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Internet nur halbe Geschwindigkeit verfügbar?

Contributor
1 von 15

 

Hallo Support Forum!

 

Ich bin kürzlich umgezogen (von einer Mietwohnung in ein Haus). Vor dem Umzug habe ich mich natürlich schlau gemacht, was für eine Internet-Leistung ich am neuen Wohnort erwarten kann. Leider ist kein Glasfaser bis ins Haus verfügbar. Allerdings verspricht der Verfügbarkeitschecker trotzdem eine akzeptable Download-Geschwindigkeit von bis zu 80 MBit/s:

 

Swisscom Verfügbarkeit.jpg

 

Leider war dann meine Freude nach dem Einzug und der Installation der Internet-Box nicht mehr ganz so gross, da effektiv nur rund 40 MBit/s verfügbar sind, also 50% weniger als eigentlich gemäss Verfügbarkeitschecker vorhanden sein müssten. Hier noch 2 Screenshots zu Speedmessung und Leitungswerte:

 

Speedtest.jpgSpeedtest

Messwerte.jpgLeitungswerte

 

Ich habe dann bei der Hotline angerufen, aber das hat nicht weitergeholfen. Die Antwort war, dass man da gar nichts tun kann, mehr sei halt einfach nicht möglich.

 

Darum hier meine Fragen an das Forum:

-Kann es wirklich sein, dass "einfach so" 50% weniger Geschwindigkeit verfügbar ist wie im Verfügbarkeitschecker angegeben?

-Kann es sein, dass es ein Problem mit der Hausverkabelung gibt? Gemäss Aussage des Hotline-Mitarbeiters bringe es nichts, einen Swisscom-Techniker zu bestellen. Der könne nichts tun. Gibt es diesbezüglich Erfahrungen von anderen Forumsteilnehmern?

 

Vielen Dank schon mal im Voraus!

 

Gruss

David

14 Kommentare
Expert Pro XT
Expert Pro
2 von 15

Der Supportmitarbeiter kann das gar nicht Wissen.

Um eine genaue Aussage machen zu können muss das ein Techniker vor Ort überprüfen.

 

Bist du in einen Neubau gezogen? Wie sind die Telefonsteckdosen verkabelt? Gibt es einen Zentralen Verbindungspunkt oder sogar eine LAN Verkabelung?

Super User
3 von 15

Hi,

das meiste Potential, bei dem du selber (oder ein Mann vom Fach) am ehesten etwas herausholen kannst, ist tatsächlich die Hausinstallation. Vom Überführungspunkt zur DSL-Dose eine direkte Kabelverbindung (natürlich mit einem geeigneten Kabel), ohne Abzweiger oder sonstige Klemmen kann schon viel bringen. Hast du das schon geprüft?

Deine Leitugnswerte sind nicht gerade top; die grossen Unterschiede der Werte bei den Leistungsdämpfung und Signal-Rausch-Abstand fallen mir da auf. Die sind bei Anschlüssen die ich kenne nie so gross, ev. mal 3-4db Unterschied, aber nicht grad 13db. Könne an einer nicht optimalen Hausinstallation liegen.

 

Ansonsten: läuft die Leitung stabil? 50% weniger als im Checker angegeben, ist schon nicht die Regel. Kannst du ev. in Erfahrung bringen, was dein Vorgänger im Haus für Werte hatte?

 

Thomas

Expert
4 von 15

Ja, "best effort" ist ein dankbarer Begriff. Vor allem ist er dehnbar!

 

Hatte glaub ich im Forum schon ähnliches gelesen. Machen kann man gar nix. Formal betrachtet, gibt es nicht mal etwas Konkretes auszusetzen, schliesslich wird eine maximal mögliche Quote ausgewiesen, ergo alles was darunter liegt auch in Ordnung ist. Juristisch jedenfalls, vermute ich. Verbindliche Mindestwerte, also "least effort", werden sinnigerweise nicht ausgewiesen. 😄

 

Eine Antwort würde ich hier auch nicht erwarten, höchstens ein Hinweis auf die Unergründlichkeit und die Unwägbarkeit der "komplizierten" Materie und Anschlussdatentechnik.

 

Vielleicht ist der Checker ja einfach nur ein Marketinggerät, das eine Resultatprognose wie die im Labor ermittelt. Aber hey, man ist in sehr guter Gesellschaft. VW hat es mit seiner "Grünheit" vorgemacht, es schimmert durch, dass bei Fiat, Renault und Ford mutmasslich auch nicht alles im, höhö, grünen Bereich ist.

 

Nicht zu sprechen von den zahllosen technischen Gadgets, die mit allerleit "Bestwerte" buhlen, die der Normalsterbliche eher selten als öfters erblickt.

 

Konkret nützt wohl höchstens ein Schreiben an die WEKO, das falls in genügender Zahl eintreffend, den Bereich (vielleicht) unter die Lupe nehmen würde, inwiefern es zulässig ist mit solchen Werten zu werben, nach Prüfung der Häufigkeit der Unterschreitung. Würde aber nicht darauf schwören, dass sowas überhaupt zuverlässig möglich ist, da man sich ganz auf Swisscom eigenem Feld bewegt.

 

Es gibt insofern im Kommerz eine Gegenbewegung mit Produkten und Dienstleistungen, die mit MINDESTwerten hausieren gehen. Die erkannt haben, dass es lohnend sein kann, sozusagen auf der Gegenseite mit Seriosität zu kontern. Auch damit kann man Erfolg haben, meine ich.

 

Sehe ich das zu pessimistisch?

 

Gruss

Editiert
Super User
5 von 15
Klar kann man da was machen. Er soll als erstes die Hausinstallation prüfen (lassen). Schon jetzt über "best effort" und dessen Interpretation zu lamentieren bringt nicht den gewünschten Erfolg 😉
Expert
6 von 15
@CHnuschti: Ich denke nicht dass die WEKO etwas machen könnte. Wäre es unzulässig, dann hätte doch ein Kabler oder Fiber Provider schon klagen können - die liefern ihre Werte ziemlich bzw. absolut zuverlässig.

Solange die Schweiz nicht flächendeckend mit Glasfaser ausgerüstet ist (und dazu gibt es ja keine Pläne.. siehe G.Fast Thread), dürfen/müssen wir uns mit schöner Regelmässigkeit mit solchen Themen rumschlagen. Ich wage zu vermuten es kommt noch deftiger wenn G.Fast dann ausgerollt wird.

Selbst wenn dann tatsächlich irgendwann nach 2020 xPON kommt - falls das als FTTB Deployment daherkommt, geht die Story gleich weiter. Machst du ab Keller G.Fast 2, dann ist das noch anfälliger auf Störungen. Aber mancher Hausbesitzer und manche Verwaltung werden auch da noch auf "Geiz ist Geil" machen und sind nicht bereit für eine zeitgemässe Inhouse Verkabelung zu sorgen.

Bottom Line: Hast du DSL, prüf mal deine Inhouse Verkabelung.
Expert
7 von 15

Waren eher grundsätzliche Überlegungen, @doom2. Bei diesem "Checker-Business" kenne ich mich nicht wirklich aus. Würde aber mutmassen, dass bei xDSL es sowieso immer der gleiche, Swisscom-eigene ist? Also dieser sozusagen demokratisch auch für die Drittanbieter und BBCS-Vasallen 😉 wie green.ch usw. das gleiche Blaue vom Himmel herunter verspricht.

 

Ich bezweifle allerdings stark, dass es gesichterte, belastbare Aussagen zu der generellen Zuverlässigkeit dieser Checker gibt, was den Datendurchsatz betrifft. Falls auch UPC und weitere ein solcher haben, dürften sie sich hüten, Verbindliches dazu zu verlautbaren.

Highlighted
Contributor
8 von 15

Vielen Dank für die Antworten!

 

Das Haus ist ca. 4 Jahre alt, wobei der Vormieter meines Wissens kein DSL hatte. Habe heute, soweit möglich, die Installation überprüft. Ein grundsätzliches Problem ist möglicherweise auch, dass die Distanz zwischen Übergabestelle und Haus ca. 50m voneinander entfernt sind. Wenn ich das richtig gesehen habe ist das Kabel zwischen Übergabestelle und Haus nicht geschirmt, bin aber nicht ganz sicher. Hab mal noch ein Foto gemacht:

 

IMG_0010.JPG

 

Liege ich richtig mit der Annahme, dass das schwarze Kabel von unten das Eingangskabel der Swisscom ist? Gemäss Kabelbeschriftung ist dann das weisse Kabel an der dritten Klemme von links dasjenige, welches in mein Haus geht (ca. 50m).

 

Ich werde auf jeden Fall einen Elektriker beiziehen und dann mal schauen. Werde das Resultat dann hier veröffentlichen.

 

Vielen Dank und Gruss!

David

Expert Pro XT
Expert Pro
9 von 15

Die Schirmung wird nicht viel ausmachen wenn das Kabel in einem sepparaten Rohr eingezogen ist.

Ich würde besser einen Swisscom Techniker holen. Der kann Messungen machen. Ein Elektriker kann ohne geeignete Geräte oder NASMS nur schwer erkennen, ob eine Leitung am UP schon ok ist.

 

Ich würde nochmals die Hotline kontaktieren und eine BBR Installation verlangen.

Super User
10 von 15

@fewi18

 

Richtig das schwarze Kabel ist die Swisscom Zuleitung.

 

Das 3. Kabel welches zu Deinem Haus geht muss nicht abgeschirmt sein. Ein Kabel Schirm könnte sogar zu zusätzlichen Problemen führen, wenn es nicht fachgerecht ausgeführt würde. (Ausgleichs-Ströme über die Erdung usw. aber das ist ein ganz anderes Thema)

 

Wenn Dein Elektriker kommt, soll er kontrollieren das (bereits oben in diesem Thread angegeben) keine Abzweigungen BrigedTaps in der Zuleitung zum DSL Router vorhanden sind.

 

Falls Verbindungsklemmen vorhanden sind, soll er keine Steckklemmen verwenden. Sondern nur die Reichle Telefonklemmen oder die Pressverbinder von 3M. Bei den 3M Pressverbindern dürfen die Drähte nicht abisoliert werden, weil es eine Schneid-Klemm Verbindung ist.

 

 

 

 

Super User
11 von 15

Du kannst ohne weiteres in den Verteilerkasten rein?

Dass sollte m.M.n. nur der Eigentümer resp. der Techniker.

 

Expert
12 von 15
Nur bei einer BBR Installation für ab ca. 190CHF wird wohl das Maximum aus seinem Anschluss raus geholt?!
Zumindest werden dann alle ggf. vorhandenen BridgeTap beseitigt und die selbe Leistung wie am UP bestenfalls erreicht. Praktisch ist dabei noch die Möglichkeit der Rückspeisung des Signal für andere Dosen mit Endgerät im Haushalt.
Wenn er bei der Hotline nach einer BBR Installation anfragt, sollte der richtige Techniker mit passenden Messgerät zu Besuch kommen, oder?
Super User hed
Super User
13 von 15

Ja das sollte so sein.

 

Aber man kann eine BBR-Hausinstallation auch vom Elektriker machen lassen. 

 

 

Contributor
14 von 15

Hallo miteinander

 

Hier noch ein Update damit der Thread komplett ist:

 

Inzwischen konnte das Problem gelöst werden. Es war 4 mal (!) ein Techniker vor Ort. Die Messungen haben ergeben, dass das DSL-Signal am UP einwandfrei ist, aber am Router nicht. Zuerst war geplant, das Kabel zwischen UP und Router zu ersetzen, was aber aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Distanz ca. 70m) aufwändig gewesen wäre. Es wurde also zuerst versucht, ein anderes Aderpaar zu verwenden (es ist ein 8-adriges Kabel eingezogen) - und siehe da, nun habe ich eine doppelte Downloadgeschwindigkeit! :smileyhappy:

 

Anbei noch die Messwerte:

 

Neu.png

 

Vielen Dank und Gruss!

Super User hed
Super User
15 von 15

Wenn das Kabel schon sehr alt ist, so folgen auf das erste defekte Adernpaar die andern oft auch relativ rasch.

 

Ich würde mich daher dennoch schon mal mit dem Gedanken anfreunden, ein neues Kabel einzuziehen.

 

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