Damit die Automatische Zeitaktualisierung mit NITZ einwandfrei funktioniert, müssen drei Kriterien erfüllt sein:
a) NITZ-fähiges Natel
b) Mobilfunknetz, welches NITZ unterstützt.
c) Paketdatenverbindung (PS) dauerhaft eingeschaltet.
Für mehr Informationen zu NITZ siehe bitte die englischsprachige Wikipedia-Seite:
http://en.wikipedia.org/wiki/NITZ
Gut möglich, dass moderne Smartphone-Betriebsysteme neben NITZ auch das Network Time Protocol (NTP) als Zeitquelle einsetzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Time_Protocol
Ob die automatische Uhrzeitsynchronisation mit NITZ funktioniert, kann mit einem einfachen Test festgestellt werden:
1.) Automatische Zeitsynchronisation in den Nateleinstellungen ausschalten.
2.) Uhrzeit um 10 Minuten verstellen => Uhrzeit läuft 10 Minuten vor oder nach.
3.) Automatische Zeitsynchronisation einschalten.
4.) Natel ausschalten.
5.) Natel einschalten.
6.) Wird kurz nach dem Einschalten des Natels die Uhrzeit automatisch korrigiert, funktioniert NITZ einwandfrei!
Gehen wir im Detail auf die einzeln Anforderungen für die automatische Zeitsynchronisation mit NITZ ein:
a) NITZ-fähiges Natel
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Alle modernen Natels unterstützten NITZ. Erkennbar ist die Unterstützung von NITZ an der Einstellungsoption “Automatische Zeitaktualisierung”. Eine Auflistung der Natels, welche NITZ unterstützten, findet man auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite:
http://en.wikipedia.org/wiki/NITZ
b) NITZ-fähiges Mobilfunknetz
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NITZ muss vom Mobilfunknetz unterstützt werden. Alle drei Schweizer Mobilfunkanbieter (Swisscom, Sunrise, Orange CH) unterstützten in der Schweiz NITZ. Siehe auch:
http://en.wikipedia.org/wiki/NITZ
Aus meiner Erfahrung liefern alle drei Schweizer Mobilfunknetze mit NITZ ein Zeitsignal, welches eine maximale Abweichung von 2 Sekunden gegenüber der Atomuhr aufweist (gemessen mit einer DCF77-Funkuhr).
Unterstützt ein Mobilfunknetzbetreiber kein NITZ, kann es zu seltsamen Fehlfunktionen kommen. Gut möglich, dass die Uhrzeit plötzlich um einige Stunden verstellt wird. Es kann im Ausland vorkommen, dass plötzlich die Uhrzeit um mehrere Stunden vor oder nach läuft. Aus diesem Grund verwende ich auf Reisen immer neben dem Natel-Wecker noch einen zweiten Wecker…
c) Paketdatenverbindung (PS) dauerhaft eingeschaltet.
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Damit NITZ funktioniert, muss im Natel die Paketdatenverbindung (PS) dauerhaft eingeschaltet sein.
Damit der Natel-Akku länger hält, ist bei vielen Natels die dauerhafte Paketdatenverbindung ausgeschaltet. In diesem Fall wird nur beim Einschalten des Natels oder beim Aufbau einer Internetverbindung (zum Beispiel: Internet surfen mit Webbrowser) eine Paketdatenverbindung aufgebaut. Sobald die Internetverbindung nicht mehr benötigt wird (zum Beispiel: Webbrowser wird beendet), wird die Paketdatenverbindung wieder getrennt.
Wenn die Paketdatenverbindung nicht dauerhaft vorhanden ist, wird die Uhrzeit nur beim Einschalten des Natels und beim Aufbau einer Internetverbindung mit der Atomuhr abgeglichen.
Ob die Paketdatenverbindung vorhanden ist oder nicht, ist im “GSM”-Netzmodus leicht erkennbar. Zuerst muss UMTS in den Nateleinstellungen ausgeschaltet werden. In der Statuszeile des Nateldisplay darf kein 3G, 4G oder LTE leuchten! Leuchtet im GSM-Netzmodus in der Statuszeile ein “G” (GPRS) oder ein “E” (EDGE), ist die Paketdatenverbindung vorhanden. Leuchtet weder ein “G”, noch ein “E” so fehlt die Paketdatenverbindung!
Bei einigen Nokia-Natels kann die Paketdatenverbindung in den Einstellungen dauerhaft eingeschaltet werden:
Einstellungen -> Verbindungen -> Paketdaten -> Paketdatenverbindung:=Immer online
Beim Samsung B2710 ist das Einschalten der dauerhaften Paketdatenverbindung nicht so trivial:
1.) Admin-Menü aufrufen: *#5239870*#
2.) Network & call settings -> Power on attach:=ein
3.) Natel ausschalten und wieder einschalten.
Kosten durch die dauerhaft eingeschaltete Paketdatenverbindung entstehen keine. Kosten durch die Paketdatenverbindung entstehen erst, wenn man die Paketdatenverbindung “aktiv” nutzt. Zum Beispiel durch: Internet surfen mit Webbrowser oder E-Mail lesen/herunterladen. Bei einer aktiv genutzten Paketdatenverbindung verfärbt sich das Paketdatenverbindungssymbol bei den meisten Natels rot. Zum Beispiel: rotes “E” oder rotes “3G” oder rotes “H”.