Ehrlich gesagt, finde ich es Aufdringlich, eine Lesebestätigung anzufordern.
- Kontrollzwang: Es wirkt, als würdest du dem Empfänger misstrauen.
- Druck: Der Empfänger fühlt sich gezwungen, sofort zu reagieren.
- Unterbrechung: Das zusätzliche Fenster stört den Lesefluss.
- Technokratisch: Es ersetzt menschliche Kommunikation durch eine Software-Funktion.
Eine ausformulierte Bitte am Ende der Nachricht ist meist zielführender:
- Wertschätzung: Du behandelst den anderen als Partner, nicht als Objekt.
- Transparenz: Du kannst begründen, warum du eine Bestätigung brauchst (z. B. wegen einer Deadline).
- Freiwilligkeit: Es lässt dem Gegenüber den Freiraum, wann er antwortet.
Hinzu kommt noch:
- Kein Anscheinsbeweis: Das Versenden einer E-Mail kein Beweis für deren Zugang.
- Fehlende Beweiskraft: Eine Lesebestätigung beweist nicht, dass der Empfänger den Inhalt zur Kenntnis genommen hat. Er könnte die E-Mail nur kurz angeklickt, sofort wieder geschlossen oder durch eine Vertretung öffnen lassen haben.
- Freie Beweiswürdigung: Vor Gericht gelten E-Mails oft nur als “Objekte des Augenscheins” und nicht als Urkunden mit vollem Beweiswert.
Bei mir werden Lesebestätigungen schon von Thunderbird Automatisch abgewiesen. Ich kriege also nicht einmal einen Hinweis.