@mabu1
Habe selbst 1 Jahr lang ein Dual-Wan Setup Swisscom/Cablecom mit Load-Balancing betrieben (im Moment nicht mehr, da ich Cablecom gekündigt habe)
Funktioniert dann gut, wenn Du die 2 Provider-Router/Modems konzeptionell nur noch als Internet-Zuführleitungen betrachtest, und sie möglichst auf die Minimalfunktion reduzierst.
Was Du als zusätzliches neues Zentralgerät brauchst, ist ein eigener Hauptrouter mit Dual-Wan-Fähigkeit (in meinem Fall ein Asus RT-AC68U), welcher gleichzeitig beide Internetleitungen bedient und für Dein Inhousenetz zusammenführt.
Was Du als Resultat erhältst ist eine Routerkaskade (im Fall von Swisscom mit doppeltem Nat, da mit den Internet-Boxen kein Bridgemode möglich).
Wenn Du aber möglichst alle Deine Inhouse-Geräte im Subnetz Deines eigenen Inhouse-Routers anschliesst, hält sich der Zusatzaufwand der Kaskade in Grenzen.
Was Du vom Swisscom-Router in dieser Kaskade direkt noch sinnvoll verwenden kannst, ist das Telefon und das TV, vom Cablecom-Router eher gar nichts.
Swisscom-TV lässt sich bei korrekten Multicast-Einstellungen des Inhouse-Routers bei Bedarf aber auch kaskadieren (habe bei mir eine der TV-Boxen am WLAN des Asus-Routers).
Telefon lässt sich bei Bedarf mit den lokalen SIP-Credentials der IB für IP-Telefone ebenfalls kaskadieren (normalerweise reicht aber bereits das DECT der IB für die komplette Telefonanbindung)
Auf Deinem Inhouse-Router (z.B. Netz 192.168.3.1) schliesst Du die Swisscom Internetbox (Netz 192.168.1.1) an der WAN-Buchse an, und den Cablecom-Router (z.B. 192.168.0.1) an LAN-4, welchen Du in der Dual-Wan-Defintion des Hauptrouters als zusätzlichen WAN-Port definierst.
Zusätzlich kommen dann noch die Defintionen für das Loadbalancing oder ev. Fail-Over-Regeln.
Meine Installation lief ein Jahr sehr stabil, auch bei Ausfall eines der 2 Zugangsprovider, aber 3 Router sind schon ein wenig viel Technik und ein Medienschrank mit genug Platz ist von Vorteil.
Nach der Kündigung der Cablecom habe ich übrigens meine Kaskade behalten, damit bleibe ich möglichst unabhängig vom Provider, und musste bei der Aufgabe von Cablecom an meinem Inhouse-Netz nichts ändern, sondern nur 1 LAN-Kabel ausstecken, welches ich jederzeit für einen anderen Provider oder für ein LTE-Modem wieder einstecken könnte.