Ich bin Eigentümer einer Liegenschaft, welche noch über eine Freileitung (welche sich im Eigentum der Swisscom befindet) erschlossen wird. Die ganze Infrastruktur schaut schon sehr alt aus.
Im 2024 habe ich die Hausinstallation auf den neusten Stand bringen lassen, gemäss Elektriker dem aktuellen Stand der Technik entsprechend: Der Überspannungsschutz wurde durch ein MX-2000 Modul ersetzt, es gibt ab der Übergabestelle nur noch eine kurze U72- Leitung auf eine RJ45- Digitaldose an welcher dann auch direkt der Router angeschlossen ist.
Ich hatte schon einmal gelegentlich Probleme und kurze Unterbrüche. Dann wurde die Leitung neu synchronisiert. Im Grundsatz läuft diese nun auf den ersten Blick zwar stabil, jedoch traten in den letzten 2 Wochen vermehrt Probleme auf:
- Beim Telefonieren über Team über den PC kommt es gelgegentlich zu kurzen Aussetzern, bei welchen dann die Meldung “Schlechte Netzwerkqualität” erscheint
Der PC ist über ein LAN- Kabel und nicht über WLAN verbunden, was eine allfällige WLAN- Problematik ausschliesst
- Beim Telefonieren mit dem Firmen- Handy (Anbieter ist leider Sunrise) über WiFi- Calling kam es in letzter Zeit vermehrt zu Aussetzen bis hin zum Komplettabbruch des Gesprächs!
(da bei mir die Mobilnetzverbindung mit Sunrise nicht ausreichend ist, kann das Handy bei Probleme mit VoWiFi wohl nicht auf LTE wechseln, weshalb die Verbindung abbricht, beim privaten Gerät, das im Swisscom- Netz läuft funktioniert scheinbar dieses Fallback einwandfrei und es ist noch nie zu einem Verbindungsunterbruch gekommen).
Die Verbindung läuft über VDSL2 17a G.Vector (ITU G.993.5).
Router ist eine FritzBox 7590 AX mit aktuellster Firmware (FritzOS 8.20).
Ich habe auf https://www.thinkbroadband.com/ mal eine Überwachung für meinen Anschluss eingerichtet, die Resultate poste ich unten.
Die Resultate mit Paketverlusten sind je nach Tag sehr unterschiedlich.



Hier noch die Statistik der FritzBox. Wenn ich auf 24 Stunden stelle, sehe ich keine nicht behebbaren Fehler und auch keine unkorrigierte DTU, stelle ich aber auf 1 Woche schaut es etwas anders aus

Fragen:
- Kann jemand aus diesen Daten ein Muster oder ein Hinweis darauf erkennen, dass ein Problem mit dem Anschluss vorliegen könnte?
- Wie verlässlich ist das Tool “Thinkbroadband” tatsächlich, da des ja von Grossbritannien aus misst und wohl primär für die Qualitätsbeurteilung britischer Anschlüsse gedacht ist?
Am alten Wohnort hatte ich keine Probleme und hatte dort das identische Hardware- Setup im Einsatz.
Allerdings war dort keine Freileitung, sondern eine Kupferleitung, welche unterirdisch ins Haus geführt hat.