Ich finde es echt krass, wie sich das Swisscom versucht, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Egal ob man bei einem Drittanbieter (z.B. Green, iWay usw.) oder einer Swisscom- Marke (Wingo) ist, die Leitungen gehörten der Swisscom und wenn diese marode sind, braucht es eben eine Instandstellung! In diesem Fall liegt es wohl am Support von Wingo (Abteilung der Swisscom!), welche sich zu drücken versucht und stattdessen Alibiübungen wie z.B. Profilanpassungen etc. vollzieht, anstatt einen Techniker rauszuschicken, wenn die Sache doch offensichtlich ist, dass ein Fehler an der Freileitungs- Infrastruktur vorliegt.
Ich musste mich auch über viele Wochen mit dem Provider und schlussendlich mit dem Swisscom Baudienst herumschlagen, bis endlich die Cablex aufgeboten wurde.
Bist du an deinem Wohnort Eigentümer oder Mieter?
Man muss einfach bedenken, dass alles, was nach der GS kommt, zur Hausinstallation gehört und somit in der Verantwortung des Eigentümers liegt. Stellt sich heraus, dass die Störung durch die Hausinstallation verursacht wird, trägt der Kunde die Kosten. Liegt aber das Problem, wie es in meinem Fall war, an der Infrastruktur (z.B. uralte Freileitungsdrähte, korrodierte Klemmen usw.), trägt Swisscom die Kosten für die Instandstellung. Aber es obermühsam, bis sich mal jemand darum kümmert. Ev. war ich ein Einzelfall, aber ich denke nicht. Mails und sogar eingeschriebene Schreiben wurden seitens Swisscom einfach ignoriert, am Schluss musste ich mich gar an die Schlichtungsstelle wenden.
Kleiner Tipp: Solltest du mit dem Wingo Support nicht weiterkommen und wiederholt “abgewimmelt” werden, könntest du ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle Telekommunikation “Ombudscom” in Erwägung ziehen: https://ombudscom.ch das kostet dich zwar CHF 20.- aber du kannst dann entsprechende Forderungen festlegen. Der Anbieter muss dann Stellung beziehen und einen Lösungsvorschlag anbieten, eben z.B. Aufbieten eines Technikers.
Und: Ich empfehle dringend, ehe du die Sache eskalieren lässt, die Hausinterne Verdrahtung (ab der Grobsicherung) auf den neusten Stand zu bringen: Direktes U72- Kabel auf eine RJ45 - Dose mit Swisscom Keystone-Modul BBR-Modul RJ45. Dann bist du auf der sicheren Seite und wenn die Speed- und Dämpfungswerte immer noch schlecht sein, MUSS das Problem netzseitig sein. Erst wenn du deine Hausinstallation erneuert hast und bei Wingo sich keiner darum kümmern will, würde ich ein Schlichtungsverfahren über die Ombudscom einleiten, die Chancen stehen dann sehr gut, dass endlich etwas geht.
So, ich hoffe, Roger G. muss wegen meinen Aussagen nicht wieder nach einem passenden Emoji suchen… 🤭 😉