Sensole
Es gibt gewisse Unterschiede, welche je nach Nutzungstyp mehr oder weniger relevant sind:
1. Internet-Geschwindigkeit & Abo-Stufen (Upload-Symetrie und das fehlende Zwischenprodukt)
Bei den Internet-Abos von Migros Mobile ist der Upload im Gegensatz zu Swisscom künstlich begrenzt, da Swisscom auf Glasfaser standardmässig symmetrische Profile (gleicher Download/Upload) anbietet. Ein riesiger Unterschied liegt jedoch in den verfügbaren Abo-Stufen:
Einstiegs-Abo: Migros Internet Start (100 Mbit/s Down / 20 Mbit/s Up) für CHF 34.95/Mt. vs. Swisscom blue Internet S (100 Mbit/s Down / 100 Mbit/s Up) für CHF 64.90/Mt.
Der “Kupfer-Joker” (Migros Internet Plus): Migros bietet ein cleveres Zwischenprodukt mit 500 Mbit/s Download und 100 MBit/s Upload für CHF 39.95/Mt. an Swisscom fehlt ein solches Zwischenprodukt komplett. Wer dort mehr als 100 Mbit/s will, muss zwingend das teure blue Internet M mit 1 Gbit/s für CHF 79.90/Mt. wählen.
Die Kupfer-Falle bei Swisscom: Haushalte, die noch über Kupfer (DSL) statt Glasfaser angeschlossen sind, erreichen technisch oft ohnehin maximal 500 Mbit/s. Während man bei Migros genau dieses passende Abo buchen kann, bittet Swisscom diese Kunden für ein theoretisches 1-Gbit/s-Abo zur Kasse, das die Leitung gar nicht hergibt.
Speed-Abo: Migros Internet Max (1 Gbit/s Down / 200 Mbit/s Up) für CHF 49.95/Mt. vs. Swisscom blue Internet M (1 Gbit/s Symmetrisch) für CHF 79.90/Mt. (Swisscom bietet mit dem L-Abo zudem bis zu 10 Gbit/s, was bei Migros nicht möglich ist).
2. IP-Adresse (CGNAT vs. Public IPv4)
Wie bereits erwähnt, erhalten Kunden bei Migros Mobile keine öffentliche IPv4-Adresse. Man befindet sich hinter einem CGNAT (Carrier-Grade NAT). Das kann zum Problem werden, wenn man von aussen auf das Heimnetzwerk zugreifen möchte (z. B. für DynDNS, eigene Server, Smart-Home-Zentralen usw.). Bei Swisscom kann man eine öffentliche IPv4-Adresse nutzen.
3. Hardware & Router-Modell
Migros Mobile: Kunden erhalten die ältere Internet-Box 4 mit einer angepassten Firmware. Der Router wird für die Dauer des Vertrags kostenlos leihweise zur Verfügung gestellt. Bei einem Defekt oder Upgrade kann man die Hardware über den Support austauschen.
Swisscom blue: Neukunden erhalten bereits das neuere Nachfolgemodell, die Internet-Box 5 Pro(inkl. WiFi 7 und 10-Gbps-Ports). Swisscom-Kunden müssen Neugeräte oder Ersatzgeräte nach Ablauf der Garantie (2 Jahre) oft (vergünstigt) kaufen (meist gekoppelt an eine Vertragsverlängerung), während das Gerät bei Migros Eigentum des Anbieters bleibt und bei Defekt getauscht wird.
4. TV-Angebot
Migros Mobile TV: Ist ein solides Basis-TV-Angebot mit den Standard-Sendern, Replay und Aufnahme-Funktion. Es nutzt eine vereinfachte TV-Box-Infrastruktur.
Swisscom blue TV: Ist das Premium-Produkt. Es bietet eine flüssigere Benutzeroberfläche, eine grössere Senderauswahl, exklusive Sport-Zusatzpakete (blue Sport), eine bessere Integration von Streaming-Diensten und die modernere Swisscom TV-Box (inkl. Sprachsteuerung).
Es gibt gewisse Unterschiede, welche je nach Nutzungstyp mehr oder weniger relevant sind:
1. Internet-Geschwindigkeit (Upload-Symmetrie)
Bei den Internet-Abos von M-Budget Mobile (Migros) ist der Upload im Gegensatz zu Swisscom blue Internet künstlich begrenzt. Bei Swisscom sind Glasfaser-Anschlüsse in der Regel symmetrisch (gleicher Download und Upload):
Einstiegs-Abo: Migros Internet Start (Download: 100 Mbit/s / Upload: 20 Mbit/s) für CHF 34.95/Mt. vs. Swisscom blue Internet S (Download: 100 Mbit/s / Upload: 100 Mbit/s) für CHF 64.90/Mt.
Speed-Abo: Migros Internet Max (Download: 1 Gbit/s / Upload: 200 Mbit/s) für CHF 49.95/Mt. vs. Swisscom blue Internet M (Download: 1 Gbit/s / Upload: 1 Gbit/s) für CHF 79.90/Mt.
Hinweis zu Swisscom: Swisscom bietet mit dem blue Internet L zudem Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s an, während bei Migros bei 1 Gbit/s das Maximum erreicht ist.
2. IP-Adresse (CGNAT vs. Public IPv4)
Wie bereits erwähnt, erhalten Kunden bei Migros Mobile keine öffentliche IPv4-Adresse. Man befindet sich hinter einem CGNAT (Carrier-Grade NAT). Das kann zum Problem werden, wenn man von aussen auf das Heimnetzwerk zugreifen möchte (z. B. für eigene Server, Smart-Home-Zentralen oder Online-Gaming mit bestimmten Konsolen). Bei Swisscom kann man eine öffentliche IPv4-Adresse nutzen.
3. Hardware & Router-Modell
Migros Mobile: Kunden erhalten die ältere Internet-Box 4 mit einer angepassten Migros-Firmware. Der Router wird für die Dauer des Vertrags kostenlos leihweise zur Verfügung gestellt. Bei einem Defekt oder Upgrade läuft das unkompliziert über den Support.
Swisscom blue: Neukunden erhalten bereits das neuere Nachfolgemodell, die Internet-Box 5 Pro(inkl. WiFi 7 und 10-Gbps-Ports). Swisscom-Kunden müssen Neugeräte oder Ersatzgeräte nach Ablauf der Garantie (2 Jahre) oft vergünstigt kaufen (meist gekoppelt an eine Vertragsverlängerung), während das Gerät bei Migros Eigentum des Anbieters bleibt und bei Defekt getauscht wird.
4. TV-Angebot
Migros Mobile TV:Ein solides Basis-TV-Angebot mit den Standard-Sendern, Replay und Aufnahme-Funktion über eine vereinfachte TV-Infrastruktur.
Swisscom blue TV:Das Premium-Produkt mit einer deutlich flüssigeren Benutzeroberfläche, grösserer Senderauswahl, exklusiven Sport-Zusatzpaketen (blue Sport) und der moderneren Box inklusive Sprachsteuerung.
5. Festnetz-Telefonie (Die grössten Einschränkungen im Detail)
Wer das Festnetz aktiv und intensiv nutzen möchte, stösst bei Migros Mobile im Vergleich zu Swisscom auf die gravierendsten Unterschiede. Hier wird der günstige Preis mit deutlichen Komforteinbussen erkauft:
Preise & Optionen:
- Migros Mobile: Das Festnetz mit Minutentarif ist kostenlos integriert. Wer eine Flatrate möchte, bucht für CHF 5.–/Mt. die Option voicePLUS dazu (alle Schweizer Netze unlimitiert).
- Swisscom: Das kleinste Abo mit Minutentarif (blue Telefonie S) kostet bereits CHF 5.90/Mt. Für unlimitierte Schweizer Anrufe zahlt man mit blue Telefonie M CHF 15.90/Mt. Für CHF 35.90/Mt. gibt es dafür blue Telefonie L (inkl. EU/UK/USA/Kanada).
Funktionelle Unterschiede:
Keine Combox & Komfortfunktionen: Bei Migros Mobile gibt es keine Combox (Anrufbeantworter). Zudem fehlt die Funktion Anklopfen komplett.
Eingeschränkte Rufumleitung: Es lässt sich bei Migros nur eine unbedingte (sofortige) Anrufumleitung einrichten, Die klassischen, bedingten Umleitungen (z. B. „bei Besetzt“ oder „wenn keine Antwort“) werden nicht unterstützt Swisscom Call Forwarding.
Nur eine Leitung gleichzeitig: Bei Migros ist nur eine einzige Verbindung zurzeit möglich. Hängen zwei Apparate am Netz und auf einem wird bereits telefoniert, ist die Leitung für ein- und ausgehende Anrufe blockiert (Besetztzeichen).
Profi-Tipp: Wer eine eigene VoIP-DECT-Basisstation (z. B. Gigaset) direkt anschliessen möchte, anstatt die Telefone via DECT über die Internet-Box zu koppeln, kann versuchen, beim Migros-Support die SIP-Anmeldedaten herauszuverlangen. Das klappt mit etwas Hartnäckigkeit.
Fazit & Praxis-Erfahrung:
Bei Swisscom gilt das Prinzip: Wenn man ein bisschen mehr Leistung oder ein kleines Extra will, muss man meistens gleich das “ganz grosse, teure Paket” nehmen. Wer maximale Performance (wie WiFi 7 für Highend-Gamer) und lückenlosen Festnetz-Komfort sucht, kommt um Swisscom nicht herum – zahlt aber fast das Doppelte.
Für die breite Masse sieht die Realität aber oft anders aus: Ich habe beispielsweise meine Eltern von Swisscom auf Migros Mobile umgestellt. Für sie sind die Einschränkungen im Internet-Bereich (wie der asymmetrische Upload oder die fehlende IPv4 Adresse) absolut nicht relevant. In Sachen TV haben sie bei Migros Mobile jetzt sogar die deutlich bessere Leistung fürs Geld: Vorher waren sie auf Swisscom blue TV S (ohne Aufnahmen, nur 30 Stunden Replay) – jetzt bei Migros haben sie mehr Sender, können die Aufnahmefunktion voll nutzen und geniessen die vollen 7 Tage Replay. Sie sparen massiv Geld und haben am Ende mehr davon.
Wer sparen will, aber wem die Festnetz-Kastration von Migros Mobile Festnetz zu weit geht, für den gibt es zudem eine geniale Hybrid-Lösung: Man nutzt bei Migros Mobile rein das günstige Internet und TV, portiert jedoch seine Festnetznummer zu einem unabhängigen VoIP-Provider. Damit umgeht man alle Restriktionen der Migros-Telefonie elegant und spart trotzdem massiv Grundgebühr.