazitäts-Probleme von Transit-Providern mutmassen noch sich über das Routing von anderen wundern. Es wäre wirklich so einfach. Gebt euch nen Ruck 🙂
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Super User
168 von 607

Ja das haben wir hier schon geklärt:

https://twitter.com/Tux0ne/status/698940630383329280?lang=de

 

Übrigens könnte Swisscom den Traffic über Fastweb nutzen. Aber Fastweb ist so am ADW, dass der Traffic einfach über Milano nach Frankfurt zu Netflix routen würde. Ob das besser ist?

 

Das Beste wäre das Peering hier in Züri!

Aber Swisscom ist nicht gewillt ("es gehören immer 2 dazu BULLSHIT") und möchte den doppelten Mark erzwingen.

https://www.tuxone.ch
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Level 3
169 von 607

@Anonym:

 

Hier übrigens die Präsenz von Netflix und Swisscom an Schweizer Internet Exchange Points:

 

Netflix:
SwissIX Switzerland CH Zurich 91.206.52.85 2001:7f8:24::55
Equinix Zurich Switzerland CH Zurich 194.42.48.97 2001:7f8:c:8235:194:42:48:97

 

Swisscom:
SwissIX Switzerland CH Zurich 91.206.52.171 2001:7f8:24::ab

 

Ihr seid sozusagen "direkte Nachbarn" bei SwissIX. Das bedeutet, ein Peering wäre sozusagen mit einem einfachen Tastendruck erstellt. Weder Netflix noch Swisscom müssten sich zuerst noch bei einem IXP einkaufen oder installieren oder zusätzliche physikalische Änderungen vornehmen (angenommen, dass die Kapazität der physikalischen Interfaces von Netflix und Swisscom bei SwissIX noch Reserven haben, wovon auszugehen ist). Euer Verkehr geht schon heute bildlich gesprochen in parallelen Kabeln nur ein paar Zentimeter aneinander vorbei und macht trotzdem schlussendlich einen riesigen Umweg über eure Dritt-Transit-Provider irgendwo in Europa, die sich lieber vor Gericht streiten anstatt sich um genügend Kapazitäten zu kümmern. All das, weil sich die Swisscom ziert, das Peering einzurichten. Das macht doch keinen Sinn!

 

Es gibt wirklich keinen rationalen Grund, weshalb die Swisscom das nicht per sofort implementieren würde. Gehen wir mal davon aus, dass die Swisscom wirklich nur das Beste für ihre Kunden im Sinn hat und in keinster Weise den Konkurrenten Netflix diskriminieren möchte, und sich wie stets versprochen an die Netz-Neutralität hält, dann ist das der einfachste und logische Schritt, um all das zu erreichen. Es hat auch für die Swisscom nur Vorteile, denn ihr reduziert die Abhängigkeit von Dritt-Parteien, zudem reduziert ihr das Datenvolumen auf bestehenden Peerings. Gleichzeitig könntet ihr in Zukunft auch Netflix direkt in die Verantwortung nehmen, wenn es beim direkten Peering mit Netflix wirklich mal auf der Netflix Seite stottern, und könntet in so einem Falle sogar nachweisen, dass es bei Netflix selbst stottert.

 

Solange die Swisscom diesen Schritt nicht unternimmt (oder einen anderen, gleichwertigen Schritt), darf sie sich nicht wundern, dass sie - zurecht - all den oben genannten Vorwürfen ausgesetzt ist.

 

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Super User
170 von 607

Es ist nun soweit. Das unvermeidliche ist eingetroffen!

Tux0ne präsentiert allen Swisscom Kunden, welche genötigt werden diesen Thread zu lesen, seine Meinung in einem eigens dafür geschriebenen Blog Post.

Viel Spass beim lesen 😄

 http://www.tuxone.ch/2016/02/double-paid-traffic-oder-swisscom-gegen.html

https://www.tuxone.ch
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Level 4
171 von 607
@sirupflex: es gibt schon Gründe wieso sie das nicht machen. Würde Netflix die geforderten Preise bezahlen, ginge es sicher ratz fatz. Aber ein gratis Peering, da würde man ja die Einnhmen aus anderen bezahlten Peerings gefährden denn da gibt's noch andere Firmen wo das 2:1 Verhältnis sicher nicht gegeben ist (z.B. CDNs, Google (youtube)). Da zeigt man lieber mit dem Finger auf Netflix und wartet bis genug Geld geboten wird. Ob das Peering zwischen Netflix und Liberty Global mit oder ohne Bezahlung zustande kam wissen wir ja auch nicht...
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172 von 607
@doom2: Ja das ist mir schon klar, und genau das wollte ich indirekt aufzeigen. Es gibt keinen rationalen Grund das Peering zu verweigern ausser man stellt seine monopolistischen, aggressiven Business-Praktiken über das Wohl der eigenen Kunden und über die Netz-Neutralität. Ich wollte aber dem armen @Anonym nicht schon wieder virtuell die Ohren lang ziehen sondern ihm und allen mitlesenden Kunden aufzeigen, wie trivial und naheliegend das Peering mit Netflix in jeglicher Hinsicht ist, und wie haltlos sämtliche Ausreden der Swisscom sind, dass man "kein direktes Peering nötig habe" oder dass man ja nicht selbst Schuld habe und man nichts tun könne.

Ich habe bei GuidoT ein bisschen das Gefühl, dass er wirklich glaubt was er hier erzählt und keine reine Marketing-Show abzieht. Das würde aber bedeuten, dass er Firmen-intern mit falschen oder zumindest unzureichenden Informationen versorgt wird, möglicherweise von alteingesessenen Managern der ISP Abteilung, welche noch immer glauben, dass das Internet nach ihrer Monopolisten-Pfeife tanzt. Wenn ich GuidoT wäre und mir der Ruf meiner Firma am Herzen liegen würde, dann würde ich diesen Managern mal deutlich erklären, dass das Spiel hier vorüber ist. Es ist mittlerweile schwarz auf weiss bewiesen, was für ein Trauerspiel die Swisscom hier abzieht und die alten Ausreden funktionieren nicht mehr. Die Swisscom muss sich den Realitäten stellen und handeln, ansonsten verliert sie ihr Gesicht vollends. Und zieht womöglich noch die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich. Von der Presse ganz zu schweigen, welche man nun nicht mehr mit irreführenden Aussagen abwimmeln kann. Fakt ist, die Swisscom steht mit ihrem Verhalten in der Schweiz nun ganz alleine und isoliert da und hat die Kontrolle über ihre Peering Qualität verloren, somit auch die Kontrolle über die Service Qualität, die man den zahlenden Kunden liefert. Das darf einem ISP nicht passieren.
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173 von 607

ich habe mich nun entschlossen mal das Experiment mit green zu wagen und habe für 12 Monate ab 1. Mai abgeschlossen.

 

Wenn ich nach einem Jahr zu Swisscom zurück will, wird dann ja einen Haufen Rabatt für Neukunden geben. (ging mir jedenfalls vor 5 Jahren so, hatte glaube ich ca. 3-4 Monate alles gratis).

 

Wäre günstiger gewesen gleich 2 Jahre abzuschliessen wegen der Aufschaltgebühr. Und der Knebelvertrag der sich automatisch um ein Jahr verlängert ist auch unschön, aber ich werde gleich nach einem halben Jahr künden um mir alle Optionen offen zu halten

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Super User
174 von 607

http://www.werbewoche.ch/netflix-ruckel-aerger-fuer-swisscom-kunden

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175 von 607
Wow, die Swisscom sagt, dass die Verhandlungen mit Netflix "aufgrund kommerzieller Überlegungen zu keinem Ergebnis geführt" haben.

Somit belegt die Swisscom öffentlich, dass ihre "kommerziellen Überlegungen" wichtiger sind als das Wohl der zahlenden Kunden (resp. wichtiger als den Kunden zu liefern wofür sie bezahlen) und offenbar auch wichtiger als die Netz-Neutralität. Ein starkes Stück und ein Tritt ins Gesicht von jedem zahlenden Swisscom Kunden! Wird wirklich Zeit, meine Familie endlich für einen Wechsel zu überzeugen.
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Super User
176 von 607
Der Artikel ist im O Ton noch besser. Probleme sind in vorgestellten Netzelementen zu suchen 😉

Egal. Hier das nächste Stück: http://webpaper.nzz.ch/2016/02/21/wirtschaft/NWRWJ/us-internetanbieter-kritisiert-swisscom-und-upc-h...
https://www.tuxone.ch
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Super User
177 von 607

Swisscom ist doch ein Unternehmen wie jedes andere auch. Sie muss in erster Linie Gewinn erzielen mit ihren Diensten, sonst ist sie schnell weg. Wenn "kommerzielle Ueberlegungen" als Grund angegeben werden, liegt die Vermutung nahe, dass da Geld fliesst. Laut verlinktem Beitrag hat Swisscom mit der DT ein Abkommen, das zumindest seit der Einführung von Netflix 2014 bis im Sommer 2015 für genügend hohe Bandbreiten gesorgt hat. Ich gehe davon aus, dass das nicht umsonst zu haben war für Swisscom. Da aber Netflix den Vertrag im 2015 mit der DT gekündigt hat, versucht die DT die Bandbreiten nun über andere Wege der Swisscom zur Verfügung zu stellen, offenbar mit weniger gutem Erfolg als zuvor.

 

Wir wissen nicht, wer wem wieviel bezahlt für die problemlose Durchreichnung der Daten, noch wissen wir, wie die Verträge genau aussehen und wie lange diese gültig sind und wie weit die Kündigung von Seiten Netflix im letzten Sommer gegenüber der DT einen Einfluss auf die Verträge zwischen Swisscom und der DT haben. Und genauso wenig wissen wir, was hinter "kommerziellen Ueberlegungen" eigentlich für Zahlen stecken. Wenn jetzt aber "kommerzielle Ueberlegungen" angeführt werden, liegt die Vermutung nahe, dass da höhere (wohl nicht nur finanzielle, auch rechtliche) Hürden anstehen als nur "schnell mal ein Peering hier in Züri" einzurichten.

 

Als Swisscomkunde bin ich daran interessiert, dass die Firma nicht schon morgen die Füsse streckt. Und so sind "Ueberlegungen aus kommerziellen Gründen" grundsätzlich nicht einfach mal schlecht.

 

Thomas

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178 von 607
Als Swisscom Kunde bin ich daran interessiert, dass mir mein ISP den Internet Zugang so gewährt wie ich ihn bezahle und wie ihn jeder andere ISP auch gewährt. Wenn die Swisscom das "aus kommerziellen Überlegungen" nicht möchte, dann ist das für mich als Kunde inakzeptabel.

Und ja, es geht ums Geld. Die Swisscom möchte, dass Netflix die Swisscom doppelt dafür bezahlt wofür ich als Kunde bereits bezahle.
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Anonym
179 von 607

@kaetho schrieb:

Swisscom ist doch ein Unternehmen wie jedes andere auch. Sie muss in erster Linie Gewinn erzielen mit ihren Diensten, sonst ist sie schnell weg.


Was spricht denn gegen einen sogut wie kostenfreien lokalen Cache? Mit Marktwirtschaft hat das schon lange nichts mehr zu tun, das ist pure Unflexibilität.

Internationale Peerings mit x-tausend mal dem gleichen Inhalt zu belasten ist meiner Meinung nach auch alles andere als Effizient.

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Super User
180 von 607

@eremit schrieb:

@kaetho schrieb:

Swisscom ist doch ein Unternehmen wie jedes andere auch. Sie muss in erster Linie Gewinn erzielen mit ihren Diensten, sonst ist sie schnell weg.


Was spricht denn gegen einen sogut wie kostenfreien lokalen Cache? Mit Marktwirtschaft hat das schon lange nichts mehr zu tun, das ist pure Unflexibilität.

Internationale Peerings mit x-tausend mal dem gleichen Inhalt zu belasten ist meiner Meinung nach auch alles andere als Effizient.


Ja, sehe ich auch so. Aber wir wissen den Grund nicht, warum Swisscom das nicht macht. Eine offizielle Stellungsnahme gibt es hier nicht (mehr) und so bleibt es bei Vermutungen. Und weil sich Swisscom hier nicht äussert, wissen wir nicht, welche Vermutungen wirklich Tatsachen sind und welche Vermutungen bleiben. Vieles kann man sich zwar zusammenreimen, aber diese Reim-Ergebnisse sind nur noch subjektiv und entsprechend gefärbt. Es bleibt Aussage gegen Aussage.... 😞

 

Thomas

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