KMDD Es ist bezeichnend: Wenn die Argumente zum Service versagen, flüchtet man sich in die Bilanzanalyse, um den Kunden mundtot zu machen. Aber da du die BWL-Ebene gewählt hast, führen wir sie zu Ende:
1. Die Liquiditäts-Legende: Deine Aussage, nach CAPEX und Dividenden bleibe ‚0 Liquidität‘, ist das Eingeständnis eines strategischen Versagens. Wenn Swisscom die Dividendenpolitik (Ausschüttungen an den Bund und Aktionäre) über die operative Funktionsfähigkeit des Kundenservice stellt, ist das eine bewusste Entscheidung gegen den Kunden. Ein Unternehmen, das Milliarden verdient, aber angeblich kein ‚Cash‘ hat, um eine Rechnung über CHF 1′800.- korrekt zu stornieren, hat ein massives Prioritätenproblem. Der Kunde ist nicht der Puffer für eure CAPEX-Strategie.
2. Recht haben vs. Lösung: Du unterstellst mir, ich wolle nur ‚Recht haben‘. Ich halte dir den Spiegel vor: Du liest nicht, worum es geht. Wenn ich nach 10 Telefonaten, schriftlichen Beweisen und einem Monat Wartezeit keine Lösung habe, dann ist dein Rat ‚ruf doch mal an‘ keine Hilfe, sondern Ignoranz gegenüber den bisherigen Fakten. Wer sachliche Kritik als ‚Jammern‘ abtut, hat den Kontakt zur Realität der Kundenbasis verloren.
3. Das Niveau der Diskussion: Du sprichst von ‚Pulitzerpreisen‘ und ‚Jammern‘. Warum dieser herablassende Ton? Ist es, weil du auf die sachlichen Punkte – wie die unrechtmässige Forderung trotz schriftlicher ‚Kostenlos-Zusage‘ – keine Antwort hast? Vielen hier scheint es nicht um Lösungen zu gehen, sondern nur darum, kritische Stimmen durch Arroganz zu entkräften.
4. Die Konsequenz: Du sagst, Kunden wechseln zur Zweitmarke. Richtig. Aber nicht nur wegen des Preises, sondern wegen genau dieser Haltung, die du hier verkörperst: Premium-Preise verlangen, aber bei Problemen den Kunden als ‚jammernd‘ hinstellen und auf die Kündigungshotline verweisen, die den Fall ohnehin nicht lösen kann.
Ich beende diesen Austausch hier. Es geht nicht um Polemik, sondern um Professionalität.