HP
Meine Vermutung: Die getrennten VPN- Verbindungen haben einen direkten Zusammenhang mit den Leitungswerten.
Je nach Router‑Hersteller werden nicht korrigierbare Fehler unterschiedlich dargestellt. Ich nutze selbst eine Fritz!Box, und diese zeigt die Leitungswerte deutlich feiner und transparenter an als die Swisscom Internet‑Box, welche nur die klassischen DSL‑Fehlerzähler FEC/CRC ausgibt.
Leider sieht man bei der Swisscom Internetbox nur die Werte seit der letzten Synchronisierung und nicht aufgeschlüsselt nach Tageszeit oder wie bei der FritzBox pro Minute und die letzten 15 Minuten, wie bei der Fritz!Box.
Ich wenn die FritzBox hier im Forum häufig verunglimpft / kritisiert wird, diese Daten und die Fehleraufzeichnungen sind ein echter Vorteil. In meinem Fall konnte ich damit schon mehrfach Zusammenhänge erkennen. Wenn z. B. RDP über VPN wieder Freezes hat oder MS‑Teams stockt, findet man im Nachgang fast immer einen Anstieg der „unkorrigierten DTU“.
Leider bringt mir das wenig, weil es weder den Provider noch Swisscom wirklich zu interessieren scheint – trotz komplett erneuerter Hausinstallation.
Bei deinem Kollegen wäre interessant zu sehen, wie Swisscom reagiert, wenn der Kunde direkt bei Swisscom ist. Ob dort ebenfalls nur eine halbherzige Fehlersuche gemacht wird und der Fall dann ohne echte Lösung wieder geschlossen wird.
Spannend ist auch, dass in seinem Fall die Leitung erdverlegt ist. Ich hatte vor meinem Umzug ebenfalls eine erdverlegte Leitung und nie Probleme in Form von CRC‑Fehlern oder unkorrigierten DTUs. Erst seit dem Umzug in eine Liegenschaft, welche mit einer Freileitung erschlossen ist, fingen die Probleme an. Natürlich kann es auch bei erdverlegten Kabeln Störungen geben – z. B. korrodierte Übergänge –, aber diese liegen dann ausserhalb des Gebäudes und damit ausserhalb des Einflussbereichs des Kunden.
Meine Empfehlung ist (nach wie vor unverändert): Störung bei Swisscom melden und darauf bestehen, dass vor Ort eine Messung durchgeführt wird. Viel Erfolg!