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Glasfaserausbau auf Kosten des Kunden

Contributor
1 von 13

Hallo allerseits

 

Auf einer deutschen IT-News-Seite wird darüber berichtet (und heftig diskutiert), dass die Telekom dort Glasfasern bis ins Haus der Kunden lege, wenn diese die Kosten dafür übernehmen: http://www.golem.de/news/ftth-telekom-will-glasfaserausbau-auf-kosten-des-kunden-anbieten-1602-11927...

 

Gemäss den offiziellen Infos die ich bei Swisscom finden kann, ist hierzulande so etwas wohl auch möglich, aber nur wenn man mit ein paar Mehrfamilienhäusern kommt (FiberSpot).

Weiss jemand, ob ein Ausbau auf Kunden-Kosten auch möglich ist, wenn man dies nur einer oder ein paar wenige Anschlüsse möchte?

 

Alternativ würde mich auch interessieren, ob jemand Zahlen hat, was eine Erschliessung über einen anderen Anbieter kostet. Gibt es da Angebote, welche für Privatkunden bezahlbar sind? Ich wäre durchaus bereit, einen kleineren fünfstelligen Betrag für die Erschliessung auszugeben, aber nicht monatlich horrende Summen für irgendwelche Enterprise-Anschlüsse hinzulegen.

 

Vielen Dank

senn

12 Kommentare
2 von 13

Hallo senn

 

0800 477 587 bereits angerufen? Hierbei handelt es sich die Rufnummer der für Netzausbau zuständigen Abteilung bei der Swisscom. Zudem gibt es hier ein Anmelde/Antrags-Formular:

 

https://www.swisscom.ch/dam/swisscom/de/wireline/Documents/Telekommunikationserschliessungs_Formular...

 

Weitere Informationen lassen sich hier finden:
https://www.swisscom.ch/de/business/netzbau/Festnetz_Infrastrukturerschliessung.html

 

Bin mir jedoch nicht ganz sicher ob du das nicht über einen Elektroplaner/Architekt (oder sowas) machen musst. Weiss nicht ob Swisscom direkt ein Projekt mit dir Realisiert.

 

Freundliche Grüsse

Markus

3 von 13

@senn schrieb:

Alternativ würde mich auch interessieren, ob jemand Zahlen hat, was eine Erschliessung über einen anderen Anbieter kostet.


In vielen Städten wird der Glasfaser-Ausbau via Energieversorger Realisiert. Dieser macht es meistens gemeinsam mit Swisscom ist aber häufig Ansprechpartner. So zumindest z.B. in Zürich oder Winterthur.

 

Wo wohnst Du? Gemeinde bereits angefragt?

Contributor
4 von 13

Hallo zusammen

 

Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

 

Mit der Gemeinde war ich bereits in Kontakt. Die haben sich zu meiner Überraschung tatsächlich die Mühe gemacht und (längerdauernde) Abklärungen mit Swisscom gemacht.

 

Letztendliches Resultat: Ein flächendeckender FTTH-Ausbau seitens der Swisscom wird zusammen mit den Elektrizitätswerken momentan nur in den Ballungszentren vorangetrieben.
Bei uns ist die Abdeckung der Bandbreite deutlich über den Anforderungen an die Grundversorgung. Die Swisscom hat aber für das Jahr 2018 die Einführung von FTTS (Fibre-to-the-Street) geplant.

Ein Ausbau auf eigene Kosten, wie dies Beispielsweise Pfyn macht, kommt für die Gemeinde nicht in Frage, da wir nicht über ein gemeindeeigenes Elektrizitätsnetz verfügen. Bei einem Ausbau zu FTTH würden die gesamten Kosten voll zu Lasten der Gemeindekasse fallen. Dies sind Kosten, die das momentane Budget der Gemeinde nicht zulassen.

 

Beim Swisscom Netzbau erhielt ich etwa dieselbe Antwort und bin darum nun hier :smileywink:.

 

Auf einen FTTH-Ausbau für die Allgemeinheit werde ich >5 Jahre warten können, darum die Fragen bezüglich einem "Individual-Ausbau".

 

  • Hat jemand (für Geld) so einen FiberSpot für einen oder ein paar wenige Anschlüsse von Swisscom realisiert bekommen?
  • Ist es evt. mit dem FTTS-Ausbau möglich, auf eigene Kosten die Fasern TTH anstatt nur TTS legen zu lassen?
  • Könnt ihr Zahlen nennen, was eine Erschliessung von einem anderen Anbieter kostet und ob diese Abos zu vergleichbaren Preisen anbieten, wie es Swisscom für Privatkunden tut?

 

Grüsse

senn

Super User
5 von 13

Diese Firma unten installiert Glasfaser zum Teil auf eigene Kosten und stellt das Glasfasernetz den Provider zur Verfügung, was das für die Provider kostet kann ich nicht sagen.

 

http://www.lightcom.ch/site/index.cfm

Highlighted
Contributor
6 von 13

@senn schrieb:

 

  • Hat jemand (für Geld) so einen FiberSpot für einen oder ein paar wenige Anschlüsse von Swisscom realisiert bekommen?

Ich habe im Herbst 2015 bei Swisscom eine FiberSpot Anbindung für 34 Wohneinheiten angefragt. Nach der Machbarkeitsstudie wurde dies aufgrund zu hoher Kosten abgelehnt (Nachrüsten der Telefonzentrale, ca. 1200m Kabelzug). Es wären mind. 59 Wohneinheiten nötig gewesen.

Jede Wohneinheit hätte je nach Erschliessungsart CHF 500-1000.- investieren müssen.

Super User
7 von 13

Von wem abgelehnt? Von Swisscom oder von den Besitzern der Wohneinheiten?

 

Thomas

Contributor
8 von 13
Abgelehnt seitens Swisscom. Die Eigentümer waren nach meiner Überzeugungsarbeit grossmehrheitlich dafür. Die Kosten wären netto in beiden möglichen Erschliessungsszenarien eher bei 500.- gelegen.
Contributor
9 von 13

Vielen Dank @adam_sandler für die Zahlen, sehr spannend!

 

Das gibt eine klare Indikation welche Chancen man sich da in einer Einfamilienhaus-Strasse mit bestenfalls knapp 10 Parteien ausmalen kann...

Expert
10 von 13

Die Frage stellt sich IMHO auch für finanzschwache Landgemeinden. Insofern wäre es an der Zeit FTTH als Infrastruktur Standard zu subventionieren.

Contributor
11 von 13

Das Interesse der Anbieter am Ausbau ausserhalb der Ballungszentren scheint herzlich klein zu sein... Darum wäre es möglicherweise tatsächlich besser, wenn der Betrieb der reinen physischen Infrastruktur gar wieder in Staatshänden wäre.

Super User hed
Super User
12 von 13

Der Trend geht aber in die andere Richtung. Die Forderung geht je länger je mehr in die Richtung, dass sich der Bund als Hauptaktionär komplett von der Swisscom verabschiedet.

 

Expert
13 von 13
Eigentlich könnte man beides unter einen Hut bringen. Split der Firma in eine Netzgesellschaft und eine DL Gesellschaft wie in anderen Ländern schon gemacht. Dann kann die DL Gesellschaft verkauft werden, aber die Infrastruktur bleibt in Bundeshand. So hat der Staat die Kontrolle über essentielle Infrastruktur und kann den Ausbau steuern und kontrollieren, gleichzeitig gibt es weniger Wettbewerbsbedenken.

Aber schon traurig zu hören dass ein Fiberspot nicht zustande kommt wegen der Swisscom. 500.- pro Wohneinheit für NDR ich ganz OK, da würde ich auch mitmachen.
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