gian Warum? WINGO und M-Budget sind abgespeckte Versionen vom Original Swisscom und deshalb einiges preiswerter. Damit muss man leben.
Genau. Abgespeckt im Sinne von man hat weniger Zusatzfunktionen beim TV z.B. keinen direkten Zugriff auf Blue Sport Inhalte usw. Oder man hat ältere Router als Kunden mit dem Blue Produkt. Soweit bin ich mit allem einverstanden. Auch dass der Kundendienst gegenüber der Hauptmarke weniger ausgebaut ist, ist verständlich. Denn irgendwie muss man ja den hohen Preis der Hauptmarke rechtfertigen können und den Kunden einen Mehrwert bieten.
Aber dass man den Zugang zu Updates (eben z.B. für die WLAN- Box) absichtlich nicht freigibt / blockiert, dafür habe ich wiederum weniger Verständnis. Manche Updates für solche Geräte sind auch Sicherheits- Updates.
In Supermärkten wie z.B. bei Coop kriegst du auch teils ähnliche Produkte, einmal in einer teureren Linie und einmal in der Billiglinie z.B. Prix Garantie. Aber wegen dem ist es nicht so, dass z.B. beim günstigeren Prix Garantie Produkt die Lebensmittelvorschriften nicht eingehalten werden… Oft sind es Produkte von den gleichen Herstellern, teilweise mit anderer Rezeptur, dann andere Verpackungsgrössen schlichter gestaltete Verpackung etc. Aber das Produkt im Innern muss eine gewisse Qualität erfüllen, was es in aller Regel auch tut.
Fazit: Wenn es sich im Sicherheitsrelevante Updates handelt, sollten diese nicht absichtlich blockiert werden, nur weil Swisscom sagt: Das sind Nutzer von unseren Billig- Linien, die wollen wir jetzt extra bestrafen…
Schlussendlich sind auch diese Produkte Swisscom- Produkte (auch wenn sie teilweise unter anderen Marken wie Coop oder Migros laufen) und auch dort sollte ein minimales Interesse an einer minimalen Kundenzufriedenheit vorhanden sein. Denn die Strategie, dass ein unzufriedener Kunde einer Swisscom Zweit- oder Drittmarke dann weil er damit unzufrieden ist, zur Swisscom- Hauptmarke wechseln wird, darauf würde ich als Swisscom nicht spekulieren. Gut möglich, dass man dann den Kunden ganz los ist.
Ich mag mich noch erinnern, als die ersten Telefongeräte für das Analog- Festnetz auf dem Markt gekommen sind, welche die Funktion “Rufnummeranzeige” hatten.
Während Kunden in Deutschland (Deutsche Telekom) diese Funktion nutzen konnten, schauten Swisscom- Kunden in die Röhre. Swisscom verwies stattdessen darauf, dass wenn man sehen möchte, wer einem anruft, man halt einen ISDN- Anschluss bestellen soll! Wer aber dann am NT an einer der A/B Buchsen sein zuvor erworbenes Analog- Telefon anschoss, hatte ebenfalls keine Rufnummernanzeige!>
Ich weiss aus sicherer Quelle, dass Swisscom beim Lieferanten Siemens eine spezielle Firmware aufspielen lies, damit die Rufnummeranzeige nicht an die Analog- Schnittstelle weitergegeben wird! Man spekulierte vermutlich darauf, dass der Kunden dann in den nächsten Swisscom- Shop geht und sich mit einem ISDN- DECT Telefon eindecken wird…
Ja das waren die alten Zeiten, die jüngeren hier können sich das wohl gar nicht mehr vorstellen. Der Online- Handel war noch nicht auf dem Niveau wie heute, stattdessen deckte man sich mehr über den stationären Handel ein.
Hier noch der Schluss dieser Geschichte: Kurz nach dem die damalige Cablecom ihren Kunden auch einen Festnetz- Anschluss anbot, führte die Swisscom plötzlich die Rufnummeranzeige im Analog- Netz ein!
Dies beweist eben, dass eine gewisse Konkurrenz dem Markt (und auch der Swisscom bzw. deren Kunden) doch gut tut.