Langen76 Habe Virenschutz Kapersky installiert, hier habe ich sonst keine Probleme mit den Anwendungsprogramen.
Abgesehen davon, dass Kapersky als Virenschutz auf Deinem PC völlig überflüssig ist, weil Windows selbst das mit seinen eigenen, dann durch Kaspersky deaktivierten Schutzmechanismen, mindestens genau so gut und mit viel weniger Problemen auch kann, gehst Du da ganz erhebliche Risiken alleine schon durch die Herkunft des Anbieters aus Russland ein.
Nachfolgend noch eine kurze KI-Recherche mit entsprechenden Antworten darauf:
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### Einleitung
Kaspersky liefert zwar technisch nach wie vor Spitzenwerte bei der Malware-Erkennung – das sei vorab anerkannt. Trotzdem sprechen inzwischen gewichtige Gründe dagegen, diese Software weiter im Heimnetz einzusetzen. Hier meine Zusammenfassung der wichtigsten Contra-Punkte – inkl. konkreter Auswirkungen auf Bluewin-Mail.
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### 1. Geopolitische Risiken
- **SORM-Gesetz:** Der russische FSB kann Unternehmen zur Kooperation zwingen – ohne richterlichen Beschluss, ohne Offenlegungspflicht
- **Kernel-Zugriff (Ring 0):** AV-Software hat die tiefstmöglichen Systemprivilegien. Wird sie instrumentalisiert, gibt es keinen tieferen Schutz mehr
- **Update-Mechanismus als Angriffsvektor:** Signatur-Updates erreichen Millionen Rechner gleichzeitig – perfekter Verbreitungsweg
- **Telemetrie nicht vollständig abschaltbar:** Auch bei deaktiviertem KSN fliessen Metadaten
- **US-Totalverbot seit September 2024** – kein Verkauf, keine Updates, kein Betrieb
- **BSI-Warnung (Deutschland)** seit März 2022: offizielle Empfehlung zum Wechsel
**Kernproblem:** Es wurde nie ein Backdoor nachgewiesen. Aber die russische Rechtslage macht eine erzwungene, geheime Kooperation jederzeit möglich – und wir würden es nie erfahren.
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### 2. E-Mail-Scanning: Kaspersky als Man-in-the-Middle
Kaspersky schaltet sich als lokaler Proxy zwischen Client und Mailserver und **bricht dabei eure TLS-Verschlüsselung auf**:
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Mailserver → [Kaspersky bricht TLS auf, scannt] → E-Mail-Client
```
**Typische Probleme:**
- **Zertifikatsfehler** – Client sieht Kaspersky-Ersatzzertifikat statt Original
- **Timeouts bei Anhängen >20 MB** – Scan-Dauer überschreitet Verbindungs-Timeout
- **OAuth2 schlägt fehl (M365, Gmail)** – Token-Refresh durch Proxy gestört
- **Push-Mail verzögert** – IMAP IDLE wird periodisch unterbrochen
- **„Passwort falsch"-Meldung** – STARTTLS-Handshake durch Proxy verfälscht
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### 3. Kaspersky und Bluewin-Mail: Konkrete Probleme
Wer Bluewin-Mail über einen Desktop-Client (Outlook, Thunderbird) nutzt, ist besonders betroffen. Die relevanten Bluewin-Servereinstellungen:
- **IMAP:** `imaps.bluewin.ch` – Port 993 – SSL/TLS
- **SMTP:** `smtpauths.bluewin.ch` – Port 465 – SSL/TLS
- **Authentifizierung:** Klassisches Passwort (kein OAuth2)
**Warum ist gerade Bluewin-Mail anfällig?**
Bluewin nutzt auf beiden Ports (993 + 465) eine vollständige SSL/TLS-Verschlüsselung. Kaspersky muss diese Verbindungen aktiv aufbrechen, um den Mailinhalt scannen zu können. Dabei entstehen folgende Probleme:
- **Zertifikat-Mismatch:** Kaspersky ersetzt das Original-Zertifikat von `imaps.bluewin.ch` durch ein eigenes. Thunderbird verweigert die Verbindung mit: *„Sicherheitsausnahme hinzufügen?“* oder *„Verbindung zum Server nicht möglich”*
- **Port 465 blockiert:** Kaspersky überwacht die gängigen Mailports. Port 465 (SMTPS) wird manchmal fälschlich als unsicher eingestuft → Mails können nicht gesendet werden
- **Passwort-Authentifizierung gestört:** Da Bluewin kein OAuth2 verwendet, läuft die Auth über das Passwort im TLS-Tunnel. Bricht Kaspersky den Tunnel fehlerhaft auf → „Passwort falsch" obwohl es stimmt
- **Synchronisationsprobleme:** IMAP IDLE wird durch periodische Verbindungsunterbrechungen gestört → Neue Mails erst nach manuellem Abruf
**Fazit zu Bluewin + Kaspersky:** Die Kombination ist problematisch. Bluewin setzt auf reine SSL/TLS mit Passwort-Auth – genau die Konstellation, bei der Kasperskys TLS-Interception am meisten Schaden anrichtet.
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### 4. Weitere Kompatibilitätsprobleme im Heimnetz
- **VPN + Mail:** IMAP/SMTP-Verbindungen durch VPN-Tunnel blockiert
- **NAS (SMB):** Echtzeit-Scanner verlangsamt Kopiervorgänge drastisch
- **Router-Webinterface:** HTTPS-Scanning erzeugt Zertifikatswarnungen bei 192.168.x.x
- **Port-Forwarding:** Kaspersky-Firewall überschreibt Portfreigaben des Routers
- **DNS-over-HTTPS:** Eigene DoH-Konfiguration (Pi-hole) wird umgangen
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