Du schreibst, dass der Einsatz von “Bypass DPI” eine Änderung des Verhaltens bewirke. Per Google habe ich kein Tool mit genau diesem Namen gefunden; was für ein Dienstprogramm verwendest du genau DEN?
DPI setzt auf Layer 4 und darüber auf. Daher würde es mich erstaunen, wenn ein Routingproblem die Ursache wäre. Gemäss deinem obigen Post kamen die Traceroutes ja grundsätzlich schon bis zum Ziel durch, dh. Layer 3 funktionierte. So wie du es beschreibst, wurden offenbar Pakete, welche über eine bestimmte Route bzw. von bestimmten Swisscom-Festnetzanschlüssen zu vk.com gingen, irgendwo unterwegs “angezapft”. Der Umstand, dass es mit dem DPI-Bypasstool funktioniert, lässt schon vermuten, dass es sich dabei um eine Überwachungsmassnahme handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen, welches das DPI implementiert hat, dies öffentlich zugibt, liegt bei Null. Allenfalls liesse sich mit tcptraceroute noch durch geringfügige Latenzunterschiede etwas herausfinden, aber auch das wäre eher Glaskugelei. Ansonsten darf sich nun jeder den aus seiner Sicht wahrscheinlichsten Verdächtigen ausdenken 😉